Neue Bronzeglocken erklingen in St. Michael
Am 5. Juli können Besucher in Bamberg die frisch geweihten Glocken besichtigen und bei Vorträgen mehr über ihre Geschichte erfahren – dazu gibt es kostenloses „Benedictus“-Bier

Die ehemalige Abteikirche St. Michael in Bamberg erhält sechs neue Glocken, die am Samstag, den 5. Juli 2025, erstmals öffentlich aus nächster Nähe bestaunt werden können. Zwischen 11 und 16 Uhr haben Besucherinnen und Besucher auf dem Baufeld vor der Kirche die einmalige Gelegenheit, die im vergangenen Winter gegossenen Bronzeglocken zu besichtigen.
Besichtigung und Kurzvorträge am 5. Juli
Die Bürgerspitalstiftung Bamberg, Eigentümerin der Klosteranlage, lädt alle Interessierten zu dieser seltenen Präsentation der neuen Glocken ein. Begleitend werden um 13, 14 und 15 Uhr kurze, informative Vorträge direkt auf der Baustelle gehalten, die Einblicke in die Entstehung und Besonderheiten der Glocken geben.
Erst einen Tag zuvor, am 4. Juli, wurden die Glocken in einer feierlichen Zeremonie durch Erzbischof Herwig Gössl geweiht – allerdings im Kreis geladener Gäste. Nun soll ganz Bamberg die Möglichkeit erhalten, sich ein Bild von den neuen Klängen zu machen, bevor das Geläut im Nordturm der Kirche angebracht wird und das akustische Herzstück von St. Michael für die nächsten Jahrhunderte bildet.
Kulinarischer Beitrag: "Benedictus"-Bier und mehr
Als weiteres Highlight spendiert Stefan Stenglein, der mit St. Michael auch beruflich eng verbunden ist, ein eigens zu diesem Anlass gebrautes fränkisches Bier namens „Benedictus“. Kostenfrei ausgeschenkt wird dieses Bier, ebenso wie alkoholfreie Getränke – solange der Vorrat reicht. Eine Spende für die weitere Sanierung und den Unterhalt der Kirche ist willkommen und geht direkt an die Bürgerspitalstiftung Bamberg.
Hintergründe zur Glockenerneuerung
Die sechs neuen Glocken wurden im November 2024 in der Kunstgießerei Rincker im hessischen Sinn gefertigt. Jede Glocke trägt einen eigenen Namen: Gabriel, Raphael, Maria, Elisabeth und Katharina. Die sechste Glocke, das „Silberglöckchen“, ist eine Besonderheit: Ursprünglich im Jahr 1614 gegossen und nach dem Zweiten Weltkrieg verschollen, wird dieser Name nun wieder am Geläut präsent sein.
Ursprünglich verfügte St. Michael bis 1610 über elf Glocken, von denen bis zuletzt nur fünf in Betrieb waren. Mit der aktuellen Sanierung wird das Ziel verfolgt, den historischen Klang wiederherzustellen und die alten Glocken künftig zu entlasten. Stiftungsexperte Bertram Felix betont: „Mit den im vergangenen Winter gegossenen Bronzeglocken vervollständigen wir das Klangbild von St. Michael“.
Wichtige Hinweise zum Event
Die Veranstaltung bietet eine außergewöhnliche Möglichkeit, ein Stück Bamberger Geschichte live zu erleben, das nur selten so zugänglich ist. Wer sich für das beeindruckende Handwerk des Glockengusses oder die Traditionspflege der Kirche interessiert, sollte sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen.
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