Klimaschutzpreis 2025: Bambergs Engagement im Fokus
15 Projekte aus Stadt und Landkreis werden für nachhaltige Initiativen und Umweltbildung ausgezeichnet

Die Vergabe des Klimaschutzpreises 2025 durch die Klima- und Energieagentur Bamberg (KEA) stand ganz im Zeichen des regionalen Engagements für Klima- und Umweltschutz. Zum dritten Mal wurden in Stadt und Landkreis Bamberg vorbildliche Initiativen gewürdigt, die einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Region leisten.
Auszeichnung für Vielfalt und Innovation
Bei der diesjährigen Verleihung reichten Engagierte insgesamt 32 Projekte ein, aus denen der Regionale Klimabeirat 15 Gewinnerprojekte auswählte. Die Preisverleihung fand im Landratsamt statt und gab den 90 anwesenden Gästen anhand von Videobeiträgen einen Einblick in die Vielfalt und Innovationskraft der eingereichten Projekte. Dominik Wiehl von der KEA führte durch den Abend. In seiner Begrüßung hob der stellvertretende Landrat Bruno Kellner die Bedeutung der engagierten Akteure hervor, deren Mut und Ausdauer bei der Umsetzung von Klimaprojekten unverzichtbar seien.
Projekte aus der Praxis: Von Biodiversität bis Klimamessung
Der Gemeinschaftsgarten "Wurzelwiese" von Roland Birley und der Naturgarten von Antonia Schott-Bartning setzen auf Totholzhecken, Sandarien, Obstbäume und heimische Sträucher, um klimaresiliente Lebensräume zu schaffen und die Biodiversität zu fördern.
Mit einem Netz von Klimamessstationen möchte der Bürgerverein Bamberg Mitte die Bevölkerung für lokale Klimaveränderungen sensibilisieren und auf die Notwendigkeit von Anpassungsstrategien hinweisen.
Die Kreisgruppe des BUND Naturschutz stärkt mit ihrem Artenkennerprojekt das Wissen über heimische Tier- und Pflanzenarten und fördert durch Nachwuchsarbeit das Bewusstsein für den Artenschutz.
Siegfried Weid aus Stegaurach engagiert sich für eine naturnahe Beweidung mit Auerochsen und Wasserbüffeln – ein weiterer prämiierter Beitrag nachhaltiger Landnutzung.
Schulen und Unternehmen als Vorreiter
Schulen setzten ebenfalls starke Akzente beim diesjährigen Wettbewerb:
An der Staatlichen Realschule Ebrach wurde die Klimafreundlichkeit des Schulstandortes systematisch untersucht. Ziel ist es, Denkprozesse und Engagement der Schüler für Energieeffizienz, Biodiversität und Ressourcenschonung zu fördern.
Die Grund- und Mittelschule Schlüsselfeld integriert den Unterricht im eigenen Schulwald, um nachhaltiges Umweltbewusstsein durch praktische Erfahrungen zu vermitteln.
Auch Unternehmen wurden ausgezeichnet: Die Brauerei Kundmüller Weiher verfolgt seit Jahren erfolgreich eine umfassende Nachhaltigkeitstransformation. Betten Friedrich aus Bamberg steht mit einer dachintegrierten Photovoltaikanlage auf einem denkmalgeschützten Gebäude für zukunftsgerichtetes, unternehmerisches Handeln.
Würdigung und Inspiration
Die Urkunden und Präsente überreichten Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke und der stellvertretende Landrat Bruno Kellner persönlich: „Sie leisten einen wichtigen Beitrag, damit die Region zukunftsgerecht entwickelt werden kann“, betonte Oberbürgermeister Starke.
Die Veranstaltung bot zudem Raum für Austausch und Vernetzung: Bei einem kleinen Buffet konnten sich Teilnehmende zu den einzelnen Projekten austauschen und die Erfolge gemeinsam feiern.
Klimaschutzpreis als Impulsgeber
Die Klima- und Energieagentur Bamberg prämierte jedes der ausgewählten Projekte mit 1.000 Euro Preisgeld. Die Auszeichnung soll über die eigentlichen Gewinner hinaus Menschen ermutigen, sich mit eigenen Ideen für den Schutz von Klima und Natur einzubringen.
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Der Klimaschutzpreis 2025 verdeutlicht eindrucksvoll, wie vielfältig und engagiert die Region Bamberg beim Umwelt- und Klimaschutz handelt. Die prämierten Projekte und ihre Ideengeber setzen starke Impulse für eine nachhaltige Zukunft – und laden zur Nachahmung ein.
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