Gunzenhausen eröffnet innovativen Klimaplatz
Nachhaltige Stadtentwicklung trifft Erinnerungskultur in der Waagstraße

Mitten im Herzen von Gunzenhausen ist ein besonderer, neuer Ort entstanden, der nicht nur dem Klimaschutz, sondern auch dem sozialen Miteinander und der Erinnerungskultur gewidmet ist. Der frisch eröffnete Klimaplatz in der Waagstraße hinter dem Stadtmuseum steht beispielhaft für innovative Stadtentwicklung, die den aktuellen Herausforderungen des Klimawandels begegnet und das städtische Zusammenleben fördert.
Ein Zeichen für zukunftsorientierte Stadtplanung
Die Stadt Gunzenhausen reagiert mit dem neuen Klimaplatz auf die steigenden Temperaturen, die das Stadtklima zunehmend belasten. Gerade alte Stadtzentren sind von Hitzestaus betroffen, weshalb Rückzugs- und Erholungsorte immer wichtiger werden.
„Mit dem Klimaplatz haben wir ein deutliches Zeichen für eine zukunftsorientierte Stadtplanung gesetzt“, betont Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. Der Park, der einen Teil der bisherigen Parkflächen ersetzt, steht für eine klare Priorisierung von Lebensqualität und Umweltschutz.
Gestaltungselemente für mehr Lebensqualität
Der Klimaplatz wurde gemeinschaftlich vom Stadtbauamt und dem Landschaftsplanungsbüro Ermisch & Partner geplant und umgesetzt. Besonders hervorzuheben sind:
„Die Bepflanzung ist ein natürliches Kühlelement und das Wasser sorgt für Erfrischung“, erklärt Stadtbaumeister Max Pelczer. Die so gestaltete Anlage schafft Raum für Begegnung, fördert die Biodiversität und macht das Stadtbild klimafreundlicher.
Vielseitige Funktionen des Platzes
Der Klimaplatz dient zugleich als Verkehrs-, Kommunikations- und Erholungsraum. Die offizielle Einweihung ist für das kommende Frühjahr vorgesehen. Die Gesamtkosten von 470.000 Euro werden zu rund 80 % durch die Bayerische Staatsregierung gefördert.
Integration von Geschichte und Erinnerungskultur
Nicht nur als grüne Oase, sondern auch als Denkmal wurde der Platz konzipiert. Richtung Rathausstraße wurden Steine integriert, die einst Teil eines jüdischen Gebäudes waren. Sie erinnern an die ehemalige Synagoge, die einst an diesem Ort stand, und dienen als Mahnmale an die Geschichte Gunzenhausens.
Künstlerische Akzente und städtebauliche Integration
Die Rückwand des Stadtmuseums, die dem Platz zugewandt ist, wurde aufwendig saniert und präsentiert nun ein kunstvolles Fenster, das anlässlich der 1100-Jahr-Feierlichkeiten im Jahr 1924 eingeweiht wurde.
Landschaftsplanerin Lucia Ermisch hat dem Klimaplatz ihren gestalterischen Stempel aufgedrückt. Gemeinsam mit der Stadt Gunzenhausen realisierte sie bereits Projekte wie den Mehrgenerationenspielplatz „Platz für Alle“ und die Neugestaltung des Stadthallenvorplatzes.
Soziale Integration und Projektleitung
Der Klimaplatz versteht sich auch als Ort der Integration und des gesellschaftlichen Austauschs. Projektleiter Markus Keil vom Stadtbauamt leitete die Umsetzung der vielfältigen Maßnahmen.
Wie Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz zusammenfasst: „In Gunzenhausen sollen sich Menschen wohlfühlen und daher legen wir das Augenmerk auf eine kontinuierliche Steigerung der Lebensqualität.“
Mit dem neuen Klimaplatz betritt die Stadt Gunzenhausen einen innovativen Weg im Umgang mit Klimaanpassung, Stadtraumgestaltung und Erinnerungsarbeit – und sendet dabei ein deutliches Signal für mehr Lebensqualität, Nachhaltigkeit und Zusammenhalt.
Weitere Bilder



Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.