Alina Bronsky leitet Poetikprofessur 2025 in Bamberg

Erstmals gemeinsam von Universität und Stadt Bamberg ausgerichtet: Start am 7. Mai mit Lesung, gefolgt von Vorträgen und einem internationalen Forschungskolloquium im Juli.

Von Redaktion Bamberg
Alina Bronsky leitet Poetikprofessur 2025 in Bamberg
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Die Bamberger Poetikprofessur 2025 wird in diesem Jahr von der renommierten Schriftstellerin Alina Bronsky übernommen. Erstmals wird diese Professur in Kooperation zwischen der Universität Bamberg und der Stadt Bamberg ausgerichtet, was der Veranstaltung einen besonderen Stellenwert verleiht. Mit ihrer literarischen Erfahrung und Vielseitigkeit bringt Bronsky frischen Wind in die traditionsreiche Reihe und bietet ein abwechslungsreiches Programm, das Lesende, Studierende und literaturinteressierte Bürger gleichermaßen anspricht.

Auftaktveranstaltung im ETA Hoffmann Theater

Der offizielle Beginn der Poetikprofessur erfolgt am 7. Mai 2025 mit einer Eröffnungslesung im ETA Hoffmann Theater. Ab 19 Uhr wird Alina Bronsky erstmals Einblicke in ihr literarisches Schaffen geben. Damit setzt sie den Startschuss für eine Reihe von Vorlesungen, die sich mit ihren Werken, Themen und Schreibmethoden beschäftigen werden. Der Eintritt zu dieser und allen nachfolgenden Veranstaltungen ist frei, was auch unterstreicht, dass der Zugang zur zeitgenössischen Literatur möglichst vielen Menschen offenstehen soll.

Vorlesungsreihe mit Einblicken ins Schreiben

Im weiteren Verlauf der Poetikprofessur lädt Bronsky zu drei weiteren Poetikvorlesungen ein. Diese finden am 8. Mai, 14. Juni und 24. Juli, jeweils um 18 Uhr, im Raum U2/00 des Universitätsgebäudes statt. Dabei wird die Autorin ihr Schreiben, ihre Motive und die vielschichtige Themenwelt ihrer Bücher vorstellen. Die Vorlesungsreihe richtet sich sowohl an Studierende als auch an die literarisch interessierte Öffentlichkeit.

  • Eröffnungslesung: 7. Mai 2025, 19 Uhr, ETA Hoffmann Theater
  • Poetikvorlesungen: 8. Mai, 14. Juni, 24. Juli 2025, jeweils 18 Uhr, Raum U2/00, Universität Bamberg
  • Forschungskolloquium mit internationaler Unterstützung

    Ein besonderes Highlight bildet das abschließende Forschungskolloquium zum Werk Bronskys, das vom 23. bis 25. Juli 2025 mit Unterstützung des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia ausgerichtet wird. Details zum genauen Programm werden noch bekanntgegeben. Dieses Kolloquium bietet eine Plattform für vertiefte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Texten der Autorin und fördert den interdisziplinären Dialog.

    Alina Bronsky: Literarische Vielseitigkeit und gesellschaftliche Themen

    Alina Bronsky, 1978 im russischen Swerdlowsk geboren und seit den frühen 1990er Jahren in Deutschland lebend, ist für ihren unverwechselbaren Stil und ihre gesellschaftskritische Sicht auf Themen wie Migration, kulturelle Identität oder Familie bekannt. Ihre Romane, darunter „Schallplattensommer“ (2022), „Baba Dunjas letzte Liebe“ (2015) und „Pi mal Daumen“ (2024), wurden mehrfach für hochrangige Preise nominiert. Bronsky versteht es, unterhaltsame, breite wirksame Literatur mit intellektuellem Tiefgang zu verknüpfen und widmet sich in ihren Werken auch aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen wie ökologischer Nachhaltigkeit und modernen Arbeitswelten.

    Ein zentrales Leitmotiv ihrer Prosa ist das Essen mit all seinen gesellschaftlichen und kulturellen Bedeutungen. Besonders hervorzuheben ist ihr sozialkritischer Blick, mit dem sie häufig das Leben gesellschaftlich benachteiligter Menschen in den Fokus rückt.

    Informationen zur Organisation und Zugang

    Die Organisation der Poetikprofessur liegt in den Händen von Andrea Bartl, Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Die enge Zusammenarbeit zwischen Universität, Stadt Bamberg und Künstlerhaus Villa Concordia unterstreicht die Bedeutung dieser Veranstaltungsreihe für die kulturelle Landschaft der Region.

    Ausführliche Informationen zu Programm und Veranstaltungen finden Interessierte auf der Webseite der Universität Bamberg.

    Die Poetikprofessur 2025 bietet somit eine seltene Gelegenheit, mit einer der profiliertesten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur in direkten Austausch zu treten und Einblicke in ihre Schreibwerkstatt zu erhalten. Literaturinteressierte sollten sich diese Veranstaltungsreihe nicht entgehen lassen.

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