Bamberger Drittklässler setzen auf Bremse und Sicherheit
Praktisches Projekt sensibilisiert Kinder und Autofahrer für mehr Vorsicht an Schulwegen

Im Rahmen eines bundesweit organisierten Verkehrssicherheitsprojekts stand in Bamberg der Schutz der Jüngsten im Mittelpunkt. Drittklässler der Wunderburgschule, Rupprechtschule und Martinschule engagierten sich im Projekt „Auf die Bremse, fertig, los!“, das mehr Aufmerksamkeit für sichere Schulwege schaffen möchte.
Schüler übernehmen Verantwortung für Verkehrssicherheit
Mit Begeisterung nahmen die Schülerinnen und Schüler an praktischen Übungen teil, bei denen sie das richtige Einschätzen von Geschwindigkeit und Bremswegen trainierten. In der Turnhalle führten sie Bewegungsspiele und Bremsversuche auf Rollbrettern durch, um die Wirkung von Geschwindigkeit im Straßenverkehr zu verstehen.
Der Ansatz: Kinder erleben praxisnah, wie wichtig es ist, langsam und umsichtig unterwegs zu sein. „Kinder unter zehn Jahren sind auf der Straße besonders gefährdet, weil sie Geschwindigkeiten und Bremswege noch nicht selbständig einschätzen können“, erläutert Wilutzky, einer der Verantwortlichen des Projekts. So lernen die Drittklässler, dass im Straßenverkehr vorausschauendes Fahren und rechtzeitiges Bremsen entscheidend sind.
Interaktive Aktionen auf den Straßen vor den Schulen
Im zweiten Teil des Projekts wagten sich die Kinder – von erfahrenen Fachkräften begleitet – an den Straßenrand. Mit Unterstützung durch ein Messfahrzeug kontrollierten sie die gefahrenen Geschwindigkeiten der Autofahrer vor den Schulen. Dabei gaben die Schüler ihre Rückmeldung direkt an die Fahrer: Autofahrer, die das Tempolimit einhielten, erhielten eine grüne Karte mit Daumen nach oben. Wer zu schnell unterwegs war, bekam eine rote Karte überreicht.
Dieses direkte und sichtbare Feedback durch die Kinder sensibilisierte viele Autofahrer und machte auf spielerische Weise auf Gefahrenpotenziale aufmerksam.
Kontinuität trägt Früchte
Das Projekt ist in Bamberg bewährt: Schon in den vergangenen Jahren kam „Auf die Bremse, fertig, los!“ an mehreren Grundschulen erfolgreich zum Einsatz. Als Dankeschön und Erinnerung erhielten alle Kinder einen reflektierenden „Tempo-Checker“-Stern zum Anstecken. Dieses Symbol soll nicht nur auf dem Heimweg an das Gelernte erinnern, sondern auch als Zeichen für gelebte Verkehrssicherheit dienen.
Gemeinsam für sichere Schulwege
Die Aktion wurde von der Gesellschaft für wertorientiertes Handeln (gGwH) organisiert und verdeutlicht, dass die Verkehrssicherheit auf Schulwegen alle betrifft. Neben den Kindern sind auch Eltern, Lehrkräfte und Autofahrer aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen. Die gelungene Verbindung aus Information, Praxis und direkter Ansprache macht das Projekt zu einem Vorbild für andere Regionen.
Mit ihrem Engagement setzen die Bamberger Drittklässler ein klares Zeichen: Sicheres Verhalten im Straßenverkehr beginnt mit Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und praktischer Erfahrung – zum Schutz aller Verkehrsteilnehmenden.
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