iSo e.V. übernimmt Koordinierungs- und Fachstelle für „Demokratie leben!“ in Bamberg

iSo e.V. koordiniert in Bamberg seit August die Partnerschaft für Demokratie „Demokratie leben!“; Beratung zu Anträgen per [email protected], Jugendforum geplant.

Von Redaktion Bamberg2 Min. Lesezeit

In Bamberg hat iSo e.V. seit August 2026 die Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie übernommen. Der Verein ist damit neben der Kommune an der Umsetzung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ in der Stadt beteiligt.

Die Gesamtkoordination liegt bei Lena Kuchlbauer. Die Fachstelle arbeitet nach Angaben der Stadt mit der Kommune sowie weiteren Akteurinnen und Akteuren vor Ort zusammen und soll die Partnerschaft für Demokratie organisatorisch und inhaltlich begleiten.

Beratung für Projektideen und Förderanträge

Für Vereine, Initiativen und gemeinnützige Organisationen soll die neue Stelle eine zentrale Anlaufstelle sein. Sie unterstützt bei der Entwicklung von Projekten zur Demokratieförderung, berät zu Förderanträgen und begleitet bewilligte Vorhaben bei der Umsetzung.

Hinzu kommt die Aufgabe, Zivilgesellschaft, Verwaltung und weitere Beteiligte stärker zu vernetzen und die Fördermöglichkeiten der Partnerschaft vor Ort bekannter zu machen. Wer eine Projektidee hat oder Fragen zur Antragstellung klären möchte, kann sich per E-Mail an [email protected] wenden.

Junge Menschen sollen stärker eingebunden werden

Ein Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung junger Menschen. Die Koordinierungs- und Fachstelle unterstützt den Aufbau eines Jugendforums und will niedrigschwellige Möglichkeiten schaffen, damit junge Menschen ihre Ideen einbringen und die Entwicklung der Stadtgesellschaft mitgestalten können.

Nach Angaben der Stadt bringt iSo e.V. dafür Erfahrung aus der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie aus Demokratieförderung und politischer Bildung mit. Bis 2024 war der Verein bereits Koordinierungs- und Fachstelle für „Demokratie leben!“ im Landkreis Bamberg. Zudem verweist die Mitteilung auf Zugänge über Jugendzentren, Stadtteilarbeit und ja:ba.

Sozialreferent und Bürgermeister Jonas Glüsenkamp sagt: „Mit iSo e.V. haben wir einen erfahrenen und engagierten Partner an unserer Seite, mit dem uns bereits eine positive, erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit verbindet. Ich freue mich, dass wir diese Partnerschaft nun im Rahmen von ‚Demokratie leben!‘ weiter ausbauen und gemeinsam die demokratische Teilhabe in unserer Stadt stärken können“.

Matthias Gensner, Geschäftsführer von iSo e.V., erklärt: „Für iSo als Träger, der überwiegend mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, ist die Vermittlung und Stärkung demokratischer Kompetenzen eine unserer wichtigsten Querschnittsaufgaben. Insofern freuen wir uns, unsere Ideen und Expertise in das Bundesprogramm einbringen zu dürfen.“

Weitere Anträge für 2027 ab November

Im Herbst soll als nächster Schritt ein Bündnis aus verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie weiteren Akteurinnen und Akteuren aufgebaut werden. Es soll die Arbeit der Partnerschaft mit unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Kompetenzen ergänzen und an der strategischen Weiterentwicklung mitwirken.

Die ersten Projekte zur Förderung der Demokratie sind nach Angaben der Stadt bereits bewilligt und in der Umsetzung. Weitere Projektanträge können jederzeit gestellt werden. Für Projekte im Jahr 2027 werden ab November Anträge entgegengenommen.

Das Antragsformular und weitere Informationen stehen unter www.stadt.bamberg.de/demokratie. Perspektivisch soll auch eine eigene Homepage für die Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Bamberg eingerichtet werden.

Ziele des Programms

Die Partnerschaft für Demokratie verfolgt nach Angaben der Stadt die Ziele des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Dazu zählen die Stärkung demokratischer Teilhabe und Projekte für verschiedene Zielgruppen. Außerdem sollen Menschen, die von Diskriminierung oder anderen demokratiefeindlichen Phänomenen betroffen sind, leichter Zugang zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten erhalten. Zugleich sollen entsprechende Angebote vor Ort sichtbarer werden.

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