Zukunftsprojekte in Burghausen: Energie, Infrastruktur und Transformation im Fokus
Fachexkursion der Regierung von Oberbayern mit Vorträgen und Rundfahrt zu Chemiedreieck, Stromnetzen, Windenergie und wasserstofffähiger Energieversorgung
Bei einer Fachexkursion nach Burghausen hat sich die Regierung von Oberbayern über zentrale Zukunftsprojekte am Industriestandort informiert. Im Mittelpunkt standen die Transformation des Chemiedreiecks, der Ausbau der Energieinfrastruktur sowie kommunale Entwicklungen in der Stadt.
Nach Angaben der Stadt nahmen rund 40 Vertreterinnen und Vertreter der Höheren Landesplanungsbehörde sowie der Stabsstelle Energiewende an dem Termin teil. Ziel war es, sich vor Ort ein Bild von den anstehenden Veränderungen in Wirtschaft, Energieversorgung, Infrastruktur und Stadtentwicklung zu machen.
Austausch über Transformation und Energiewende
Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßte Erster Bürgermeister Florian Schneider die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Helmbrechtsaal. Er stellte die Bedeutung Burghausens als Ort heraus, an dem die Energiewende und die Transformation der Industrie unmittelbar sichtbar würden. Zugleich betonte er die Bedeutung des Austauschs zwischen Kommunen, Behörden, Unternehmen und weiteren Beteiligten.
Im ersten fachlichen Teil gab Dr. Christian Hackl, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Burghausen GmbH, einen Überblick über die Transformation des Chemiedeltas. Anschließend standen aktuelle Planungen zum Ausbau der Energieinfrastruktur auf dem Programm.
Themen der Fachvorträge
- die 380-kV-Leitung und das Umspannwerk von TenneT,
- die Windenergieplanung,
- ein geplantes wasserstofffähiges Gaskraftwerk.
Die Vorträge boten Gelegenheit zum fachlichen Austausch über Herausforderungen und Chancen der Energiewende für den Wirtschaftsstandort Burghausen.
Stadtentwicklung und kommunale Daseinsvorsorge
Im zweiten Teil der Exkursion stellten Vertreter der Stadt Burghausen wichtige kommunale Zukunftsprojekte vor. Dabei ging es um die Auswirkungen der Transformation auf die Stadtentwicklung und die kommunale Daseinsvorsorge.
Vorgestellte Projekte
- Planungen zur Ortsumfahrung,
- aktuelle Entwicklungen in der Neustadt,
- Maßnahmen zur Klimaanpassung im Sinne der Schwammstadt,
- der Stand der kommunalen Wärmeversorgung.
Einblicke in Geschichte und Industriestandort
Neben den Zukunftsthemen umfasste das Programm auch eine Führung durch die weltlängste Burg. Anschließend folgte gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Burghausen GmbH eine Rundfahrt durch das Industriegebiet.
Stationen waren unter anderem das OMV- und Wacker-Gelände, das Güterterminal, der Bannwald sowie das Kombiterminal. Vor Ort erhielten die Teilnehmer weitere Einblicke in die Entwicklung des Industriestandorts und in aktuelle Planungen im Bereich der Energieinfrastruktur.
Bedeutung für die Region
Mit der Fachexkursion unterstrich die Regierung von Oberbayern nach Angaben der Stadt die Bedeutung Burghausens als zentralen Wirtschafts- und Energiestandort in Südbayern. Der Austausch zwischen Landesplanung, Stadtverwaltung, Wirtschaft und Fachbehörden soll dazu beitragen, die anstehenden Transformationsprozesse gemeinsam und vorausschauend zu gestalten.
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