Gunzenhausen stärkt die Seniorenarbeit

Seniorenbeirat, Stadtrat und Netzwerkpartner planen mehr Austausch, Kulturangebote und ein seniorengerechtes Quartierskonzept.

Gunzenhausen stärkt die Seniorenarbeit
Fiktives KI-Symbolbild zum Beitrag: Gunzenhausen stärkt die SeniorenarbeitKI-generiert mit OpenAI · Herausgeber: Die Stadt Redaktion

In Gunzenhausen wird Seniorenarbeit derzeit mit deutlich spürbarem Anspruch an Austausch, Zusammenarbeit und konkrete Perspektiven weiterentwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie ein gutes Alter künftig aussehen kann und welche Strukturen nötig sind, damit ältere Menschen möglichst lange selbstbestimmt, lebendig und verbunden im vertrauten Umfeld bleiben können.

Gespräche zwischen Seniorenbeirat, Stadtrat und Netzwerkpartnern

Vertreterinnen und Vertreter des Gunzenhäuser Seniorenbeirats sowie Netzwerkpartner des „Runden Tisches für Seniorenfragen“ kamen im vergangenen Herbst gemeinsam mit den Fraktionen des Stadtrats zusammen, um Perspektiven für eine zukunftsweisende Seniorenpolitik zu entwickeln. Nach Angaben der Pressemitteilung wurde dabei transparent und zielgerichtet über denkbare Lösungen gesprochen.

Im Zentrum stand die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Stadtrat und Seniorenbeirat. Außerdem ging es um einen besseren Zugang zu kulturellen Angeboten für ältere Menschen sowie um die Entwicklung eines seniorengerechten Quartierskonzepts.

Ein Blick auf die Quartiersarbeit

Unter dem Motto „Begegnung(t)räume – für ein gesundes Alter schaffen“ setzte die Veranstaltung einen weiteren Schwerpunkt. Als Gastreferentin berichtete Ariane Winter aus der Gemeinde Büchenbach über ihre Erfahrungen in der Quartiersarbeit. Dabei hob sie hervor, wie wichtig eine zentrale Koordinationsstelle mit „Kümmererfunktion“ für die konkrete Unterstützung älterer Mitmenschen sein kann.

Solche „Kümmerer“ können laut Mitteilung nicht nur kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sein, sondern zugleich Wegweiser und Netzwerker. Damit wird deutlich, dass es in der Seniorenarbeit nicht nur um Angebote, sondern auch um verlässliche Orientierung geht.

Demografische Entwicklung erhöht den Handlungsdruck

Die Pressemitteilung verweist auf die demografische Entwicklung als wichtigen Hintergrund der Diskussion. Der Anteil der über 65-Jährigen steigt demnach weiter an. Bis 2035 soll diese Gruppe rund 30 Prozent der Gesamtbürgerschaft ausmachen.

Erster Bürgermeister Matthias Hörr betonte in diesem Zusammenhang, dass die ältere Generation damit stärker in den Fokus rückt. Die Stadtentwicklung sehe sich neuen Herausforderungen gegenüber. Dazu gehörten eine bedarfsgerechte Infrastruktur und Mobilitätsangebote, die an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst werden müssen.

Das übergeordnete Ziel sei eine lebendige Stadt, in der sich alle Generationen wohlfühlen.

Seniorengerechte Quartiersentwicklung als zentraler Baustein

Als wesentlicher Ansatz wird in der Mitteilung eine seniorengerechte Quartiersentwicklung beschrieben. Diese bilde sinnvollerweise drei Säulen ab:

  • Wohnen und Grundversorgung
  • Unterstützung und Pflege
  • Beratung und soziale Netzwerke
  • In konstruktiven Arbeitsgruppen seien die Chancen einer weitsichtigen Quartiersentwicklung ausführlich diskutiert worden. Zugleich seien auch die großen Herausforderungen benannt worden.

    Herausforderungen der Umsetzung

    Thomas Thill machte in der Pressemitteilung deutlich, dass es Hürden gebe, wenn Netzwerkpartner zusammenarbeiten. Hinzu komme, dass die Umsetzung Geld koste und eine Finanzierung langfristig gesichert sein müsse. Auch zusätzliches Personal und passende Räume seien erforderlich.

    Auf solche Fragen gebe es nur gemeinsame Antworten. Daher sei der Austausch zwischen den Beteiligten notwendig.

    Gute-Pflege-Lotsen als konkrete Option

    Als konkrete Möglichkeit wurden sogenannte „Gute-Pflege-Lotsen“ genannt. Sie sollen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen unterstützen, indem sie aktiv auf Betroffene zugehen, niedrigschwellige Beratung anbieten und organisatorische Hilfe leisten.

    Darüber hinaus sollen sie relevante Akteure vernetzen, um die pflegerische Versorgung sowie die Pflegeprävention vor Ort zu stärken.

    Fokus auf Teilhabe und Begegnung

    Die Mitteilung stellt klar, dass es letztlich um mehr geht als um Versorgungsstrukturen. Im Mittelpunkt stehen Lebensqualität, Teilhabe und echte Begegnung. Gunzenhausen wolle sich dafür mit Leidenschaft einsetzen.

    Die gemeinsame Arbeit von Verwaltung, Stadtrat, Seniorenbeirat und Netzwerkpartnern zeige, dass die Stadt am Beginn einer hoffnungsvollen Entwicklung stehe – hin zu einer Stadt, in der gutes Altern möglich und sichtbar wird.

    Weitere Informationen

    Nähere Informationen zum Seniorenbeirat sind unter

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