Exklusive Führung durch die Bamberger Apokalypse

Prof. Dr. Bettina Wagner erläutert die UNESCO-Handschrift in der Staatsbibliothek Bamberg am 16. Juli

Von Redaktion Bamberg
Exklusive Führung durch die Bamberger Apokalypse
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Am Mittwoch, den 16. Juli, lädt Prof. Dr. Bettina Wagner, Direktorin der Staatsbibliothek Bamberg, zu einer halbstündigen Kurzführung in der Neuen Residenz am Domplatz ein. Beginn ist um 12.30 Uhr. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Bamberger Apokalypse und die berühmte Malerschule der Reichenau.

Hintergrund: Die Ausstellung "Schöner Schein"

Die Staatsbibliothek Bamberg zeigt derzeit in ihrer Ausstellung "Schöner Schein" täuschend echte Kopien wertvoller Bücher. Diese sogenannten Faksimiles – originalgetreue Reproduktionen seltener Handschriften – ermöglichen es, bedeutende Werke zu präsentieren, ohne die empfindlichen Originale zu gefährden.

Die Bamberger Apokalypse und die Malerschule der Reichenau

Im Rahmen der Führung wird die Bamberger Apokalypse vorgestellt – die bedeutendste Handschrift in der Sammlung der Staatsbibliothek. Sie stammt aus der berühmten Malerschule der Reichenau, die um das Jahr 1000 im Benediktinerkloster auf einer Bodenseeinsel entstand. Die Handschrift selbst wurde als Stiftung Kaiser Heinrichs II. nach Bamberg gebracht und ist heute Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes.

Ottonische Buchmalerei und Herrscherbilder

Prof. Dr. Wagner ordnet die Apokalypse kunsthistorisch ein und legt in ihrer Führung besonderen Fokus auf die Herrscherbilder der ottonischen Buchmalerei. Die Malerschule der Reichenau war in dieser Epoche führend in der Ausstattung kostbarer Handschriften.

Wissenswertes zur Staatsbibliothek Bamberg

Die Staatsbibliothek ist die größte und bedeutendste Bibliothek Bambergs. Bereits seit 2003 ist sie Teil des Weltdokumentenerbes der UNESCO. Ihre Bestände umfassen einzigartige mittelalterliche Handschriften, Frühdrucke und zahlreiche Dokumente, die als kulturelles Gedächtnis der Menschheit gelten.

Besonders aufgrund ihrer fragilen Beschaffenheit werden die Originale selten gezeigt. Die Faksimile-Ausgaben bieten daher eine Möglichkeit, die Werke dennoch öffentlich zu präsentieren – sie ahmen selbst Details wie Buchmalerei, Vergoldung, Pergament und Einband exakt nach.

Details zur Führung

  • Termin: Mittwoch, 16. Juli, 12.30 Uhr
  • Ort: Staatsbibliothek in der Neuen Residenz, Domplatz 8, Bamberg
  • Dauer: ca. 30 Minuten
  • Treffpunkt: Eingangsbereich der Staatsbibliothek
  • Anmeldung: Nicht erforderlich
  • Kosten: kostenfrei
  • Der Freundeskreis Museen um den Bamberger Dom lädt alle Interessierten zur Teilnahme ein.

    Die Ausstellung läuft noch bis Ende August und bietet neben der Führung zahlreiche weitere Möglichkeiten, sich mit dem kulturellen Erbe Bambergs und der einzigartigen Buchkunst des Mittelalters auseinanderzusetzen.

    Weitere Informationen zur Ausstellung und zu den besonderen Werken erhalten Besucher vor Ort während der Veranstaltung.

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