Bamberg-Ost wird digital: Smarte Woche begeistert 200 Teilnehmer
Fünf Tage voller Workshops, Apps und Drohnen trotz Regen – nächste Ausgabe in Gereuth-Wunderburg im Oktober

Die zweite Auflage der "Smarten Woche" hat den Stadtteil Bamberg-Ost fünf Tage lang in einen Treffpunkt rund um das Thema Digitalisierung verwandelt. Nach erfolgreichem Auftakt im Südwesten der Stadt im März erlebten auch die Bewohnerinnen und Bewohner im Osten ein abwechslungsreiches Angebot, das digitale Innovationen und Projekte greifbar machte.
Auftakt trotz Wetterkapriolen
Trotz Wind und Nieselregen fanden sich am 23. Juni zahlreiche Interessierte vor dem Mehrgenerationenhaus Känguruh ein. Nach der Begrüßung durch Dr. Stefan Goller, Referent für Wirtschaft, Beteiligungen und Digitalisierung, verdeutlichte Programmleiter Sascha Götz:
"Wir schaffen Lösungen, die einen wirklichen Mehrwert bringen! Ob nun die Bamberg-App, die Menschen einfach und unkompliziert die für sie wichtigen Informationen bereitstellt, der digitale Zwilling, der hilft, unser einzigartiges Welterbe besser zu verstehen, oder unser Drohnenprojekt BaKIM, das Forst- und Grünflächenmitarbeitende dabei unterstützt, die Baumbestände zu bewahren. Direkt oder indirekt wird jeder in Bamberg davon profitieren!"
Nach dem offiziellen Teil tauschten sich die Besucherinnen und Besucher zu den vorgestellten Projekten, wie "Bamberg-App" und "Hier & Jetzt", aus. Für die jüngeren Gäste sorgten Eis, Getränke, Gebäck und spielerische Angebote für Unterhaltung – so blieb die Stimmung trotz des Wetters heiter.
Vielfältige Angebote für alle Generationen
Die Smarte Woche richtete sich bewusst an verschiedene Zielgruppen. Ein Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit mit lokalen Einrichtungen wie dem Mehrgenerationenhaus Känguruh, Familientreff Löwenzahn und dem Quartiersbüro am Tivolischlösschen. Besonders Jugendliche kamen bei innovativen Workshops auf ihre Kosten: Im Jugendtreff sprühten sie Figuren, die anschließend von einer künstlichen Intelligenz animiert wurden. Der spielerische Umgang mit KI machte dabei deutlich, wie Technologie Kreativität fördern kann.
Auch für Kinder bot das Programm spannende Erlebnisse: Nach der Hausaufgabenbetreuung wurden unter Anleitung Schneckenhaus-Anhänger mit LEDs gelötet. Weniger digital-affine Personen erhielten persönliche Unterstützung und konnten niedrigschwellige Angebote wahrnehmen – etwa beim Generationencafé im Löwenzahn, wo Mitarbeitende von Smart City Bamberg informierten oder bei "Fit Kopf" im Tivolischlösschen, das digitale Themen spielerisch vermittelte.
Workshops, Diskussionsrunden und Inklusion
Ein Workshop der Universität Bamberg widmete sich mittwochs dem Thema Datenschutz. Parallel dazu erhielten Teilnehmende der Englisch-Deutschkurse im Känguruh digitales Vokabular, um sich über Smart City-Inhalte verständigen zu können. Das Engagement für gesellschaftliche Teilhabe zeigte sich auch in einer abendlichen Gesprächsrunde, in der besprochen wurde, wie das Projekt "Unterstützung für Menschen mit Demenz" gestaltet werden könne, sodass sich Ehrenamtliche gut einbringen können.
Einen weiteren Höhepunkt bildete der Talk "Digitale (Un-) Abhängigkeit". Carla Holtgrave von der Suchtberatung Forchheim und Prof. Dr. Christian Schicha (FAU Erlangen-Nürnberg) diskutierten offen über die Risiken intensiver Mediennutzung. Die Aufzeichnung dieses Gesprächs wird auf dem YouTube-Kanal von Smart City Bamberg zugänglich sein.
Analoges und Digitales verbinden
Das Nachbarschaftsfest am Familientreff Löwenzahn schloss die Woche ab. Während Kinder sich am Glücksrad und bei einem Memoryspiel messen konnten, teilten Erwachsene auf einer analogen Version des Projekts "Hier & Jetzt" ihre persönlichen Geheimtipps für den Stadtteil oder suchten das Gespräch mit dem Team von Smart City Bamberg.
Resonanz und Ausblick
Insgesamt lockte die Smarte Woche Ost rund 200 Teilnehmende an und bestätigte damit den Wunsch nach direktem Austausch über Digitalisierung im Stadtteil. Für Adele Wecker, Organisatorin der Woche, ist klar:
"Wir freuen uns immer, mit den Menschen in Bamberg in direkten Austausch treten zu können. Die Smarte Woche zeigt, dass da viel Gesprächsbedarf ist – ganz egal, wie eine Person zu Digitalisierung steht."
Das gemeinsame Ziel bleibt, alle Bevölkerungsgruppen mitzunehmen und digitale Entwicklungen niederschwellig zu vermitteln. Bereits steht der Termin für die nächste Auflage fest: Vom 20. bis 24. Oktober zieht die Smarte Woche weiter nach Gereuth-Wunderburg.
Bildimpressionen der Smarten Woche
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