Neue Perspektiven in Coburg: Morziks Collagen
Stadtbücherei zeigt ab 9. Dezember kostenfreie Ausstellung „Alles was bleibt“ mit Werken aus bedrucktem Papier

Die Stadtbücherei Coburg präsentiert ab dem 9. Dezember 2025 die Ausstellung "Alles was bleibt" mit Collagen von Rainer Morzik. Die Werkschau bietet Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, neue Sichtweisen auf bekannte Bildwelten zu entdecken. Bis zum 31. Januar 2026 ist der Coburger Künstler bereits zum vierten Mal mit einer Ausstellung in der Stadtbücherei vertreten.
Über die Ausstellung und den Künstler
Rainer Morzik nutzt bedrucktes Papier, darunter Seiten aus Zeitschriften und Magazinen, als Ausgangsmaterial für seine Collagen. Seine künstlerische Methode beschreibt er als einen Prozess der Bildzerstörung. „Die Schere ist Destruktionsinstrument“, erläutert Morzik den kreativen Vorgang.
In seinen Arbeiten gehen die ursprünglichen Motive zwar verloren, doch ihre Farbwerte, Übergänge, Raster und vereinzelt auch figürliche Details bleiben erhalten. Durch gezielte Gegenüberstellung und Verschränkung des Materials eröffnet sich den Betrachterinnen und Betrachtern eine veränderte Wahrnehmung der Wirklichkeit.
Konzept und künstlerische Intention
Der Künstler verzichtet bewusst auf Bildtitel, um Klischeebildungen zu vermeiden, und versteht Collagieren als ein gestalterisches Spiel mit dem Zufall. Daraus entstehen Kompositionen, die sich zwischen formaler Abstraktion und räumlicher Tiefe bewegen. Die Ausstellung lädt dazu ein, über die Brüchigkeit und die Relativität gängiger Weltansichten nachzudenken.
Öffnungszeiten und Besuch
Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenfrei. Interessierte können die Werke während der regulären Öffnungszeiten der Stadtbücherei Coburg besichtigen:
Die Ausstellung eignet sich für ein breites Publikum und bietet kunstinteressierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, mit den Werken in einen offenen Dialog zu treten.
Mit seinem spezifischen Zugang zur Collage hinterlässt Rainer Morzik in Coburg erneut starke künstlerische Impulse. Die Ausstellung „Alles was bleibt“ ist ein spannendes Beispiel für den Umgang mit Bildmaterialien und die Hinterfragung von Sehgewohnheiten.
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