Bahnhof Gunzenhausen: Sicher durch Kampfmittelfund

Umbau zur barrierefreien Mobilitätsdrehscheibe trifft auf besondere Sicherheitsvorkehrungen bei möglichen Weltkriegsbomben

Bahnhof Gunzenhausen: Sicher durch Kampfmittelfund
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert mit OpenAI · Herausgeber: Die Stadt Redaktion

Die Revitalisierung des Bahnhofsgeländes Gunzenhausen schreitet sichtbar voran. Als wichtiges Tor zum Fränkischen Seenland entsteht hier eine moderne Mobilitätsdrehscheibe, an der die Deutsche Bahn umfangreiche Maßnahmen zur Barrierefreiheit umsetzt. Im Hintergrund bereiten Behörden und Einsatzkräfte jedoch auch den Umgang mit möglichen Gefahren aus der Vergangenheit vor.

Hintergrund: Mögliche Sprengmittel im Boden

Das Areal des Gunzenhäuser Bahnhofs wurde gegen Ende des Zweiten Weltkriegs stark bombardiert. Bei den aktuellen Bauarbeiten ist nicht ausgeschlossen, dass noch explosive Altlasten – sogenannte Kampfmittel – im Erdreich verborgen liegen. Diese stellen trotz der vergangenen Jahrzehnte weiterhin eine reale Gefahr dar.

Falls bei den Bauarbeiten eine Fliegerbombe oder ein anderes Sprengmittel entdeckt wird, darf dieses Fundstück unter keinen Umständen einfach entfernt oder außerhalb des Fundorts gesprengt werden. Die Einwirkung von Korrosion oder Witterung kann eine Entschärfung zusätzlich erschweren. In solchen Fällen beurteilen speziell ausgebildete Sprengstoffexperten die Lage und koordinieren alle weiteren Maßnahmen.

Absicherung und Evakuierung

Die Stadtverwaltung Gunzenhausen hat sich gemeinsam mit Polizei, Bahn, Hilfsorganisationen und weiteren Institutionen intensiv auf das Szenario eines Kampfmittelfundes vorbereitet. Bei einem Fund greifen sorgfältig ausgearbeitete Einsatz- und Evakuierungspläne.

  • Im unmittelbaren Umfeld des Fundortes – mindestens 100 Meter, bei größeren Bomben bis zu einem Kilometer – muss ein Sperrkreis eingerichtet werden.
  • Evakuierungen erfolgen zügig und verpflichtend, um die Sicherheit aller Anwohner und Passanten zu gewährleisten.
  • Straßen, Wege und Plätze werden innerhalb des Evakuierungsbereichs gesperrt. Die Anordnung wird konsequent von den Einsatzkräften umgesetzt.
  • Die Koordination und Kommunikation laufen über verschiedene Kanäle: Lautsprecherfahrzeuge, Internetauftritte der Stadt und Warn-Apps wie Katwarn. Für alle kurzfristig auftretenden Fragen werden Online-FAQ-Seiten sowie ein Bürgertelefon eingerichtet.

    Vorbereitung und Informationsquellen

    Es ist ratsam, sich schon vorab auf eine mögliche Evakuierung einzustellen. Die Stadt empfiehlt den Bürgerinnen und Bürgern, sich Gedanken über Ausweichmöglichkeiten, persönliche Medikamente und Unterstützungsbedarf zu machen.

    • Die Informationsplattform des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe liefert hilfreiche Checklisten und Videos, insbesondere zur Frage, was ins Notgepäck gehört.
    • Einen Ratgeber für Notfallvorsorge stellt die Stadt Gunzenhausen gedruckt im Rathaus bereit.
    • Für Betroffene stehen die Turnhalle sowie gegebenenfalls Notunterkünfte in der Grundschule Süd und bei Bedarf in der Realschule Hensoltshöhe zur Verfügung.
    • Bürgerinnen und Bürger ohne eigene Transportmöglichkeit können den eingerichteten Bustransfer nutzen. Genaue Informationen dazu erfolgen online.
    • Informationen der Stadt Gunzenhausenhttps://www.gunzenhausen.de

      Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfehttps://www.bbk.bund.de

      Ruhe bewahren und den Anweisungen folgen

      Im Falle eines Kampfmittelfundes ist es zentral, ruhig zu bleiben und die Anweisungen der erfahrenen Einsatzkräfte zu befolgen. Der Bürgermeister Karl-Heinz Fitz betont: „Wir bereiten uns auf einen Fall X vor, der hoffentlich nie eintritt. Doch Vorsicht ist besser als Nachsicht. Sollte tatsächlich am Bahnhof ein Kampfmittel gefunden werden, dann bleiben Sie bitte ruhig und befolgen Sie die Instruktionen der Einsatzkräfte. Die Damen und Herren sind vorbereitet, gut ausgebildet und haben alles im Griff.“

      Service und Ansprechpartner

      Für weitergehende Fragen steht das Sachgebiet I/2 – Digitalisierung, Mobilität, Wahlen und Bevölkerungsschutz der Stadt Gunzenhausen zur Verfügung. Das Angebot umfasst Informationsseiten im Netz, ein Bürgertelefon im Ereignisfall und die persönliche Beratung vor Ort.

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