Bamberg auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität
Radverkehr steigt auf 35 %, motorisierter Verkehr sinkt – Stadt und Landkreis investieren weiter in Verkehrsentwicklungsplan 2030

Die Stadt Bamberg verzeichnet erhebliche Fortschritte in Richtung nachhaltiger Mobilität. Das zeigen die Ergebnisse der Mobilitätsbefragung 2025 sowie einer umfassenden Verkehrszählung, die jüngst dem Ältestenrat vorgestellt wurden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Entwicklungen seit der letzten Erhebung vor zehn Jahren und die Zielerreichung des Verkehrsentwicklungsplans 2030.
Mobilitätsbefragung 2025: Ein Blick auf das veränderte Verkehrsverhalten
Die Mobilitätsbefragung 2025, beauftragt und finanziert von der Klima- und Energieagentur in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Bamberg, bietet eine belastbare Analyse des Alltagsverkehrs der Bamberger Bevölkerung. 4.110 repräsentativ ausgewählte Haushalte nahmen im Juli 2025 über verschiedene Wege teil – schriftlich, telefonisch und online. Die Umfrage bildet die zentrale Grundlage zur Bewertung der Zielerreichung des Verkehrsentwicklungsplans 2030.
Signifikante Ergebnisse im Überblick
Radverkehrsanteil: Das Ziel, den Anteil des Radverkehrs von 30 % (2018) auf 35 % zu erhöhen, wurde erreicht. Dies positioniert Bamberg deutschlandweit als eine Stadt mit besonders hohem Radverkehrsanteil.
Zuwachs im Umweltverbund: Der sogenannte Modal-Split-Anteil für Fuß-, Rad- und ÖPNV-Verkehr liegt jetzt bei 67 % – ein Plus von neun Prozentpunkten gegenüber 2015.
Rückgang beim motorisierten Individualverkehr: Der liegt bei nur noch 33 % (acht Prozentpunkte weniger als 2015).
Deutlicher Anstieg beim Fußverkehr: Der Anteil des Fußverkehrs ist von 19 % auf 23 % gestiegen.
Leicht rückläufiger ÖPNV-Anteil: Der Anteil des öffentlichen Personennahverkehrs sank leicht von 10 % auf 9 %.
Oberbürgermeister Andreas Starke kommentierte dazu: „Diese Entwicklung zeigt eindrucksvoll, dass die Bambergerinnen und Bamberger bereit sind, neue Mobilitätswege zu beschreiten.“ Starke betonte zudem, dass diese Zahlen Ansporn für weitere Investitionen in nachhaltige Verkehrskonzepte seien. Bis 2030 wird ein Anteil des Umweltverbunds von 75 % angestrebt – eine Zielmarke, die angesichts des Trends erreichbar erscheint.
Verkehrszählung 2025: Rückgang beim Autoverkehr, Plus beim Rad
Parallel zur Befragung wurde eine umfassende Verkehrszählung durchgeführt. Im gesamten Stadtgebiet – vom Berliner und Münchner Ring bis in den innerstädtischen Bereich – sank der Anteil des motorisierten Individualverkehrs um rund zehn Prozent gegenüber den Jahren 2015 bis 2019, also vor der Corona-Pandemie. Gleichzeitig wurde ein Anstieg des Radverkehrs im Vergleich zur letzten Verkehrszählung 2014 festgestellt.
Verantwortlich für die aussagekräftige Datenlage ist nicht zuletzt der Zeitpunkt der Erhebung: Nach coronabedingten Veränderungen gilt das Mobilitätsverhalten 2025 wieder als stabil und verzerrungsfrei. Zudem wurden Beeinflussungen durch den anstehenden Bahnausbau vermieden.
Stimmen und Ausblick
Die Ergebnisse werden als Bestätigung für den bisherigen Kurs der Bamberger Verkehrswende gewertet. Oberbürgermeister Andreas Starke fasst zusammen:
„Die Daten liefern wertvolle Impulse für die kommenden Jahre und zeigen, dass die Ziele des Verkehrsentwicklungsplans 2030 bereits jetzt greifbar sind.“
Hintergrund: Zusammenarbeit und Datenschutz
Die Mobilitätsbefragung 2025 wurde im Auftrag der Klima- und Energieagentur durchgeführt und finanziert. Sie entstand in enger Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis Bamberg, was die breite Relevanz der Ergebnisse unterstreicht.
Im Rahmen der Umfrage werden persönliche Daten verarbeitet. Die Stadt Bamberg informiert transparent über die Verwendung dieser Daten gemäß der EU-Datenschutzgrundverordnung.
title="Datenschutzerklärung der Stadt Bamberg"
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Die aktuellen Entwicklungen in Bamberg zeigen: Eine nachhaltige Mobilitätswende ist nicht nur Vision, sondern bereits Realität. Die Stadt bleibt auf Kurs Richtung klimafreundlicher Verkehrszukunft – mit Rückenwind aus Bevölkerung, Verwaltung und neuen Datengrundlagen.
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