150 Jahre Gunzenhausen im Familienbild

Historische Fotos und seltene Alben zeigen den Wandel der Stadt ab 1859

150 Jahre Gunzenhausen im Familienbild
Bild zum Beitrag© Redaktion Gunzenhausen

Die Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen widmet sich in der kommenden Ausstellung historischen Familienfotos und deren Bedeutung für die Stadtgeschichte. Ab dem 24. Januar 2026 lädt die Bücherei alle interessierten Besucherinnen und Besucher dazu ein, in die bewegte Vergangenheit Gunzenhausens einzutauchen und dabei möglicherweise auch eigene familiäre Wurzeln zu entdecken.

Familien im Fokus: Einblicke in 150 Jahre Stadtgeschichte

Die Ausstellung basiert auf einer Auswahl aus der rund 17.000 Fotografien umfassenden Bildersammlung des Stadtarchivs Gunzenhausen. Besonders im Vordergrund stehen Porträts und Familienbilder traditionsreicher Gunzenhäuser Familien. Insgesamt werden 15 Familien in der Präsentation besonders hervorgehoben und ihre Geschichten von der Jahrhundertwende bis in die 1930er-Jahre erzählt.

Die Bildtexte, die gemeinsam von Stadtarchivar Werner Mühlhäußer und Babett Guthmann von der Stadt- und Schulbücherei verfasst wurden, bieten eine unterhaltsame Verknüpfung von persönlichen Erzählungen und bedeutenden lokalen Ereignissen. Ein besonderes Highlight ist die Möglichkeit für Besucher, auf den Spuren ihrer eigenen Vorfahren zu wandeln.

Fotografie als Spiegel der Zeit

Die gezeigten Fotos vermitteln mehr als nur Familienporträts. Sie dokumentieren Moden, gesellschaftliche Rollenbilder, Familienfeste und Rituale aus verschiedenen Epochen der Stadtgeschichte. Dabei eröffnet sich den Betrachterinnen und Betrachtern ein lebendiger Blick auf den städtischen Wandel sowie auf individuelle Schicksale und Traditionen.

Ein ausgewählter Teil der Porträts stammt aus Zeiten, als Fotografie ein aufwendiges Unterfangen war und Fotostudios aufgesucht werden mussten. Besonders das Atelier von Georg Michael Fettinger prägte ab 1875 die fotografische Tradition in Gunzenhausen. Fettinger betrieb sein erstes Atelier in der eigenen Mühle und eröffnete später weitere Standorte in der Stadt.

  • 1875: Eröffnung des ersten Ateliers auf der Scheupeleinsmühle
  • September 1898: Umzug in die Nürnberger Straße 26
  • 1899: Wechsel in die Spitalstraße 7
  • Ab 1909: Hensoltstraße 3 als Atelierstandort
  • 1918: Verkauf des Ateliers durch Georg Hemmer an Curt und Mina Biella
  • Familienalben als Zeitdokumente

    Ergänzt wird die Ausstellung durch zwei komplett erhaltene Familienalben aus der Sammlung des Stadtarchivs. Diese einzigartigen Objekte bieten einen weiteren authentischen Blick in das familiäre Leben vergangener Generationen.

    Bedeutung für die Besucher

    Gerade in der Weihnachtszeit, wenn das Interesse an familiären Bindungen besonders groß ist, erhält die Ausstellung eine zusätzliche Relevanz. Sie lädt dazu ein, lokale Geschichte auf sehr persönliche Weise zu erleben und ermöglicht einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

    Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt von Stadtarchivar Werner Mühlhäußer und Babett Guthmann von der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen. Ihre sorgfältigen Recherchen und die Zusammenstellung von Bild- und Textmaterial machen das Stadtarchiv für die Öffentlichkeit auf neue Weise erlebbar.

    Historisches Highlight: Die älteste Fotoaufnahme

    Ein besonderer Schatz ist das ausgestellte Bild „Kränzlein“ – eine Fotografie aus dem Jahr 1859 und die älteste Fotoaufnahme im Stadtarchiv Gunzenhausen.

    Mit dieser Ausstellung gelingt es dem Stadtarchiv und der Stadt- und Schulbücherei, Geschichte lebendig und persönlich zu vermitteln. Interessierte sind herzlich eingeladen, ab dem 24. Januar 2026 die Ausstellung zu besuchen und in die Familiengeschichten Gunzenhausens einzutauchen.

    Weitere Bilder

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    Bild zum Beitrag© Redaktion Gunzenhausen
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