Bamberg entsendet Kreisregner in den Müritz-Nationalpark
72 mobile Beregnungsgeräte unterstützen den Waldbrandeinsatz in Mecklenburg-Vorpommern – zunächst bis 19. Juli

Die neu beschafften Kreisregner der Feuerwehr Bamberg sind nur wenige Stunden nach ihrer Eingangskontrolle in einen überregionalen Waldbrandeinsatz gegangen. Wie die Stadt Bamberg mitteilt, wurden die Geräte dringend für die Bekämpfung des großflächigen Waldbrandes im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern angefordert.
Schneller Einsatz nach der Lieferung
Erst am Montag waren die neuen Kreisregner vom Hersteller an die Ständige Wache der Feuerwehr Bamberg geliefert worden. Am Mittwochvormittag erfolgte die Eingangskontrolle. Nur wenige Stunden später erreichte die Stadtverwaltung die Anforderung der Regierung von Oberfranken.
Bereits am Donnerstag brachte die Feuerwehr Bamberg 22 der insgesamt 40 neu beschafften Kreisregner zur Feuerwehr Bayreuth. Dort wurden sie mit weiteren Geräten aus den Landkreisen Bayreuth, Kronach und Lichtenfels zusammengeführt.
72 Geräte aus Oberfranken für Löscharbeiten
Nach Angaben der Stadt entsendet Oberfranken insgesamt 72 mobile Beregnungsgeräte zur Unterstützung der Löscharbeiten in Ostdeutschland. Gemeinsam mit einem bayerischen Fähigkeitsmodul aus 36 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen wurden sie in das rund 500 Kilometer entfernte Schadensgebiet transportiert.
Wofür die Kreisregner eingesetzt werden
Die Geräte dienen dazu, gefährdete Bereiche zu beregnen und den Brandherd abzugrenzen. Nach Angaben der Stadt ist dies besonders in munitionsbelasteten Gebieten eine entscheidende Maßnahme, weil diese von Einsatzkräften nicht betreten werden können.
Teil eines Waldbrandkonzepts
Die Beschaffung der Kreisregner erfolgte durch das Amt für Brand- und Katastrophenschutz in enger Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Bamberg und dem städtischen Forstamt. Sie ist Teil eines Konzepts zur Waldbrandbekämpfung in den städtischen Wäldern. Auch der Landkreis hat 40 Geräte angeschafft.
Christian Seitz, Leiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz, bewertet den unmittelbaren Einsatz der neuen Ausstattung als Zeichen für eine vorausschauende und bedarfsorientierte Beschaffung. Zugleich verweist er darauf, dass Bamberg mit seiner Ausstattung einen Beitrag zur bundesweiten Hilfeleistung leisten könne. Das System des Katastrophenschutzes beruhe auf gegenseitiger Hilfe und Unterstützung durch weniger betroffene Regionen und Städte.
Lage im Müritz-Nationalpark
Der Waldbrand im Müritz-Nationalpark breitet sich laut Mitteilung seit mehreren Tagen aus und hat inzwischen eine Fläche von rund 270 Hektar erfasst. Die Löscharbeiten werden durch die Munitionsbelastung des Geländes erheblich erschwert. Der Einsatz der bayerischen Kräfte ist zunächst bis Sonntag, 19. Juli, vorgesehen.
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