Neues Zuhause für Waldrappen in Burghausen

20 innovative Brutnischen eröffnet – Projekt zur Wiederansiedlung der Ibis-Vögel gestartet

Neue Brutnischen für den Waldrapp in Burghausen

Burghausen. Am 4. März 2025 fand die Eröffnung neuer Brutnischen für den Waldrapp an der Burgmauer statt. Der Förderverein Waldrappteam präsentierte mit Unterstützung der Stadt Burghausen diese erweiterten Nistplätze, die Teil eines LIFE-Projekts zur Wiederansiedlung der Ibis-Vögel sind.

Ein aufregendes Ereignis

Die beiden Waldrapp-Weibchen beobachteten neugierig das Geschehen. Die Vögel kamen aus Grünau in Oberösterreich und scheinen schon zu wissen, dass es bald spannend wird. Die Verantwortlichen des Waldrapp-Teams erwarten in den kommenden Tagen die Ankunft weiterer Waldrappe, inklusive einer Gruppe aus der Toskana.

20 neue Brutnischen

In den letzten Monaten wurden die alten Brutnischen abgebaut und durch 20 neue, unterschiedlich große Holz-Nischen ersetzt. Acht davon sind mit Kameras ausgestattet, die das Brutverhalten der Tiere live übertragen. Die Planung und der Bau wurden von lokalen Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Burgen-Schlösserverwaltung realisiert.

Waldrapp-Attrappen als kreative Methode

Um die Vögel zum Brüten zu animieren, setzen die Projektverantwortlichen Waldrapp-Attrappen in den Nischen ein, was 2024 bereits in Überlingen erfolgreich war.

Finanzierung und Unterstützung

Die Realisierung des Projekts kostete insgesamt 53.250 €, wovon die Deutsche Wildtier Stiftung knapp die Hälfte übernahm. Die Stadt Burghausen und der Förderverein stellten den Rest durch verschiedene Initiativen und Spenden zur Verfügung.

Eckdaten des Projekts

  • 2004: Start in Burghausen mit der ersten Handaufzucht
  • 2012: Erste Brut von Waldrappen
  • 2014: Montage der ersten Brutnischen
  • 2023/24: Erneuerung der Brutnfrastruktur
  • Der Bürgermeister spricht

    Burghausens Erster Bürgermeister Florian Schneider lobte bei der Eröffnung die neuen „Wohnungen“ der Waldrappen. Das Projekt zur Wiederansiedlung dieser fast ausgerotteten Vögel sei sowohl spannend als auch wissenschaftlich wertvoll. Internationale Tierforscherin Jane Goodall besuchte ebenfalls die Kolonie im Jahr 2023.

    Die ersten Waldrapp-Küken erwarten die Experten im April. Für weitere Informationen zum Projekt steht ein Anhang zum Download bereit: Hier herunterladen.

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