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Verkehr

Bamberg testet digitales Parkplatzleitsystem für Schwerbehindertenstellplätze

57 ausgewählte Stellplätze erhalten intelligente Bodensensoren; die Daten werden in der Bamberg-App bereitgestellt, ohne personenbezogene Daten zu erheben

Von Redaktion Bamberg18.08.26, 15:10

Die Stadt Bamberg testet im Rahmen des Förderprogramms Smart City eine digitale Lösung, die die Suche nach freien Schwerbehindertenstellplätzen in der Innenstadt erleichtern soll. Unter dem Projekt „Parkplatzleitsystem“ werden ausgewählte Stellplätze mit intelligenten Bodensensoren ausgestattet, die erkennen, ob ein Platz frei oder belegt ist. Die Informationen sollen künftig digital bereitgestellt werden.

Für den Pilotbetrieb wurden gemeinsam mit der Behindertenbeauftragten der Stadt Bamberg, Nicole Orf, insgesamt 57 Schwerbehindertenstellplätze im Innenstadtbereich ausgewählt. 48 Sensoren sind nach Angaben der Stadt bereits erfolgreich installiert und in Betrieb genommen worden. Weitere Standorte sollen im Laufe des Projekts folgen.

Ziel ist es, Menschen mit Behinderung die Anfahrt in die Innenstadt spürbar zu erleichtern. Schon vor der Fahrt oder unterwegs soll erkennbar sein, ob ein ausgewählter Behindertenparkplatz frei ist. Das soll unnötige Suchfahrten vermeiden und die Planung von Wegen verbessern.

Die Anzeige der verfügbaren Stellplätze wird derzeit für die Bamberg-App vorbereitet und soll nach Abschluss der technischen Umsetzung voraussichtlich im Herbst zur Verfügung stehen. Die Bodensensoren erfassen dabei ausschließlich, ob ein Stellplatz belegt oder frei ist. Personenbezogene Daten werden nicht erhoben.

Nicole Orf begrüßt das Vorhaben. Sie betont, dass Menschen, die auf einen Behindertenparkplatz angewiesen sind, oft nicht einfach auf den nächsten freien Stellplatz ausweichen können. Wenn die Belegung schon vor der Ankunft sichtbar sei, spare das Zeit, Kraft und unnötige Wege und bedeute für viele Betroffene mehr Selbstständigkeit und Planungssicherheit im Alltag.

Auch Dr. Stefan Goller, Wirtschaftsreferent der Stadt Bamberg, verweist auf den Nutzen digitaler Technologien. Sie sollten dort unterstützen, wo sie den Alltag tatsächlich erleichtern. Gerade für Personen, die auf einen Behindertenparkplatz angewiesen seien, könne die Information über freie Stellplätze einen echten Unterschied machen.

Teil eines umfassenden Parkplatzleitsystems

Die Sensorik für Schwerbehindertenstellplätze ist eines von drei Teilprojekten des Smart-City-Parkplatzleitsystems. Parallel dazu soll die Auslastung der Bamberger Parkhäuser künftig ebenfalls in der Bamberg-App angezeigt werden. Zusätzlich ist vorgesehen, die Anzahl freier Stellplätze auf digitalen Informationsbildschirmen im Stadtgebiet sichtbar zu machen. Diese Anzeige richtet sich an alle Verkehrsteilnehmenden und steht unabhängig von den Schwerbehindertenstellplätzen zur Verfügung.

Darüber hinaus arbeitet die Stadt Bamberg im Rahmen des Projekts MoMM, also „Mobilität für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen“, an weiteren digitalen Angeboten für mehr Barrierefreiheit. Geplant sind unter anderem ein Routenplaner für barrierefreie Wege und ein sogenanntes Barrierechecker-Netzwerk. Dabei prüfen Barrierechecker:innen Wege und Orte auf ihre Barrierefreiheit und pflegen die Informationen in die Bamberg-App ein.

Mit dem Parkplatzleitsystem und MoMM will die Stadt Bamberg nach eigenen Angaben zeigen, wie digitale Lösungen einen konkreten Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger schaffen können, indem sie Orientierung geben, Wege erleichtern und die Teilhabe am öffentlichen Leben verbessern.

Weitere Informationen zu MoMM und dem Parkplatzleitsystem gibt es auf der Smart City Bamberg Website unter www.smartcity.bamberg.de.

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Dieser kleine gelbe Sensor macht einen großen Unterschied: Künftig zeigt er an, ob ein Behindertenparkplatz frei oder belegt ist – und erleichtert Menschen mit Behinderung die Planung ihrer Fahrt in die Innenstadt.
Foto: stadt.bamberg.de

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