Auszeichnung für Alfred Müller in Gunzenhausen

Ehrenteller für sein Jahrzehnte langes Engagement in Vereinen, Kultur und Politik in Frickenfelden

Auszeichnung für Alfred Müller in Gunzenhausen
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Alfred „Schnacksl“ Müller wurde vor kurzem mit dem Ehrenteller der Stadt Gunzenhausen ausgezeichnet – eine Ehrung, die für außerordentliche Verdienste im Bereich des Ehrenamts vergeben wird. Die feierliche Übergabe fand im Markgrafensaal des Hauses des Gastes statt. Zahlreiche Wegbegleiter, Vertreter der Stadt sowie Vereinsmitglieder würdigten Müllers herausragendes Engagement insbesondere für den Ortsteil Frickenfelden.

Langjähriges Engagement für die Gemeinschaft

Alfred Müller, geboren 1949 im österreichischen Villach, kam 1970 aus beruflichen Gründen nach Gunzenhausen und etablierte sich bald als festes Mitglied der Dorfgemeinschaft. Besonders im Sportverein zeigte er über 15 Jahre hinweg als Betreuer und Jugendtrainer großes Engagement. Sein Einsatz für Kinder und Jugendliche setzte sich auch im Obst- und Gartenbauverein Frickenfelden fort, in dem er seit 2012 den Vorsitz innehat. Hier überzeugte er vor allem durch den Aufbau einer aktiven Nachwuchsarbeit.

Kulturelle Impulse und Identifikationsfigur

Müllers Wirken geht weit über das Sportliche hinaus. Seine Liebe zum Theater brachte ihn zur örtlichen Theatergruppe, in der er – beispielsweise als Frickenfelder Dorfratschn in der Faschingszeit – bis heute Publikum und Mitwirkende begeistert. 1994 initiierte er die Dorfzeitung, die bis heute Bestand hat. Zudem ist er Mitbegründer des Kunst- und Kulturvereins „KuKaF“, ein wichtiger Meilenstein für die kulturelle Entwicklung der Region.

Sein Spitzname „Schnacksl“ ist Teil seiner Identität und wurde ihm in den 1980er Jahren verliehen, als ein Kollege von seiner Umtriebigkeit besonders beeindruckt war. Heute ist Müller weit über Frickenfelden hinaus als Original bekannt und gilt vielen als Vorbild für selbstloses Engagement.

Politische Verantwortung und Ehrenamt

Auch politisch übernahm Alfred Müller Verantwortung: Nach seinem Eintritt in den beruflichen Ruhestand 2014 stellte er sich zur Wahl für den Stadtrat von Gunzenhausen – mit Erfolg. Darüber hinaus wurde er mehrfach als Ortssprecher seines Heimatortes Frickenfelden gewählt und organisierte dort zentrale Feste wie die traditionellen Kerwa-Umzüge und den „Kirchweih-Bürgermeister“.

Anerkennung auf höchster Ebene

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz würdigte Müllers langjährigen selbstlosen Einsatz mit anerkennenden Worten: „Müller ehrt eine außergewöhnliche, verdiente Persönlichkeit unserer Gemeinschaft.“ Auch Zweiter Bürgermeister Friedrich Kolb, Ortssprecher von Frickenfelden, betonte in seiner Laudatio die Bedeutung Müllers als prägendes Mitglied der Dorfgemeinschaft.

Die Feierlichkeit wurde musikalisch durch den Posaunenchor Frickenfelden begleitet. Nach offiziellen Worten und Überreichung des Ehrentellers sowie einer Urkunde, trug sich Müller in das Goldene Buch der Stadt ein. Bei einem anschließenden Imbiss im Jagdraum klang der Abend in geselliger Runde aus.

Vorbildliches Ehrenamt als gesellschaftlicher Kitt

Die Würdigung Alfred Müllers steht stellvertretend für viele engagierte Bürger, die uneigennützig ihre Zeit und Energie dem Wohl der Gemeinschaft widmen. Die Stadt Gunzenhausen rückt mit der Auszeichnung des Ehrentellers genau dieses Engagement ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.

Mit über einem halben Jahrhundert Engagement und kultureller Prägung bleibt Alfred „Schnacksl“ Müller eine prägende Persönlichkeit in und um Frickenfelden – und ein Vorbild für ehrenamtliches Wirken. Die festliche Verleihung des Ehrentellers ist dabei nicht nur Anerkennung, sondern auch ein Appell, das Ehrenamt als gesellschaftliche Aufgabe zu begreifen und zu fördern.

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