Fesselnde Fotografie in Gunzenhausen

Ausstellung mit Werken von Vera Trescher zeigt regionale Luft- und Makrofotografien bis Mai 2025

Fesselnde Fotografie in Gunzenhausen
Bild zum Beitrag© Redaktion Gunzenhausen

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Die Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen präsentiert aktuell eine Ausstellung der Treuchtlinger Fotografin Vera Trescher. Unter dem Leitgedanken „Fotografieren heißt Geschichten erzählen“ werden die Besucher bis zum 16. Mai 2025 eingeladen, in die Welt der Digitalfotografie einzutauchen und die Vielseitigkeit der Künstlerin zu entdecken. Die Ausstellung bietet eindrucksvolle Einblicke in Landschaften, Architektur und überraschende Tierbeobachtungen, festgehalten durch das besondere fotografische Gespür der Künstlerin.

Facettenreiche Motive: Von Landschaften bis Luftaufnahmen

Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Landschaftsfotografien aus dem Fränkischen, ergänzt durch Reisefotografien und zahlreiche fotografische Entdeckungen. Besonders hervorzuheben sind luftige Perspektiven: Als Hobby-Pilotin gelingen Vera Trescher einmalige Luftaufnahmen aus dem Altmühlfränkischen und von den umliegenden Seen. Diese unverwechselbaren Ansichten bieten den Betrachtern neue Blickwinkel auf vertraute Regionen.

Auch die Tierwelt spielt in ihrem Schaffen eine große Rolle. Vera Trescher geht oftmals auf Vogelpirsch oder hält flüchtige Begegnungen mit Insekten und anderen Tieren fest. Ihre Beobachtung einer Ameisenkolonne, die aus einer Pfütze Wasser trinkt, brachte ihr bei den Weißenburger Fototagen 2022 den Publikumspreis für diese Makro-Aufnahme ein.

Architektur, Strukturen und technische Raffinesse

Die Ausstellung beleuchtet zudem die fotografische Auseinandersetzung mit architektonischen Motiven. So werden etwa Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Stuhlreihen in der Allianz-Arena München oder des Hochregals der Firma Altmühltaler Mineralwasser präsentiert. Diese Werke sind nicht nur technisch raffiniert umgesetzt, sondern laden die Besucher ein, die Motive als Bilderrätsel zu begreifen. Ein weiteres Beispiel für die technische Versiertheit der Künstlerin ist eine Nachtaufnahme eines ICE, die durch eine lange Belichtungszeit eine faszinierende Wirkung erzielt.

Blick in die Biografie: Leidenschaft für das Fotografische Sehen

Vera Trescher wurde 1958 in der Lüneburger Heide geboren und wuchs in Hannover auf. Bereits als Jugendliche widmete sie sich begeistert der Fotografie. Ihre fotografische Laufbahn wurde durch die Asahi Pentax K 1000, ein Geschenk ihres Bruders, entscheidend geprägt. Seitdem setzt sie sich intensiv mit fotografischen Grundbegriffen wie Blende, Belichtungszeit und Tiefenschärfe auseinander.

Mit dem Wechsel zur Digitalfotografie und der Teilnahme an den Fototagen im Jahr 2015 öffnete sich für Trescher ein neuer Horizont. Beim Weißenburger Fotostammtisch verfeinerte sie ihr technisches Können und entwickelte einen ausgeprägten fotografischen Blick für Perspektive und Komposition. Seit 2017 setzt sie außerdem digitale Bildbearbeitung in Photoshop ein, um ihren Werken den letzten Schliff zu verleihen.

Berufliche Stationen und künstlerisches Selbstverständnis

Von 2022 bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand war Vera Trescher im Fotostudio Treuchtlingen, einer Zweigstelle des Fotostudios Höttingen, tätig. Sie selbst betont, dass für sie nicht die Perfektion im Mittelpunkt steht, sondern die emotionale Wirkung und die erzählte Geschichte eines Bildes. Ihr Leitmotiv lautet: „Fotografie bedeutet für mich nicht Perfektion, sondern die Frage: Berührt mich das Bild, erzählt es eine Geschichte?“

Unverhoffte Verbindungen: Fotografie trifft Literatur

Eine besondere Verbindung zur Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen entstand durch ein literarisches Projekt: Eines ihrer Werke, eine stimmungsvolle Aufnahme vom „Fossa Carolina“, wurde als Titelbild für den Krimi „Mord im Altmühltal“ von Martin Meyer ausgewählt. So wird auch das Zusammenspiel von Fotografie und Literatur in der aktuellen Ausstellung sichtbar.

Informationen für Besucherinnen und Besucher

  • Die Ausstellung ist noch bis zum 16. Mai 2025 in den Räumen der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen zu sehen.
  • Gezeigt werden Digitalfotografien mit Motiven aus der Region, aus der Vogelperspektive, überraschende Makroaufnahmen und architektonische Kompositionen.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders für Kunst- und Fotografieinteressierte sowie für alle, die die Region einmal aus neuen Blickwinkeln erleben möchten.
  • Die Ausstellung gibt einen umfassenden Einblick in das facettenreiche Schaffen Vera Treschers und zeigt, wie Fotografien Geschichten erzählen und Emotionen wecken können. Die Erlebniswelt zwischen Technik, Kreativität und Leidenschaft bleibt noch bis Mitte Mai 2025 offen für neugierige Besucherinnen und Besucher.

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