BarrierefreiheitEinfache Sprache
RautenReport Logo
LandkreiseVeranstaltungen

Rechtliches

  • Impressum
  • Datenschutz
  • AGB
  • KI-Hilfsmittel
  • Transparenzbericht
  • Unsere Quellen
  • Über uns
  • Styleguide

Verlag & Partner

  • Hessen App GmbH
  • dashdesign;
  • Die Stadt App
  • Die Mittelhessen-App
  • Herold News

Service

  • Kontakt
  • Problem melden
  • Werbung schalten
  • PUR-Abo & Kündigung

Folgen

  • LinkedIn · RautenReport
  • YouTube · @rautenreport-bayern

© 2026 Hessen App GmbH

Sprache wählen

Jubiläumssemester der vhs Bamberg Stadt: Bildung und Begegnung im Fokus

Eröffnung am 17. September mit Blick auf die Entwicklung seit 1946 und die Frage, wie gesellschaftliche Teilhabe künftig in Bamberg verankert wird

Von Redaktion Bambergvor 2 Tagen
Personen posieren in einer Gruppe vor einem Gebäude im Außenbereich.
Personen posieren in einer Gruppe vor einem Gebäude im Außenbereich.Foto: Stadtarchiv Bamberg, Jürgen Schraudner Bild 1: Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier und VHS-Leiterin Dr. Anna Scherbaum schneiden den Geburtstagskuchen an. Bild 2: Baureferentin Annegret Michler würdigte die Volkshochschule als bedeutenden „Dritten“ Ort“ für Bamberg. Bild 3: Welcher Ort in Bamberg steht für Sie für Begegnung, Austausch und Teilhabe? An Pinnwänden konnten die ausgefüllten Karten angeheftet werden. Bild 4: VHS-Leiterin Dr. Anna Scherbaum mit Baureferentin Annegret Michler, die die Festrede hielt, und Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier. Auskünfte zum Thema: STADT BAMBERG, Volkshochschule Bamberg Stadt vhs im Alten E-Werk, Tränkgasse 4, 96052 Bamberg Andrea Grodel, Tel.: 0951/87-1112, E-Mail: [email protected]Bild 1 von 4

Mit einem Rückblick auf 80 Jahre Volkshochschule und einem Ausblick auf ihre Rolle in der Stadtgesellschaft hat die vhs Bamberg Stadt am Donnerstag, 17. September, ihr Jubiläumssemester eröffnet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Bedeutung der Volkshochschule als Bildungs- und Begegnungsort sowie die Frage, wie Bildung, Austausch und gesellschaftliche Teilhabe künftig in Bamberg verankert werden können.

VHS-Leiterin Dr. Anna Scherbaum, Baureferentin Annegret Michler und Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier würdigten die Volkshochschule dabei als wichtigen „Dritten Ort“ zwischen Zuhause und Arbeitsplatz. Scherbaum stellte unter dem Leitgedanken „Woher kommen wir? Wo stehen wir heute – und wo wollen wir hin?“ zentrale Entwicklungslinien der Einrichtung vor.

Von der Gründung 1946 bis zur heutigen vhs

Die Bamberger Volkshochschule wurde 1946 nach dem Zweiten Weltkrieg als Beitrag zum demokratischen und gesellschaftlichen Neubeginn gegründet. Bereits im ersten Trimester meldeten sich mehr als 900 Menschen an. Auf dem Programm standen neben Sprachen, Kunst und Musik vor allem Themen wie Demokratie, Politik, Gesellschaft und Geschichte. 1951 übernahm die Stadt Bamberg die Trägerschaft.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die vhs von der Abend- zur Ganztagsvolkshochschule. Mit dem Umzug ins Alte E-Werk 1988 entstand ein zentraler Ort für Bildung, Kultur und Begegnung. Gleichzeitig erweiterte die vhs ihre Zielgruppen und vernetzte sich stärker mit Einrichtungen aus Wissenschaft, Kultur und Stadtgesellschaft.

Digitale Angebote und persönliche Begegnungen

Heute gehören Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Inklusion und Integration sowie Demokratiebildung zu den zentralen Aufgaben der vhs. Digitale und hybride Lernangebote werden durch persönliche Begegnungen ergänzt. „Gerade in einer zunehmend digitalen Welt brauchen wir solche realen Orte des Verstehens und des Miteinanders“, betonte Scherbaum.

Auch die eigene Weiterentwicklung bleibt nach Angaben der vhs ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Im Jubiläumsjahr erreichte die vhs Bamberg Stadt im Excellence Framework Europe (EFE) die dritte Stufe, den dritten Stern. Das EFE soll den Reifegrad von Organisationen bestimmen und ihre Stärken sowie Entwicklungspotenziale sichtbar machen. Im Assessment wurden unter anderem Bildungsqualität, Innovationskraft, digitale Entwicklung, gesellschaftliches Engagement und Teamarbeit hervorgehoben.

Den Blick nach vorn verbindet Scherbaum mit dem Leitgedanken „Wir.bilden.Bamberg.“ Die Volkshochschule wolle weiterhin Bildung vermitteln, Menschen miteinander ins Gespräch bringen und gemeinsam mit ihnen die Stadtgesellschaft gestalten.

Vhs als „Dritter Ort“ für die Stadtgesellschaft

Baureferentin Annegret Michler stellte in ihrem Festvortrag die Bedeutung sogenannter „Dritter Orte“ in den Mittelpunkt. Neben dem Zuhause und dem Arbeitsplatz seien solche Orte wichtig für Begegnung, Austausch und gesellschaftliche Teilhabe.

Die Volkshochschule stehe dafür beispielhaft: Menschen kommen zu Sprachkursen, Vorträgen, Kultur- oder Gesundheitsangeboten und treffen dort auf Menschen unterschiedlicher Generationen, Berufe und Lebensgeschichten. Ihre Bedeutung gehe damit weit über reine Wissensvermittlung hinaus. „Die Volkshochschule bildet nicht nur Menschen. Sie bildet Stadtgesellschaft“, sagte Michler.

An Beispielen aus Amsterdam, Feldkirch und Aachen zeigte sie, wie bestehende Räume durch neue Nutzungen zu Orten der Begegnung werden können. Auch für Bamberg sieht sie Potenzial, etwa in der Reithalle, am Schlachthof oder am Bahnhof. Entscheidend sei, vorhandene Räume weiterzudenken und ihre Entwicklung gemeinsam mit den Menschen zu gestalten.

Für Bamberg formulierte Michler die Vision eines Netzes gut erreichbarer Dritter Orte, zu dem auch die vhs gehört. Diese Orte sollen Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialer Situation zusammenbringen, ohne dass sie Mitglied oder Kunde sein müssen. Zum Abschluss konnten die Gäste auf Postkarten ihren persönlichen „Dritten Ort“ in Bamberg benennen oder einen bislang fehlenden Ort skizzieren. Die Karten wurden anschließend im Foyer auf Pinnwänden gesammelt.

Stadt sagt Unterstützung zu

Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Volkshochschule für die Stadtgesellschaft und ihre Zukunft. Er erinnerte daran, dass er nur einen Steinwurf vom Alten E-Werk entfernt aufgewachsen sei und die vhs daher schon immer Teil seines familiären Umfelds gewesen sei.

Gerade in Zeiten von Künstlicher Intelligenz sei es wichtig, Wissen verlässlich vermittelt zu bekommen. Zugleich sei die vhs ein wichtiger Ort des gesellschaftlichen Austauschs. Angesichts zunehmender Spannungen brauche es Räume, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen und unterschiedliche Positionen im Dialog bleiben können.

Niedermaier sagte deshalb zu, dass die Stadt die Volkshochschule auch künftig finanziell im städtischen Haushalt absichern werde. „Die VHS braucht es heute mehr denn je“, so der Oberbürgermeister. Zudem gratulierte er Dr. Scherbaum und ihrem Team zum „hervorragenden Semesterprogramm“.

Jubiläum mit Kuchen und Musik

Zum 80. Geburtstag gehörten auch Kuchen und Musik. Ein nach dem Motiv des Jubiläums-Programmhefts gestalteter Geburtstagskuchen mit einer brennenden „80“ wurde in den Großen Saal getragen und später vom Oberbürgermeister angeschnitten und an die Gäste verteilt.

Sieben Laienmusiker der „Frensdorfer Session-Musik“ spielten „Viel Glück und viel Segen“, in das die Gäste zweistimmig als Kanon einstimmten. Einer der Musiker, Reinhard Sures, hat zudem eine besondere Verbindung zur Geschichte des Alten E-Werks: Er gehörte einst zu den Besetzern des Gebäudes und setzte sich für dessen Erhalt ein. Seit 1988 ist das Alte E-Werk zentraler Standort der Volkshochschule.

Mit dem Jubiläumssemester blickt die vhs Bamberg Stadt damit nicht nur auf ihre Geschichte zurück, sondern auch auf ihre Rolle für die Zukunft der Stadt als Ort des Lernens, der Begegnung und des gesellschaftlichen Dialogs.

Weitere Informationen zum Jubiläumssemester und zum aktuellen Programm gibt es unter www.vhs-bamberg.de.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen→

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern:

WhatsAppFacebookXE-Mail