Bamberg vor Kommunalwahl: Starke setzt auf Zusammenhalt

Oberbürgermeister Andreas Starke verabschiedet sich nach 20 Jahren mit Fokus auf soziale Projekte und Infrastruktur

Von Redaktion Bamberg
Bamberg vor Kommunalwahl: Starke setzt auf Zusammenhalt
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Der Neujahrsempfang der Stadt Bamberg stand dieses Jahr ganz im Zeichen von Zuversicht, Zusammenhalt und richtungsweisenden Entscheidungen. Noch bis Ende April wird Oberbürgermeister Andreas Starke die Geschicke der Stadt lenken und dabei wichtige Weichen für Bambergs Zukunft stellen. In einer prall gefüllten Konzert- und Kongresshalle betonte Starke seine Überzeugung, dass die Bürgerinnen und Bürger bei der anstehenden Kommunalwahl am 8. März ihre Stimme nutzen und damit die Demokratie stärken sollen.

Weichenstellungen für Bamberg: Abschied mit Gestaltungswillen

In seiner Rede blickte Oberbürgermeister Andreas Starke auf zentrale Themen seiner verbleibenden Amtszeit. Er rechtfertigte das 2025 erzielte Verhandlungsergebnis mit dem Freistaat zur Zukunft des Ankerzentrums. Mit dem Erwerb des Geländes erhält Bamberg Handlungsspielraum, die Entwicklung der nächsten Jahre eigenverantwortlich zu gestalten. Starke sieht darin eine Basis für sozialen Frieden, indem verschiedene Interessen fair ausbalanciert werden:

„Wir stärken den Interessensausgleich, weil niemand gegeneinander ausgespielt wird.“

Den Anspruch an die Kommunalpolitik unterstrich der Oberbürgermeister mit klaren Leitlinien: Lebensqualität, Sicherheit, eine passende Infrastruktur, Arbeitsplätze und kulturelle Vielfalt sollen das Handeln bestimmen. All dies, so Starke, sei ein Auftrag, der über den Wahltag hinauswirkt.

Gleichstellung und Stadtentwicklung: Fortschritt bei wichtigen Projekten

Zu den weiteren Schwerpunkten zählte die sehnlich erwartete Wiedereröffnung von St. Michael am 25. April. Auf dem Gebiet der Gleichstellung meldete die Stadtverwaltung einen Meilenstein: Die Berufung von Annegret Michler als neue Baureferentin sorgt dafür, dass die Referatsleitungen nun paritätisch besetzt sind. Auch auf der Ebene der Amtsleitungen konnten mehr Frauen als Männer eingestellt werden – ein Fortschritt, der auch auf Forderungen beim Neujahrsempfang 2025 zurückgeht.

Für den 3. Februar ist ein Besuch von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius angekündigt; dabei wird unter anderem über das Muna-Gelände gesprochen. Die Signale aus der Bundeswehr deuten darauf hin, dass die Bedürfnisse der Stadt ernst genommen werden.

Stadtplanung und Umwelt: Eco-Square, Gewässerschutz und Kindertagesstätten

Mit Tiefensammlern entlang des Main-Donau-Kanals will Bamberg Gewässerschutz betreiben, das Kanalnetz entlasten und Überflutungen vorbeugen. Das städtische Bauprojekt „Eco-Square“ erhält mit einem neuen Partner weiteren Schwung; zudem plant die Otto-Friedrich-Universität, Teile des ehemaligen Karstadt-Gebäudes für Forschung und Lehre anzumieten.

Die sogenannte „Kita-Offensive“ trug dazu bei, den Bedarf an Kindergartenplätzen nahezu vollständig zu decken. Fast 600 neue Kita-Plätze wurden geschaffen – ein Wert, den Starke im bayernweiten Vergleich hervorhob.

Neue Partnerschaften und denkmalgeschützte Ereignisse

Die Stadt Bamberg wird Ende Januar eine Partnerschaft mit dem westukrainischen Mukatschewo besiegeln. Bereits im September steht der Maxplatz wiederum im Fokus, wenn dort die bundesweite zentrale Eröffnungsfeier zum „Tag des offenen Denkmals“ stattfindet.

Abschied nach zwanzig Jahren: Ein bewegender Moment

Zum Abschluss seiner Rede kündigte Andreas Starke an, nach zwanzig Jahren nicht mehr als Oberbürgermeister zu kandidieren. Mit bewegenden Worten blickt er auf seine Amtszeit zurück und wünscht Bamberg ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2026:

„Ich habe mich entschlossen, nach 20 Jahren als Oberbürgermeister nicht mehr anzutreten. Es war mir immer eine besondere Ehre, für die Stadt zu arbeiten. Ich wünsche Ihnen ein gutes, kraftvolles, vor allem gesundes Jahr 2026. Lassen Sie uns mit Zuversicht und Zusammenhalt erfolgreich gestalten: für Bamberg, für die Menschen, die hier leben.“

Die Reaktion im Joseph-Keilberth-Saal war eindeutig: Langanhaltender Applaus begleitete Starkes Abschied von der Bühne.

Zeit für Anerkennung: Lob für Verdienste und Finanzen

Regierungspräsident Florian Luderschmid würdigte in seinem Festvortrag die Arbeitsweise von OB Starke:

„Andreas Starke durchdenkt Dinge, überlegt genau und setzt sich für eine Sache ein. Er tut, was er tut, wenn Nutzen erkennbar ist, und geht dann mit perfektionierter Strategie vor, um sein Ziel zu erreichen.“

Luderschmid hob zudem die zahlreichen Projekte hervor, die Starke in den vergangenen zwei Jahrzehnten initiiert oder erfolgreich vorangetrieben hat:

  • Sanierung von Schulen
  • Aufbau von Plätzen in Kindertagesstätten
  • Landesgartenschau mit nachhaltigen Erlebnissen von Lebensräumen
  • Anbindung der Brennerstraße an den Bahnhof
  • Schaffung des Naturschutzgebiets Breitenau
  • Entwicklung des Lagarde-Campus
  • Bau des vierten Bettenturms am Klinikum
  • Bauliche Aufwertung der Sandstraße
  • Auch der verantwortungsvolle Umgang mit den Stadtfinanzen wurde ausdrücklich gelobt. Der Kämmerer Bertram Felix und sein Team halten die Finanzen stabil, sodass Bamberg verhalten optimistisch ins neue Jahr starten kann.

    Soziales Engagement und musikalischer Rahmen

    Dritter Bürgermeister Wolfgang Metzner warb für das Spendenprojekt „RückzugsRAUM“, das obdachlose Frauen mit fünf Mini-Apartments unterstützen wird. Der Bau soll Mitte des Jahres beginnen. Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp dankte allen Mitwirkenden, wobei auch das Kammerorchester der Universität Bamberg unter Wilhelm Schmidt, das Mütterzentrum Känguruh und Gebärdendolmetscherin Alexa Dölle besondere Erwähnung fanden.

    Weitere Informationen und Service

    Weitere Fotos und Informationen zum Neujahrsempfang sowie zu anderen Themen der Stadt Bamberg sind online verfügbar.

    Pressebilddatenbank Stadt Bamberg

    Fotos zum Neujahrsempfang und weiteren städtischen Themen

    https://stadt.bamberg.de/pressebilder

    Mit diesem Neujahrsempfang endet eine Ära der Stadtentwicklung in Bamberg, die von Weitsicht, Chancengleichheit und stetigem Wandel geprägt war. Die kommenden Monate und die nächste Wahl werden zeigen, welchen Kurs die Stadt künftig einschlägt.

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