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Smart City Bamberg: Auf Erfolgskurs

15 von 17 Projekten im Plan – Digitale Anwendungen starten 2026

Von Redaktion Bamberg03.12.25, 16:28

In diesem Artikel

DS
Dr. Stefan Goller
SG
Sascha Götz

Das Programm Smart City Bamberg befindet sich auf der Zielgeraden und präsentierte im Stadtrat den aktuellen Stand der geförderten Digitalisierungsprojekte. Wirtschafts- und Digitalisierungsreferent Dr. Stefan Goller hob hervor, dass die Umsetzung bislang weitgehend reibungslos läuft und viele Vorhaben bereits konkrete Verbesserungen für Bürgerinnen und Bürger bringen. Der Stadtrat bekräftigte mit großer Mehrheit das weitere Vorgehen.

Smart City: Fortschritte und Erfolge seit 2020

Seit Bamberg im November 2020 Teil des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen wurde, hat sich die Stadt sichtbar weiterentwickelt. Aktuell befinden sich von 17 gestarteten Projekten – davon 14 auf Bundes- und drei auf EU-Ebene – 15 im geplanten Zeit- und Kostenrahmen. Zu den ersten sichtbaren Ergebnissen gehört das gemeinsam mit dem Jugendamt realisierte Ferienportal, das seit Juni 2025 bereits 4.850 Buchungen bearbeitet hat.

Dr. Stefan Goller betont: „Das Programm ist wie eine Frischzellenkur für die Stadtverwaltung.“ Viele Fachämter hätten seither wichtige Kompetenzen im agilen Arbeiten, Projekt- und Prozessmanagement aufgebaut und ausgebaut. Bamberg setzt bei der Weiterentwicklung gleichermaßen auf lokale wie auch internationale Vernetzung, was unter anderem zur Einwerbung zusätzlicher EU-Förderungen beigetragen hat.

Projekte unter Vorbehalt: Überarbeitete Umsetzungswege

Vier Projekte standen im vergangenen Jahr unter Vorbehalt, mussten also anpassen oder kritisch überprüft werden. Inzwischen sind die Entscheidungswege klar, sodass folgende Lösungen beschlossen wurden:

  • Lebensmittelplattform: Statt einer eigenen Lösung wird künftig die Plattform Miteinander.de das Thema Lebensmittelverschwendung unterstützen.

  • Parkplatzleitsystem: Zunächst werden Oberflächensensoren auf Schwerbehindertenparkplätzen installiert, die in Echtzeit über die Belegung informieren. Eine spätere Ausweitung auf Parkhäuser wird geprüft.

  • Crowdsensing-App: Die angedachte App zur Spende von Umweltdaten konzentriert sich jetzt ausschließlich auf anonymisierte Mobilitätsdaten des Fuß- und Radverkehrs.

  • Stadtteilbüros für Digitales: Durch umfassende Beratungsangebote wird die digitale Teilhabe in den Quartieren gestärkt.

    Digitale Lösungen mit konkretem Alltagsnutzen

    Für das Engagement im Smart City-Programm gab es im Stadtrat überwiegend Zustimmung und Lob; lediglich zwei Gegenstimmen gab es beim aktuellen Beschluss. Viele der zunächst abstrakt wirkenden Themen haben mittlerweile einen sichtbaren Alltagsnutzen, so die Einschätzung im Rat.

    Programmleiter Sascha Götz zeigte sich optimistisch: „Wir sind zuversichtlich, dass die digitalen Anwendungen angenommen werden, denn sie wurden ja aus Ideen der Bevölkerung entwickelt. Der Bedarf ist also da und die Verwaltung wurde einbezogen, um den Betrieb sicherzustellen.“

    Im Frühling 2026 steht die Veröffentlichung der Smart City-App sowie von Bamberg-Miteinander.de bevor. Dann können sich die Bürgerinnen und Bürger direkt von dem Nutzen der digitalen Lösungen überzeugen.

    Kurz erklärtCrowdsensing

    Crowdsensing bezeichnet das Sammeln von Daten durch eine große Zahl freiwilliger Nutzer. Oft kommen dabei Smartphones oder Sensoren zum Einsatz, um beispielsweise Umweltdaten oder Mobilitätsdaten anonymisiert zu erfassen.

    Kooperationen und Vernetzung als Erfolgsfaktoren

    Viele der Smart City-Projekte basieren auf Kooperation mit anderen Kommunen und profitieren von nationalen und internationalen Partnerschaften. Diese Zusammenarbeit half Bamberg nicht nur, Kosten zu sparen, sondern ermöglichte auch den Zugang zu zusätzlichen Förderungen aus EU-Töpfen.

    Blick in die Zukunft

    Mit der geplanten Veröffentlichung zentraler Digital-Anwendungen im Frühjahr 2026 und dem weiteren Ausbau der digitalen Infrastruktur will Bamberg den Mehrwert für die Bevölkerung stetig ausbauen. Der aktuelle Stadtratsbeschluss markiert hierfür einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur smarten Stadt.

    Bei der Meilensteinfeier im Mai 2023 wurde bereits der Start der Umsetzungsphase gefeiert – seitdem ist Bamberg einen deutlichen Schritt auf dem Weg zur digitalen Modellstadt weitergegangen. Die nächsten Monate werden zeigen, wie die neuen Anwendungen im Alltag angenommen werden.

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    Smart City Bamberg: Auf Erfolgskurs
    Foto: stadt.bamberg.de

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