Sanierung des Georg-Miesgang-Hallenbads startet
Burghausen investiert 26,5 Millionen Euro für moderne, energieeffiziente Schwimmbad-Erneuerung bis 2027

Am vergangenen Dienstag setzte die Stadt Burghausen einen bedeutenden Schritt für die Zukunft ihrer Freizeit- und Sportlandschaft: Mit dem offiziellen Spatenstich begannen die aufwändigen Sanierungsarbeiten am Georg-Miesgang-Hallenbad. Nach mehr als 50 Jahren im Betrieb wird das weit über die Region hinaus geschätzte Schwimmbad grundlegend erneuert, um Sicherheit, Nachhaltigkeit und Modernität für kommende Generationen sicherzustellen.
Dringender Sanierungsbedarf: Sicherheit als Leitgedanke
Das 1972 eröffnete Schwimmbad steht aufgrund seines baulichen Alters an einem Wendepunkt. Statik und sicherheitsrelevante Bauteile wie die Dachträgerkonstruktion sowie der Sprungturm machen eine umfassende Erneuerung erforderlich. Auch Beckenanlagen und technische Einrichtungen haben ihren Lebenszyklus überschritten. Ohne die nun gestartete Sanierung hätte eine dauerhafte Schließung im Raum gestanden.
Die Sanierung verfolgt drei Hauptziele:
So bleibt das Hallenbad auch weiterhin ein zentraler Treffpunkt für Schul- und Vereinssport, Schwimm- und Rehakurse sowie den öffentlichen Badebetrieb in Burghausen und Umgebung.
Rekordzahlen und Bedeutung für die Region
Das Georg-Miesgang-Hallenbad verzeichnete 2025 enorme Besucherzahlen: Mehr als 250.000 Badegäste nutzten das Angebot, hinzu kamen knapp 58.000 Saunabesuche. Insgesamt besuchten damit über 308.000 Menschen die Einrichtung. Nicht zuletzt sorgt eine treue Stammkundschaft mit über 12.000 Geldwertkarteninhaberinnen und -inhabern für einen hohen Nutzungsgrad.
Bauzeitplan und Projektphasen
Die Bauarbeiten sind auf zwei Jahre angelegt. Nach der Baustelleneinrichtung im März starten die Abbrucharbeiten an Fassade und Becken. Im Mai folgt die Dachoffenlegung, während im Sommer der Bestand von 1972 wieder in den Rohbauzustand versetzt wird. Der Aufbau eines neuen Holztragwerks, Innenausbau, Fassaden- und Außenanlagen folgen im Anschluss. Die Wiedereröffnung ist für den Jahreswechsel 2027/28 geplant.
Kostenkontrolle und Finanzierung
Das Sanierungsprojekt schlägt mit rund 26,5 Millionen Euro zu Buche. Darin enthalten sind Kosten für Bau, Technik, Außenanlagen, Nebenkosten und einem Sicherheitspuffer für das Unerwartete. Sparpotenzial nutzte die Stadt Burghausen durch bewussten Verzicht auf nicht zwingend notwendige Extras wie eine Gastronomie-Verlegung und die weitere Nutzung vorhandener Infrastruktur. So konnten bereits 1,23 Millionen Euro eingespart werden.
Fördermittel stehen angesichts der wirtschaftlichen Stärke Burghausens nur begrenzt zur Verfügung. Für energetische Modernisierungen wurde ein KfW-Zuschuss von 2,5 Millionen Euro bewilligt.
Nachhaltigkeit als zentrales Sanierungsziel
Durch die Erneuerung der Technik wird der Energiebedarf des Bades künftig um etwa ein Drittel sinken. Dies reduziert die Betriebskosten für Heizung und Strom spürbar. Wesentlicher Bestandteil ist die Installation von Photovoltaikmodulen auf dem Dach des Sport- und Sprungbeckens mit einer Leistung von 269 Kilowatt-Peak. Eine zugehörige Speicheranlage mit 132 Kilowattstunden sorgt für zusätzliche Effizienz.
Ein kompletter Neubau des Hallenbades wurde aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen ausgeschlossen. Die Kostenschätzung für einen Abriss und Neubau hätte sich auf rund 90 Millionen Euro belaufen.
Stimme der Stadtspitze
Beim Spatenstich betonte Erster Bürgermeister Florian Schneider die Bedeutung der Maßnahme:
„Mit der Sanierung des Georg-Miesgang-Hallenbades investieren wir gezielt in Sicherheit, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit. Wir sichern damit ein überregional bedeutendes Sport- und Freizeitangebot und senken gleichzeitig dauerhaft die Betriebskosten durch moderne, energieeffiziente Technik.“
Beteiligte und Ablauf
Am symbolischen Spatenstich beteiligten sich neben Bürgermeister Florian Schneider unter anderem Vertreter der Baufirma Pfeiffer Bau, Architekt Josef Krautloher, Stadtbaumeister Manfred Winkler, die Bauleitung und die Bäderleitung. Sie alle wünschen sich einen reibungslosen Bauverlauf, damit die Bevölkerung bald wieder von den Vorteilen des modernisierten Bades profitieren kann.
Standortvorteil Burghausen
Die Salzachstadt Burghausen ist bekannt für ihre Kombination aus innovativer Infrastruktur, hoher Lebensqualität und kultureller Vielfalt. Als Teil des Bayerischen Chemiedreiecks und mit der längsten Burg der Welt zieht Burghausen nicht nur Erholungssuchende, sondern auch Unternehmen und Arbeitskräfte an. Mit dem Sanierungsprojekt des Hallenbades manifestiert die Stadt erneut ihren Anspruch, sowohl für Einwohner:innen als auch für Gäste attraktiv zu bleiben.
Mit dem offiziellen Baustart am Georg-Miesgang-Hallenbad setzt Burghausen auf eine sichere, innovative und nachhaltige Zukunft für eine ihrer wichtigsten Freizeiteinrichtungen.
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