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Gunzenhausen bereitet sich auf Seniorenboom vor

Bis 2035 sollen 30 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein – neue Angebote und ein Seniorenbüro sollen Teilhabe und Selbstbestimmung fördern

Von Redaktion Gunzenhausen22.01.26, 08:19

In diesem Artikel

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Thomas Thill

Die Stadt Gunzenhausen sieht sich angesichts des demografischen Wandels vor wegweisende Aufgaben gestellt: In den kommenden zehn Jahren wird der Anteil der über 65-Jährigen auf etwa 30 Prozent der Bevölkerung anwachsen. Bereits jetzt leben 4.197 Menschen dieser Altersgruppe in Gunzenhausen, und bis 2035 wird ihre Zahl voraussichtlich auf über 5.100 steigen.

Gemeinsame Konzepte für eine altersgerechte Stadt

Um diesen Entwicklungen zu begegnen, setzt der Seniorenbeirat der Stadt Gunzenhausen in enger Kooperation mit der Stadtverwaltung auf eine moderne und vorausschauende Seniorenpolitik. Im Zentrum steht dabei nicht die reine Versorgung, sondern vielmehr die aktive Einbindung älterer Menschen in die Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens.

Thomas Thill, Vorsitzender des Gunzenhäuser Seniorenbeirats, unterstreicht: "Eine erfolgreiche Seniorenpolitik entsteht unter Einbindung aller Parteien. Seniorinnen und Senioren sollen nicht nur Betroffene, sondern engagierte Mitgestalter einer lebendigen Stadtgesellschaft sein."

Schwerpunkte: Teilhabe, Vernetzung und Beteiligung

  • Fortführung der „Runden Tische für Seniorenarbeit“
  • Engere Vernetzung aller kommunalen Akteure
  • Umfassende Seniorenbedarfsplanung
  • Zielgerichtete Bürgerveranstaltungen und Befragungen
  • Mit diesen Maßnahmen möchte die Stadt die Bedürfnisse und Erwartungen der älteren Generation noch gezielter erfassen und ein breiteres Spektrum an Angeboten entwickeln.

    Erweiterung bestehender Angebote und gezielte Unterstützung

    Schon heute profitieren Seniorinnen und Senioren in Gunzenhausen von vielfältigen Initiativen wie Seniorencafés, Spielnachmittagen oder Ausflügen. Doch mit der alternden Gesellschaft nimmt auch das Risiko von Einsamkeit und sozialer Isolation zu – besonders für jene, die sich aus eigener Kraft kaum am gesellschaftlichen Leben beteiligen können. Daher sollen bestehende Programme weiter ausgebaut und verstärkt auf die Bedürfnisse dieser Personengruppen zugeschnitten werden, sowohl in der Kernstadt als auch in den Ortsteilen.

    Die Babyboomer-Generation rückt zunehmend ins Rentenalter und bringt wachsende Ansprüche an ein aktives, selbstbestimmtes Leben mit. Die Einbindung dieser Generation erhält daher besondere Priorität für die künftige Ausrichtung der Seniorenarbeit.

    Neue Initiativen und Projekte in Planung

    Ein zentrales Vorhaben könnte die Einrichtung eines leicht zugänglichen Seniorenbüros sowie eines Seniorentreffpunkts werden. „Hier wird es auf geeignete Standorte ankommen“, so Thomas Thill.

    Kurz erklärtniederschwellig

    Niederschwellig bedeutet, dass ein Angebot besonders leicht zugänglich ist und ohne große Hürden oder Formalitäten genutzt werden kann. Ziel ist es, möglichst vielen Menschen die Teilnahme zu ermöglichen.

    Zusätzlich empfiehlt der Seniorenbeirat ein seniorengerechtes Quartierskonzept nach dem Vorbild vieler bayerischer Kommunen.

    Kurz erklärtQuartierskonzept

    Ein Quartierskonzept ist eine Strategie zur Entwicklung von Nachbarschaften, bei der Angebote wie Beratung, Begegnung und Unterstützung geschaffen werden, um das selbstständige Leben von Menschen im vertrauten Wohnumfeld zu fördern.

    Dabei stehen folgende Bereiche im Mittelpunkt:

    • Wohnen
    • Grundversorgung
    • Unterstützung und Pflege
    • Beratung
    • Soziale Netzwerke
    • Ziel ist es, Teilhabe sowie nachbarschaftliches Miteinander zu stärken und Seniorinnen und Senioren ein möglichst langes, selbstbestimmtes Leben im eigenen Umfeld zu ermöglichen.

      Mehr Informationen zum Gunzenhäuser Seniorenbeirathttps://www.gunzenhausen.de/seniorenbeirat.html

      Die Stadt Gunzenhausen und ihr engagierter Seniorenbeirat setzen damit wichtige Impulse für eine altersfreundliche Gesellschaft, in der die ältere Generation als gestaltender Teil der Gemeinschaft im Mittelpunkt steht.

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