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„Bamberg on tour“: Tiefensammler Bamberg-Ost im Fokus

Über 40 Teilnehmende erkundeten am 19. Juli den geplanten Trassenverlauf und fragten nach Auswirkungen der Bauzeit – von Lärm bis Baustellenbeleuchtung.

Von Redaktion Bamberg22.07.26, 15:16

Informationsfahrt zum Tiefensammler Bamberg-Ost

Bei der Veranstaltungsreihe „Bamberg on tour“ haben sich am Sonntag, 19. Juli, über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über den „Tiefensammler Bamberg-Ost“ informiert. Die Radtour war zunächst wegen großer Hitze verschoben worden und fand nun bei trockenen 22 Grad statt.

Das Projekt gilt als größtes städtisches Infrastrukturprojekt der nächsten Jahre. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier auf dem Parkplatz am Margaretendamm, wo ein neues Pumpwerk entstehen wird, wurden zunächst die grundlegenden Ziele des Vorhabens erläutert.

Ziele des Projekts

Mit dem Tiefensammler sind laut Mitteilung mehrere Zwecke verbunden:

  • mehr Gewässerschutz durch den Entfall von Schmutzwasser-Einleitstellen in den Main-Donau-Kanal,
  • eine höhere Leistungsfähigkeit der Entwässerung im Bamberger Osten,
  • mehr Überflutungs- und Hochwasserschutz.

Trassenverlauf und Bauweise

Der neue Kanal soll auf einer Länge von knapp vier Kilometern verlaufen und weitgehend in der Tiefe mit Hilfe eines großen Bohrgeräts gebaut werden. Im Rahmen der Radtour fuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den gesamten Trassenverlauf ab.

An allen Stellen mit künftigen oberirdischen Bautätigkeiten gab es kurze Stopps. Dort erläuterten Baureferentin Annegret Michler und Markus Gajowski vom Ingenieurbüro Gajowski den jeweiligen Abschnitt. Die Möglichkeit, Fragen zu stellen, wurde den Angaben zufolge intensiv genutzt.

Sorgen um Belastungen während der Bauzeit

Im Mittelpunkt der Nachfragen standen vor allem mögliche Lärmbelastungen, Erschütterungen und Baustellenbeleuchtung im Winter. Nach Angaben der Stadt werden an mehreren Stellen Baugruben entstehen, die während der jeweiligen Bauphase zu zeitweisen Beeinträchtigungen führen können.

Vor allem in den ersten Bauabschnitten sind demnach erhöhte Lärmentwicklungen durch Erdarbeiten, den Einsatz von Baumaschinen sowie den An- und Abtransport von Material möglich. Während des eigentlichen Tunnelvortriebs unter der Erde nehmen diese Belastungen in der Regel deutlich ab.

Baureferentin Annegret Michler erklärte, ein Projekt in dieser Größenordnung lasse sich nicht völlig ohne Beeinträchtigungen umsetzen. Zugleich sei es wichtig, transparent zu informieren, Fragen frühzeitig zu beantworten und die Belastungen so weit wie möglich zu reduzieren.

Tour endete im Bereich Geisfelder Straße/Moosstraße

Nach zweieinhalb Stunden endete die Tour im Bereich zwischen Geisfelder Straße und Moosstraße. Dort wird der Tiefensammler künftig seinen Ausgangspunkt haben.

Die letzte „Bamberg on tour“ dieser Saison ist für den 11. Oktober angekündigt. Dann soll das Thema „Smart City“ im Mittelpunkt stehen.

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Foto: Presse Stadt BambergBild 1 von 4

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