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Bamberg macht Jugendzentrum fit für den Klimawandel

Sanierung am Margaretendamm: Bäume weichen, neue Pflanzen und Nistkästen schaffen Ausgleich

Von Redaktion Bamberg16.02.26, 15:40

Das Jugendzentrum Margaretendamm (JuZ) in Bamberg steht vor einer umfassenden Sanierung, die das Gebäude fit für die Zukunft machen soll. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur bauliche Verbesserungen, sondern auch ambitionierte Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Ein Teil der geplanten Arbeiten betrifft die Grünflächen und insbesondere den Baumbestand auf dem Grundstück.

Begutachtung und Fällung: Vier Bäume betroffen

Im Rahmen der Sanierungsplanungen wurden sämtliche Bäume auf dem Areal des JuZ durch städtische Fachstellen sorgfältig geprüft. Das Ergebnis: Vier Bäume, darunter zwei Spitz-Ahorn-Bäume, weisen erhebliche Vorschädigungen auf. Konkret wurden Stammschäden, eine sogenannte Zwieselbildung sowie Schwächen im Wurzelbereich diagnostiziert.

Kurz erklärtZwieselbildung

Darunter versteht man die Aufgabelung des Baumstamms, bei der sich der Stamm in zwei oder mehrere dicke Äste teilt. Diese Formation kann die Stabilität des Baumes beeinträchtigen und das Risiko für Bruchstellen erhöhen.

Expertinnen und Experten kamen zu dem Schluss, dass ein Erhalt aus baumpflegerischer Sicht nicht möglich ist. Daher hat die Stadt Bamberg entschieden, die vier vorgeschädigten Bäume zu fällen. Die Fällarbeiten beginnen am 19. Februar 2026 und werden unter Berücksichtigung aller naturschutzrechtlichen Bestimmungen durchgeführt.

Klimaanpassungskonzept für das Jugendzentrum

Die Maßnahmen rund um die Bäume sind Teil eines umfassenden Klimaanpassungskonzepts. Das JuZ erhält ein Gründach und eine Fassadenbegrünung; außerdem werden eine Zisterne sowie ein Versickerungssystem installiert. Diese Elemente zielen darauf, das Gebäude widerstandsfähiger gegenüber klimatischen Extremereignissen zu machen und einen Beitrag zur städtischen Klimapolitik zu leisten.

Ausgleich und ökologische Aufwertung

Als Ausgleich für die Fällung der Bäume werden im Zuge der Sanierung fünf neue, einheimische Bäume gepflanzt. Zusätzlich werden Nistkästen für Fledermäuse am Gebäude angebracht – ein kleiner, aber symbolträchtiger Schritt hin zu mehr Biodiversität auf dem Gelände des Jugendzentrums.

Fakten auf einen Blick

  • Vier vorgeschädigte Bäume müssen auf dem JuZ-Gelände gefällt werden.
  • Die Arbeiten beginnen ab dem 19. Februar 2026.
  • Im Gegenzug werden fünf neue, einheimische Bäume gepflanzt.
  • Zusätzlich werden Nistkästen für Fledermäuse installiert.
  • Sanierungsmaßnahmen wie Gründach, Fassadenbegrünung und Zisterne sind Teil des Klimaanpassungskonzepts.
  • Die Sanierung und die geplanten ökologischen Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt für das Jugendzentrum und die Stadt Bamberg. Sie verdeutlichen, dass nachhaltige Stadtentwicklung nicht nur nach innen, sondern auch nach außen – bis in den kleinsten Außenbereich – gedacht wird.

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