Bamberg diskutiert die Zukunft der Uferbereiche
Im Bürgerlabor zum Tag der Städtebauförderung 2026 sammelte die Stadt Anregungen für Adenauerufer und Kunigundendamm – von sicheren Wegen bis zu mehr Grün und Aufenthaltsqualität.

Beim Tag der Städtebauförderung 2026 hat sich im Bamberger Bürgerlabor an der Hauptwachwachstraße gezeigt, wie intensiv die Stadtgesellschaft über die Zukunft ihrer Uferbereiche diskutiert. Im Mittelpunkt standen der Adenauerufer, der Kunigundendamm und die angrenzenden Freiräume. Die Veranstaltung am Samstag, 9. Mai, brachte zahlreiche Hinweise, Wünsche und Kritikpunkte zusammen.
Klare Signale aus der Bürgerschaft
Unter dem Motto „Uferbereiche in Bamberg klimaangepasst denken“ lud die Stadt Bamberg von 10 bis 14 Uhr dazu ein, die Entwicklung der Uferbereiche gemeinsam zu betrachten. Rund um vier Themenstationen wurden Beiträge zu Bewegung, Nachhaltigkeit, Nutzungen und Atmosphäre gesammelt. Die Rückmeldungen zeigten dabei ein deutliches Bild: Viele Teilnehmende formulierten konkrete Vorstellungen für eine sichere, gut nutzbare und klimaangepasste Gestaltung.
Besonders häufig genannt wurde der Wunsch nach sicherem und komfortablem Radfahren. Mehrere Beiträge forderten eine klare Trennung von Rad- und Fußverkehr am Flussufer. Ebenso angesprochen wurden eine lückenlose Beleuchtung auf beiden Seiten sowie der Rückbau gefährlicher Engstellen, etwa zwischen Luitpold- und Kettenbrücke. Auch eine verkehrsberuhigte Gestaltung des Kunigundendamms gehörte zu den wiederkehrenden Anliegen.
Radverkehr, Verkehr und Aufenthaltsqualität
Der durchgehende Radweg beidseitig des Kanals wurde von den Teilnehmenden als wichtiger Qualitätswert hervorgehoben. Zugleich wurde deutlich, dass viele Menschen hier weiteres Entwicklungspotenzial sehen. Die Diskussionen drehten sich dabei nicht nur um Radwege, sondern auch um die Frage, wie der öffentliche Raum insgesamt sicherer und attraktiver gestaltet werden kann.
Darüber hinaus zeigten sich breitere Forderungen zum Umgang mit dem Autoverkehr in der Innenstadt. Auf mehreren Karten fanden sich Stimmen für Tempo-30-Regelungen, für eine Einschränkung des Parkens zugunsten von Aufenthaltsqualität und für die Idee, Autos langfristig aus dem Innenstadtkern zurückzudrängen.
Nachhaltigkeit und Nutzung der Uferbereiche
Beim Thema Nachhaltigkeit standen klimaresiliente Bepflanzung und die Entsiegelung von Flächen entlang der Wege im Vordergrund. Ergänzt wurden diese Punkte durch den Wunsch nach versenkbaren Müllbehältern als stadtgestalterische Lösung. Die Beiträge machten deutlich, dass die Uferbereiche nicht nur funktional, sondern auch ökologisch und gestalterisch weiterentwickelt werden sollen.
Auch bei den Nutzungswünschen wurde konkret: Mehr Sitzmöglichkeiten, Trinkwasserspender, breitere Zugänge zum Wasser und eine KUNNI-Terrasse als zentraler Treffpunkt gehörten zu den genannten Ideen. Damit rückte neben der Mobilität auch die Frage in den Fokus, wie Aufenthaltsqualität und soziale Nutzung an den Ufern gestärkt werden können.
Rückmeldungen als Grundlage für die weitere Planung
Baureferentin Annegret Michler, die das Format gemeinsam mit ihrem Team der Stadtplanung begleitete, sprach von einer beeindruckenden Resonanz. Die Menschen hätten konkret und sehr konstruktiv mitgedacht, sagte sie. Zugleich konnten laut Michler auch vertiefende Fragen zum Tiefensammler erneut gut beantwortet werden.
Die gesammelten Beiträge fließen in den laufenden Prozess zur Wasser- und Klimaanpassungsstrategie Bamberg ein. Damit werden die Rückmeldungen aus dem Bürgerlabor zu einem Bestandteil der weiteren Planung rund um die Uferbereiche der Stadt.
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