Bamberg entdeckt neue Naturschätze

Erste umfassende Kartierung seit den 1990er Jahren dokumentiert bedrohte Arten und unterstützt gezielte Schutzmaßnahmen

Von Redaktion Bamberg
Bamberg entdeckt neue Naturschätze
Bild zum Beitrag© Redaktion Bamberg

Das Landesamt für Umwelt hat Bürgermeister und Umweltreferenten Jonas Glüsenkamp den Abschlussbericht der aktuellen Naturschutzfachkartierung überreicht. Die Untersuchung zielte darauf ab, neue, verlässliche Erkenntnisse zur Tierwelt im Stadtgebiet Bamberg zu gewinnen und damit die Basis für gezielten Naturschutz zu verbessern.

Seltene Arten und bedeutsame Funde

Die Kartierung offenbarte eine bemerkenswerte Artenvielfalt: Erstmals wurde der vom Aussterben bedrohte Kammmolch im Stadtgebiet nachgewiesen. Insgesamt konnten 5.343 Artnachweise an 283 Fundorten dokumentiert werden. Die untersuchten Flächen umfassten zusammen 1.006,5 Hektar, was etwa 18,4 Prozent der gesamten Stadtfläche entspricht.

Erfasst wurden Vorkommen folgender Artengruppen:

  • Vögel
  • Reptilien
  • Amphibien
  • Libellen
  • Tagfalter
  • Heuschrecken
  • Besonders herauszustellen ist der Nachweis der Gelbbauchunke in einem kleinen Teich auf einem privaten Grundstück bei Altenburg. Dies unterstreicht, dass naturnah gestaltete Gärten einen wichtigen Beitrag für den Erhalt bedrohter Arten leisten können.

    Aktuelle Daten als Grundlage für Entscheidungen

    Die letzte vergleichbare Artkartierung stammt aus den späten 1990er Jahren, weshalb die Aktualisierung wesentlich war. In fast allen untersuchten Artengruppen – ausgenommen die Heuschrecken – wurden mehr neue Fundorte erkannt als bisher bekannt waren.

    Jonas Glüsenkamp, Bürgermeister von Bamberg, betont: „Er beschleunigt unsere Verfahren, da wir nun sehr genau über die Vorkommen, auch räumlich, Bescheid wissen. Dadurch sind wir in der Lage, schnell und präzise Auskunft an Dritte zu geben.“

    Öffentliche Zugänglichkeit der Ergebnisse

    Der vollständige Bericht steht online zur Verfügung und kann über das Portal der Stadt Bamberg abgerufen werden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, dort über die Suchfunktion nach „Naturschutzfachkartierung“ zu suchen und die entsprechenden Dokumente zu öffnen.

    Naturschutzfachkartierung Bamberg

    Vollständiger Bericht im städtischen Portal

    https://www.stadt.bamberg.de

    Zusätzlich ist angedacht, die Ergebnisse im Frühjahr 2026 einem städtischen Gremium vorzustellen, um Transparenz und Beteiligung zu fördern.

    Bedeutung für den Artenreichtum in Bamberg

    Die Fachleute betonen, dass die Ergebnisse die herausragende Bedeutung des Bamberger Stadtgebiets für den Artenreichtum zeigen. Thomas Fischer von der Unteren Naturschutzbehörde fasst zusammen: „Bamberg ist somit nicht nur besonders lebenswert für die Menschen, sondern auch für viele Tierarten.“

    Dies unterstreicht die Verantwortung und Chance, naturnahe Flächen – auch im privaten Umfeld – weiter zu stärken und zu schützen.

    Hinweise und Ansprechpartner

    Für Auskünfte rund um das Thema Naturschutz und die Ergebnisse der Kartierung steht das Sachgebiet Naturschutz und Landschaftspflege im Klima- und Umweltamt Bamberg zur Verfügung.

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    Weitere Informationen und Presseanfragen nimmt die Pressestelle der Stadt Bamberg, Amt für Bürgerbeteiligung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, entgegen.

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    Bilder und Besonderheiten

    • Ein ins Netz gegangener Kammmolch. Aufgrund seines auffälligen, gezackten Kamms ist er auch unter dem Namen „Wasserdrache“ bekannt.

    • Gelbbauchunken haben herzförmige Augen.

      Die Entdeckung seltener Arten im Stadtgebiet Bamberg ist ein starkes Signal für den Wert und die Notwendigkeit von Arten- und Umweltschutz – nicht nur für öffentliche Flächen, sondern auch für Privatgärten.

      Weitere Bilder

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