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Kultur und Unterhaltung

Tag des offenen Denkmals® in Bamberg: „NetzWERKE“ und rund 56 historische Orte

Am 13. September 2026 öffneten sich in Bamberg zum Aktionstag am Maxplatz zahlreiche Denkmale – bundesweit waren es über 7.000.

Von Redaktion Bamberg13.09.26, 18:01

Die bundesweite Eröffnung zum Tag des offenen Denkmals® hat am Sonntag, 13. September 2026, in Bamberg zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Welterbestadt gelockt. Nach Angaben der Stadt kamen bis zu 10.000 Menschen zum Aktionstag rund um den Maxplatz.

Unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“ öffneten allein in Bamberg rund 56 historische Orte ihre Türen. Bundesweit waren es über 7.000 Denkmale. Mit dem Durchschneiden eines Bandes gaben Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier, Staatssekretär Martin Schöffel, die Vorstandsmitglieder der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Dr. Juliane Parys und Dr. Steffen Skudelny, sowie die Bamberger Denkmal-Eigentümer Katharina und Kilian Schumm den offiziellen Startschuss für das Kulturereignis.

Programm am Maxplatz und an vielen Orten der Stadt

Die Eröffnung am Maxplatz wurde von Florian Buchmaier moderiert und musikalisch unter anderem vom Spielmannszug „Die Bamberger Stadtpfeifer“ sowie dem Ensemble „Doloctemble“ begleitet. Direkt am Neuen Rathaus gab es den ganzen Tag über einen „Markt der Möglichkeiten“, künstlerische Darbietungen sowie Kultur- und Mitmachangebote. Am Nachmittag traten unter anderem die inklusive Tanzgruppe „Wankelkontakt“ und die Kultband „Bambägga“ auf.

Bei Führungen, Spaziergängen, Schaubaustellen und weiteren Angeboten konnten die Besucherinnen und Besucher Denkmale aus unterschiedlichen Perspektiven erleben. Zu den bekannten Orten, die neu oder aus ungewohnten Blickwinkeln zugänglich waren, zählten die Alte Hofhaltung, die Neue Residenz, das Alte Rathaus, St. Michael und die Altenburg. Auch zahlreiche private und sonst verschlossene Gebäude waren Teil des Programms.

Denkmalpflege zum Anfassen

Ein Schwerpunkt lag auf den Schaubaustellen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Am barocken Wohnhaus am Michelsberg waren Restaurierungsarbeiten unmittelbar vor Ort zu sehen. Auch im ehemaligen Domherrenhof in der Oberen Karolinenstraße und im ehemaligen Gärtneranwesen in der Siechenstraße wurde gezeigt, wie historische Bausubstanz untersucht, gesichert und für die Zukunft erhalten wird.

Dr. Steffen Skudelny hob bei der Eröffnung die besondere Verbindung zwischen Denkmalschutz und Bamberg hervor. Er sagte: „Kaum eine Stadt macht die Bedeutung des Denkmalschutzes so eindrucksvoll erlebbar wie Bamberg. Die herausragende Denkmalsubstanz und die exzellente Ausbildung an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg prägen auch unsere Arbeit, denn viele unserer Kolleginnen und Kollegen haben hier studiert. Den Tag des offenen Denkmals in Bamberg zu eröffnen, ist für uns daher ein echtes Nachhausekommen.“

Geschichte und Gegenwart im Blick

Das Motto „NetzWERKE“ wurde in Bamberg nicht nur an historischer Infrastruktur sichtbar. Mit Formaten wie „Kirchenräume neu erleben“ mit VR-Technik, dem Gesprächsformat „Wer lebt im Denkmal? Soziale Räume in Bamberg“ und dem Bürgerlabor „NetzWERKE: Was Bamberg zusammenhält“ richtete sich der Blick auch auf die Frage, wie historische Räume heute genutzt werden und welche Bedeutung sie für das gesellschaftliche Miteinander haben.

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg gab in der ehemaligen Dominikanerkirche Einblicke in moderne Methoden der Denkmalforschung. Im Zentrum Welterbe stand mit der Ausstellung „Welterbe und Nachhaltigkeit“ zudem die Frage im Mittelpunkt, welche Impulse historisches Bauen für eine nachhaltige Zukunft geben kann.

Die städtische Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar bewertete die bundesweite Eröffnung als Erfolg und sagte, sie habe das Welterbe detailreich einer breiten Öffentlichkeit nähergebracht. Sie dankte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für das Vertrauen, die Veranstaltung nach Bamberg zu vergeben, sowie den vielen privaten und öffentlichen Eigentümerinnen und Eigentümern für die Bereitschaft, ihre historischen Gebäude zu präsentieren.

Auftakt bereits am Vorabend

Bereits am Vorabend war der Tag des offenen Denkmals mit der Aufnahme des Livepodcasts „Der Rest ist Geschichte“ im Alten E-Werk eingeläutet worden. Dort sprachen Deutschlandfunk-Moderator Jörg Biesler sowie die Historiker Dr. Muriel Gonzales Athenas und Prof. Dr. Reinhold Reith über Geschichte und Gegenwart des Handwerks. Bei einer Abstimmung gaben über zwei Drittel der Besucherinnen und Besucher an, dass es schlimm sei, wenn Handwerksberufe verschwinden, weil damit wichtige Fähigkeiten verloren gingen.

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