Republik wider Willen: Weimar neu entdecken

Coburg lädt am 6. Oktober zu Lesungen und Musik ein – Ein Blick auf das Scheitern der Weimarer Republik und Lehren für die Demokratie von heute

Von Redaktion Coburg
Republik wider Willen: Weimar neu entdecken
Bild zum Beitrag© Redaktion Coburg

Die Stadtbücherei Coburg und die Initiative Stadtmuseum Coburg e.V. laden am 6. Oktober 2025 zu einer besonderen Abendveranstaltung ein. Unter dem Titel „Republik wider Willen“ steht die Frage im Mittelpunkt, ob das Scheitern der Weimarer Republik tatsächlich unausweichlich war – und welche Lehren daraus für die heutige Demokratie gezogen werden können.

Hintergründe zur Veranstaltung

Demokratie ist nicht nur durch einzelne gewählte Politiker gefährdet, sondern gerät immer dann ins Wanken, wenn Kompromisslosigkeit und die Diffamierung Andersdenkender den politischen Diskurs dominieren. Diese Einschätzung, die in der Ankündigung der Veranstaltung einen zentralen Platz einnimmt, zieht Parallelen von aktuellen politischen Entwicklungen – genannt werden Donald Trump und Viktor Orbán – zur Situation in der Weimarer Republik, die bereits ab ihrer Gründung 1919 mit Instabilität zu kämpfen hatte.

Doch musste diese Republik zwangsläufig scheitern? Die Veranstalterinnen und Veranstalter laden dazu ein, diese Fragestellung kritisch zu beleuchten. Dabei steht nicht nur die historische Analyse im Fokus, sondern auch der Brückenschlag in die Gegenwart, zur Frage, wie demokratischer Dialog und Kompromissfähigkeit erhalten bleiben können.

Programm und Mitwirkende

  • Dagmar Weiß (Akkordeon)
  • Stephan Mertl (Sprecher, Gesang)
  • Die Moderation sowie Auswahl der Musik- und Textbeiträge übernehmen Edmund Frey und Brigitte Maisch. Das Veranstaltungskonzept vereint moderierte Lesungen mit Texten namhafter Schriftsteller, Publizisten und Zeitzeugen mit musikalischen Beiträgen aus der Epoche der Weimarer Republik. Das Spektrum reicht dabei von Schlagern – wie „Veronika, der Lenz ist da“ – über Kabarettsongs von Kurt Tucholsky („Das Lied vom Kompromiss“) bis zu Brecht-Liedern aus der „Dreigroschenoper“.

    Historischer Kontext und Zielsetzung

    Die Veranstaltung, gefördert von der Nolte-Vogler-Stiftung, versteht sich als lebendige Annäherung an die Geschichte der ersten deutschen Demokratie. Im Mittelpunkt: Die Ambivalenz der Weimarer Zeit, die im kollektiven Gedächtnis häufig entweder als „goldene“ Ära oder als gescheitert erinnert wird. Die Veranstalter stellen beide Sichtweisen infrage und bieten Raum für differenzierte Auseinandersetzungen. Diskutiert wird auch die These, dass das Ende der Republik – die Machtübertragung an Hitler und die NSDAP im Januar 1933 – nicht zwangsläufig war.

    Teilnahme und Anmeldung

    Der Eintritt zu der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Platzreservierung wird empfohlen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

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    Veranstalter und Unterstützung

    Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft der Stadtbücherei Coburg und der Initiative Stadtmuseum Coburg e.V., gefördert durch die Nolte-Vogler-Stiftung.

    Die Veranstalter freuen sich auf einen erkenntnisreichen Abend mit anregenden Impulsen zur Vergangenheit und Gegenwart der Demokratie.

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