Ideen von Jugendlichen für den Flächennutzungsplan in Bamberg

Rund 300 Teilnehmende der PoliPin-Aktion markierten Lieblingsorte, benannten Problemstellen und lieferten Vorschläge für die Stadtentwicklung

Von Redaktion Bamberg
Schülerinnen und Schüler markieren bei der PoliPin-Aktion Orte, die sie an Bamberg besonders schätzen oder bei denen sie Verbesserungsbedarf sehen. Die Ergebnisse fließen in die Fortschreibung des Flächennutzungsplans ein.
Schülerinnen und Schüler markieren bei der PoliPin-Aktion Orte, die sie an Bamberg besonders schätzen oder bei denen sie Verbesserungsbedarf sehen.© Redaktion Bamberg (Pressemitteilung)

Jugendliche beteiligen sich an der Fortschreibung des Flächennutzungsplans

Rund 300 Jugendliche aus Bamberg haben sich mit ihren Ideen und Einschätzungen in die Fortschreibung des Flächennutzungsplans eingebracht. Die Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an einer PoliPin-Aktion, bei der sie Lieblingsorte markieren, Problemstellen benennen und Vorschläge für die zukünftige Entwicklung der Stadt machen konnten.

Nach Angaben der Stadt nahmen zwölf Klassen der Jahrgangsstufen 9 bis 11 des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums, des Franz-Ludwig-Gymnasiums und der Maria-Ward-Realschule teil. Nach einer Einführung in Aufgaben und Ziele des Flächennutzungsplans hielten die Jugendlichen ihre Einschätzungen direkt auf großformatigen Karten des Stadtgebiets fest. Mit grünen und roten Pins markierten sie Orte, die sie besonders schätzen oder an denen sie Handlungsbedarf sehen. Ergänzend erläuterten sie ihre Bewertungen auf grünen und roten Karten.

Themenschwerpunkte der Rückmeldungen

Die PoliPin-Aktion wurde vom Stadtplanungsamt Bamberg gemeinsam mit dem Stadtjugendring Bamberg sowie dem Amt für Bürgerbeteiligung der Stadt Bamberg durchgeführt. Insgesamt wurden rund 300 Rückmeldungen gesammelt und anschließend thematisch ausgewertet.

Besonders häufig nannten die Jugendlichen die Themen Grünflächen, Freizeit, Mobilität, Verkehr, Klima und Quartiere. Verbesserungsbedarf sehen viele von ihnen vor allem im Bereich des Bahnhofs, des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) und des Maxplatzes. Positive Rückmeldungen erhielten hingegen insbesondere die Grünanlagen im ERBA-Park und im Hain.

„Die Jugendlichen haben ihre Sicht auf Bamberg mit großem Engagement eingebracht und uns zahlreiche wertvolle Hinweise für die zukünftige Stadtentwicklung gegeben. Gerade ihre Perspektive zeigt, welche Themen junge Menschen bewegen und welche Qualitäten sie an ihrer Stadt schätzen. Diese Anregungen sind ein wichtiger Baustein für die Fortschreibung des Flächennutzungsplans“, sagt Esther Sinnappoo, die die Aktion mit dem Team des Stadtplanungsamtes betreut hat.

Ergebnisse gehen in das weitere Verfahren ein

Die Ergebnisse der Beteiligungsaktion werden im weiteren Verfahren den politischen Gremien vorgestellt. Hinweise, die nicht unmittelbar den Flächennutzungsplan oder den Landschaftsplan betreffen, werden laut Stadt an die jeweils zuständigen Fachämter weitergegeben.

Mit der PoliPin-Aktion habe das Stadtplanungsamt bewusst junge Menschen in die Stadtentwicklung eingebunden. „Ihre Anregungen zeigen, welche Themen die nächste Generation bewegen – und leisten einen wertvollen Beitrag für die Zukunft Bambergs“, sagt Achim Welzel, Leiter des Stadtplanungsamtes.

Was der Flächennutzungsplan regelt

Der Flächennutzungsplan ist das gesamtstädtische Planungsinstrument der Stadt Bamberg. Er zeigt, wie sich das Stadtgebiet langfristig entwickeln soll, etwa mit Blick auf Wohn- und Gewerbeflächen, Grün- und Freiflächen oder Verkehrsflächen. Er bildet die Grundlage für die weitere städtebauliche Entwicklung und dient als Orientierung für nachfolgende Planungen, zum Beispiel Bebauungspläne.

Aktuell wird der Flächennutzungsplan der Stadt Bamberg fortgeschrieben. Dabei werden nach Angaben der Stadt auch die Anregungen aus der Öffentlichkeits- und Jugendbeteiligung berücksichtigt.

PoliPin-Aktion im Überblick

  • Fortschreibung des Flächennutzungsplans
  • Rund 300 Rückmeldungen aus drei weiterführenden Schulen
  • Rund 12 Klassen der Jahrgangsstufen 9 bis 11 beteiligt
  • Themenschwerpunkte: Grün, Freizeit, Mobilität, Verkehr, Klima und Quartiere

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