Zugbegleiter und 29-Jähriger geraten im ICE in Streit

Bundespolizei setzt unmittelbaren Zwang ein, stellt die Identität fest und veranlasst nach Ausfallerscheinungen eine Blutentnahme

Außerplanmäßiger Halt eines ICE nach Streit mit Zugbegleiter

Ein aggressiver Fahrgast hat am Dienstagmorgen, 4. August, für einen außerplanmäßigen Halt des ICE 1104 in Bamberg gesorgt. Wie die Bundespolizeidirektion München mitteilte, informierte die Deutsche Bahn die Bundespolizei gegen 7 Uhr über den Vorfall. Der Zug war von Nürnberg in Richtung Erfurt unterwegs.

Nach Angaben der Bundespolizei war ein 65 Jahre alter Zugbegleiter mit einem 29-jährigen Mann in Streit geraten, weil dieser keinen gültigen Fahrausweis vorweisen konnte. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll der 29-jährige Pole den Zugbegleiter gegen den Oberkörper gestoßen haben. Der Zugbegleiter erlitt demnach Schmerzen.

Der ICE hielt daraufhin außerplanmäßig in Bamberg. Dort konnten Einsatzkräfte der Bundespolizei den Streit zunächst schlichten. Während der anschließenden Aufnahme des Sachverhalts soll der Beschuldigte jedoch erneut auf den Geschädigten losgegangen sein.

Die Beamten setzten nach Polizeiangaben daraufhin unmittelbaren Zwang ein und legten dem Mann Handfesseln an. Da er kein Ausweisdokument bei sich hatte, wurde seine Identität über das Gemeinsame Zentrum der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Świecko festgestellt.

Im Rahmen der Maßnahmen stellten die Einsatzkräfte bei dem Beschuldigten laut Mitteilung Ausfallerscheinungen fest. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde eine Blutentnahme angeordnet. Anschließend brachte der Rettungsdienst den Mann zur weiteren Behandlung in ein Klinikum.

Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung sowie des Erschleichens von Leistungen ein.

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