BarrierefreiheitEinfache Sprache
RautenReport Logo
LandkreiseVeranstaltungen

Rechtliches

  • Impressum
  • Datenschutz
  • AGB
  • KI-Hilfsmittel
  • Transparenzbericht
  • Unsere Quellen
  • Über uns
  • Styleguide

Verlag & Partner

  • Hessen App GmbH
  • dashdesign;
  • Die Stadt App
  • Die Mittelhessen-App
  • Herold News

Service

  • Kontakt
  • Problem melden
  • Werbung schalten
  • PUR-Abo & Kündigung

Folgen

  • LinkedIn · RautenReport
  • YouTube · @rautenreport-bayern

© 2026 Hessen App GmbH

Sprache wählen

Neues Zentrum im Salzachareal Burghausen

Technikum und VR Bank prägen Umgestaltung mit barrierefreien Radwegen und mehr Grün

Von Redaktion Burghausen04.12.25, 15:41

In diesem Artikel

FS
Florian Schneider
VB
Vincenzo Bucci
FH
Florian Hobmeier
BB
Ben Bertsche

Die Stadt Burghausen befindet sich derzeit in einer wichtigen Phase umfangreicher städtebaulicher Veränderungen im Bereich des Salzachareals. Mit der Errichtung des Technikums und dem benachbarten Neubau der VR Bank entsteht das neue Salzachzentrum, das nicht nur neue Nutzungsmöglichkeiten, sondern auch eine Neugestaltung der Verkehrsführung in angrenzenden Straßen mit sich bringt.

Neugestaltung der Marktler Straße und begleitende Maßnahmen

Im Rahmen des Neu- und Ausbaus werden insbesondere die Verkehrsflächen rund um das Salzachzentrum neu definiert. Anpassungen an der Badhöringer Straße, wie das Angleichen eines Höhenunterschieds von etwa 0,5 Metern, machen deutlich, dass die bisherige Straßeninfrastruktur grundlegend umgestaltet werden muss.

Im November sprach sich der Burghauser Stadtrat mehrheitlich für eine künftige Fahrbahnbreite von 6,80 Metern auf der Marktler Straße aus. Dieser Beschluss sorgte jedoch für Nachfragen und vereinzelt für Verunsicherung in der Bevölkerung, auch angesichts unterschiedlich dargestellter Informationen in einer Bürgerversammlung.

Transparente Kommunikation und konstruktiver Austausch

Um Missverständnissen entgegenzuwirken und die Planungen transparent zu machen, lud die Stadt Burghausen Vertreter von Feuerwehr, Polizei und weiteren Institutionen zu einem öffentlichen Meinungsaustausch ein. Neben Bürgermeister Florian Schneider nahmen unter anderem Kreisbrandrat Vincenzo Bucci und der 1. Kommandant der Feuerwehr, Florian Hobmeier, teil. Das Bayerische Rote Kreuz konnte krankheitsbedingt nicht persönlich erscheinen.

Zu Beginn stellte Bürgermeister Schneider die städtebaulichen Pläne und den zeitlichen Ablauf der Entwicklungen vor. Ein zentrales Thema war dabei die Gestaltung der Verkehrsflächen: Auf beiden Seiten der Marktler Straße werden Radwege mit je 2 Metern Breite eingeplant – jedoch ohne Bordsteine oder bauliche Abtrennungen zur Fahrbahn. Damit ergibt sich eine durchgehend ebene und barrierefreie Verkehrsfläche von insgesamt 11,20 Metern Breite.

Besonderheiten für den Einsatzfall

Diese bauliche Lösung ermöglicht es, dass der fließende Verkehr bei Bedarf problemlos auf die Radwege ausweichen kann – ein entscheidender Vorteil insbesondere für Rettungsfahrzeuge in Notfallsituationen. Die Feuerwehr befürwortete nach genauer Prüfung daher die neue Fahrbahnbreite ausdrücklich. Auch die Polizei begrüßte die geplante, klare Trennung der Verkehrsarten, die einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leistet.

Kurz erklärtBarrierefrei

Barrierefrei bedeutet, dass ein Bereich ohne Hindernisse oder Einschränkungen nutzbar ist – beispielsweise für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder in Notfällen für Rettungsfahrzeuge.

In den Gesprächen wurde weiterhin bestätigt, dass die neue Straßenaufteilung selbst unter maximaler Verkehrsbelastung einsatzgeeignet bleibt – etwa während der Hauptverkehrszeiten am Morgen sowie ab dem frühen Abend, wenn es bislang auf der Marktler Straße regelmäßig zu kurzen Rückstaus kommt. Die barrierefreien Radwege stehen im Einsatzfall als zusätzliche Ausweichflächen zur Verfügung.

Begründung der Neugestaltung: Mehr Grün und Aufenthaltsqualität

Bürgermeister Schneider verwies auf den übergeordneten Zweck der Straßenverschmälerung – von ursprünglich etwa 9,3 Metern auf 6,80 Meter zuzüglich beidseitiger Radwege. Ziel der Umgestaltung sei es, den Stadtraum aufzuwerten, mehr Grünflächen zu schaffen und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Stadtbaumeister Manfred Winkler ergänzte, dass auch die Vorgaben aus der Städtebauförderung eine maßgebliche Rolle spielen: Eine größere Straßenbreite würde zu einer Reduzierung der Fördermittel führen, da nicht das maximale Verkehrsaufkommen, sondern die Qualität des öffentlichen Raums gefördert wird.

Kurz erklärtStädtebauförderung

Städtebauförderung bezeichnet finanzielle Hilfen von Bund und Ländern für Kommunen, um die Lebensqualität und Stadtentwicklung gezielt zu verbessern – beispielsweise durch die Gestaltung von Straßen, Plätzen oder Grünflächen.

Planung nach fachlichen Vorgaben und gemeinsamer Abstimmung

Alle beteiligten Institutionen – Feuerwehr, Polizei und Stadtverwaltung – bewerten die Planungen nach den aktuellen Richtlinien für Stadtstraßen (RASt 2006) als fachlich korrekt und praxistauglich. Problemstellen bei der Durchfahrt von Einsatzfahrzeugen werden nicht auf der Marktler Straße, sondern allenfalls an anderen Stellen wie in Teilen der Robert-Koch-Straße gesehen.

Bereits vor rund eineinhalb Jahren haben Feuerwehr, Polizei und BRK eine gemeinsame Stellungnahme zu den Plänen abgegeben. Das zuletzt geführte Gespräch sorgte für zusätzliche Klarheit und Bestätigung der getroffenen Entscheidungen.

Beteiligte und Ansprechpartner

  • Florian Schneider – Erster Bürgermeister
  • Manfred Winkler – Stadtbaumeister
  • Ben Bertsche – Polizei Burghausen
  • Florian Hobmeier – 1. Kommandant der Feuerwehr Burghausen
  • Stefan Simon – Tiefbauamt
  • Vincenzo Bucci – Kreisbrandrat
  • Martin Hinterwinkler – Leiter des Ordnungsamtes
  • Alexandra Königseder

    Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Stadt Burghausen

    Fazit

    Die Pläne für die zukünftige Gestaltung des Salzachareals und insbesondere der Marktler Straße stehen auf einer fundierten Basis. Durch die barrierefreien und multifunktionalen Verkehrsflächen kann nicht nur der moderne Stadtverkehr effizient abgewickelt, sondern auch die Sicherheit im Einsatzfall dauerhaft gewährleistet werden. Dank der frühzeitigen und transparenten Beteiligung aller relevanten Akteure ist der Weg für ein grünes, verkehrssicheres und zukunftsfestes Stadtzentrum geebnet.

    Eigene Anzeige

    Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

    Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

    Jetzt anfragen→

    Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern:

    WhatsAppFacebookXE-Mail

    Artikel anhören

    Ihr Browser unterstützt die Audiowiedergabe nicht.