Nach 17 Jahren: Projekt „Gute Fee“ zieht den Stecker!

Was bedeutet das für die Zukunft der Kinderhilfsangebote in Bamberg?

Von Redaktion Bamberg
Nach 17 Jahren: Projekt „Gute Fee“ zieht den Stecker!
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Projekt „Gute Fee“ nimmt Abschied

Ein Rückblick auf eine kinderfreundliche Initiative

Das Projekt „Gute Fee“ war seit 2008 in Bamberg ein fester Bestandteil des Stadtbilds. Mit aim war es, durch die „7 goldenen Regeln“ Hilfsbereitschaft und Solidarität gegenüber Kindern in der Innenstadt zu fördern. Kinder konnten in teilnehmenden Geschäften Hilfe finden und, bei Bedarf, Ressourcen wie Telefone oder Toiletten benutzen. Knapp 100 Geschäfte nahmen teil, erkennbar am gut sichtbaren Logo in Eingangsbereichen und Schaufenstern. Doch nun wurde das Projekt eingestellt.

Der Anfang und der Wandel

Gestartet vom Mütterzentrum Känguruh, Stadtjugendamt, der Familienbeauftragten, dem Stadtmarketing und Stadträtin Karin Gottschall, spiegelte „Gute Fee“ ein Verständnis der Hilfestellung wider, das inzwischen von der Realität überholt wurde. Kinder mit eigenen Handys sind heute mobiler und unabhängiger als je zuvor, und immer mehr besuchen Ganztagseinrichtungen.

Hürden und Herausforderungen

Neben den gesellschaftlichen Veränderungen litt das Projekt auch unter mangelndem Interesse seitens der Geschäfte und steigenden Verwaltungsaufwand für den Stadtjugendring. Der Verein Chapeau Claque, langjähriger Unterstützer, musste sich zudem aus Personalgründen zurückziehen. Schlussendlich entschlossen sich alle, das Projekt zum Jahresende 2024 auslaufen zu lassen. Ein weiterer Grundstein zu bauend ist, dass die bereits geleisteten Spendengelder zurückerstattet werden.

Ein Blick in die Zukunft

Auch wenn die „Gute Fee“ in den Ruhestand geht, bleibt der Bedarf für kinderfreundliche Initiativen bestehen. Der Stadtjugendring arbeitet daran, den Kinderstadtplan von 2015 zeitgemäß zu aktualisieren – hier werden finanzkräftige Sponsoren benötigt. Die Beteiligten sind sich einig darüber, dass neue Ideen nötig sind, um Bamberg weiterhin kinderfreundlich zu gestalten.

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