Junge Talente verzaubern Gunzenhausen

Schüler des Simon-Marius-Gymnasiums präsentieren eigene Texte und Märchen bei literarischem Abend

Junge Talente verzaubern Gunzenhausen
Bild zum Beitrag© Redaktion Gunzenhausen

Die Stadt-Schulbücherei Gunzenhausen verwandelte sich kürzlich in eine Bühne für junge Talente: Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen des Simon-Marius-Gymnasiums präsentierten beim Literarischen Abend ein vielseitiges Programm eigener Texte und Bearbeitungen klassischer Stoffe. Der literarische Nachwuchs bewies Kreativität und Einfallsreichtum vor einem aufmerksamen Publikum aus Eltern und Lehrkräften.

Kreativität und Fantasie im Mittelpunkt

Die Veranstaltung bot einen besonderen Einblick in den Deutschunterricht. Die jungen Autorinnen und Autoren überraschten mit selbst erfundenen Märchen, Fabeln und Gedichten. Beliebt waren auch Sagen, die von den Sechstklässlern in zeitgemäßer Sprache nacherzählt und liebevoll ausgeschmückt wurden.

Zu Beginn sorgte Lara Schreiber mit einem Geigenstück für einen musikalischen Auftakt. Im Anschluss entführten die Märchentexte das Publikum unter anderem in die Welt der „Schlafenden Schönheit“, zu einem magischen Spiel oder begleiteten einen Märchenhelden auf seinem abenteuerlichen Weg.

Interaktives Programm: Märchenrätsel und Spielszenen

Eine besondere Idee: Fünftklässler gestalteten sogenannte Märchenstandbilder. Sie stellten bekannte Szenen aus den Märchen der Brüder Grimm nach und forderten das Publikum mit kleinen Rätseln heraus. Auch andere Darbietungen, wie das Abenteuer des „Bauernsohns im Schreckental“ oder das Märchen rund um die „Drei Goldenen Schlüssel“, brachten lebhafte Spielszenen und viel gute Laune auf die Bühne.

Lehrreiche Fabeln mit aktueller Botschaft

Die vorgestellten Fabeln griffen bekannte Sprichwörter und Redensarten auf. Am Ende jeder Geschichte stand eine moralische Lehre – etwa beim Wettlauf des Chamäleons gegen den Leoparden unter dem Motto „Langsam, aber sicher“.

Spannende Sagen aus der Region

Für Begeisterung sorgten die Sechstklässler auch mit Volkssagen, die sie nach eigener Vorstellung bearbeiteten. Sie berichteten beispielsweise von der legendären Höhle am Staffelberg oder den verschwundenen Häusern von Langlau und bereicherten damit das Programm um regionale Geschichten mit packenden Details.

Abschluss und Wertschätzung

Den Abschluss bildete ein Klavierstück von Tilda Akin, das die Zuhörenden ebenso wie die zuvor dargebotenen Texte mit Applaus belohnten. Das positive Echo zeigte sich in vielen zufriedenen Gesichtern – der Abend war als Anerkennung der jungen Schreibenden und ihrer Leistungen gedacht.

Büchereileiterin Carolin Göttinger betonte die Bedeutung solcher Veranstaltungen und dankte den engagierten Lehrkräften Cornelia Rudolf, Isabella Vavvas, Andrea Schwarz, Tanja Sußbauer, Bianca Glaser, Anne Krug und Miriam Schreiber für ihre Unterstützung und das Ermöglichen dieses besonderen Abends.

Der märchenhafte Literaturabend zeigte eindrucksvoll, wie viel kreatives Potenzial in den jüngsten Schülerinnen und Schülern steckt – und wie bereichernd ein Einblick in ihre Fantasiewelten sein kann.

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