Förderpreis für historische Fachwerksanierung in Bamberg

Familie Dr. Pöhlau erhält 5.000 Euro für nachhaltigen Denkmalschutz am Mittleren Kaulberg

Von Redaktion Bamberg
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Die Auszeichnung für den "Förderpreis 2025 zur Erhaltung historischer Bausubstanz" wurde an die Familie Dr. Pöhlau für ihre sorgfältige Sanierung eines bedeutenden Bamberger Baudenkmals verliehen. Im Rahmen einer feierlichen Kuratoriumssitzung würdigte Oberbürgermeister Andreas Starke das renovierte Gebäude am Mittleren Kaulberg 17 als besonders gelungenes Beispiel für nachhaltigen Denkmalschutz.

Sanierung eines historischen Einzeldenkmals

Das prämierte Gebäude, ein dreigeschossiger verputzter Fachwerkbau aus der Zeit um 1710, gilt als charakteristisches Beispiel Bamberger Baukultur. Ursprünglich als Wohn- und Geschäftshaus genutzt, wurde das Gebäude im Lauf der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet, unter anderem im späten 19. Jahrhundert mit einem Ladeneinbau sowie weiteren Veränderungen in den 1930er Jahren.

Die aktuelle Nutzung als Einfamilienhaus mit rund 200 Quadratmetern Wohnfläche verbindet traditionelles Flair mit zeitgemäßen Wohnansprüchen. Ein besonderes architektonisches Detail stellt die stehende Muttergottesstatue dar, die unter einem kunstvoll gefertigten Blechbaldachin das Straßenbild prägt.

Engagement für Denkmalschutz wird belohnt

Oberbürgermeister Andreas Starke lobte während der Preisverleihung die Liebe zum Detail, mit der die Sanierung durchgeführt wurde. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftung Weltkulturerbe Bamberg, Ulrich Bauer-Bornemann, ehrte er die Hausbesitzer Michaela und Dr. Frank Pöhlau sowie die verantwortliche Architektin Marion Zachert.

Die Verleihung des mit 5.000 Euro dotierten Förderpreises durch die Stiftung Weltkulturerbe Bamberg versteht sich als Anerkennung für das "außergewöhnliche Engagement zur Bewahrung eines Bamberger Kleinods". Diese Auszeichnung richtet sich gezielt an Hausbesitzer, die sich in vorbildlicher Weise für den Erhalt und die behutsame Modernisierung von Denkmälern einsetzen.

Preisverleihung und öffentliche Wahrnehmung

Die Übergabe der Auszeichnung fand im festlichen Rahmen des Gasthauses Graser statt. Die Laudatio unterstrich, wie wichtig ein verantwortungsbewusster Umgang mit historischer Bausubstanz für das Stadtbild Bamberg ist.

Die Familie Pöhlau und Architektin Zachert fungieren nun als Vorbilder für künftige Sanierungsprojekte in der Region. Der Preis hebt den Mehrwert hervor, den denkmalgerechte Modernisierung sowohl für das Stadtbild als auch für das kulturelle Erbe mit sich bringt.

Mit dieser Auszeichnung rücken nicht nur engagierte Hausbesitzer, sondern auch die zentrale Bedeutung des Denkmalschutzes in den Fokus der Öffentlichkeit. Das renovierte Gebäude am Mittleren Kaulberg ist ein gelungenes Beispiel für das harmonische Zusammenwirken von Tradition und zeitgemäßem Wohnen.

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