1000 Jahre Stiftskirche Kaufungen
Jubiläumsfeier würdigt Kaiserin Kunigunde und die historische Verbindung zu Bamberg

Die nordhessische Gemeinde Kaufungen stand im Juli 2025 ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Seit genau 1.000 Jahren prägt die Stiftskirche das Bild der Ortschaft und erinnert an ihre bedeutende Stifterin, Kaiserin Kunigunde. Die festliche Feierlichkeit wurde zum Treffpunkt für zahlreiche Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft – und rückte zugleich die historischen Beziehungen zwischen Kaufungen und Bamberg ins Rampenlicht.
Historische Bande: Kaiserin Kunigunde und Bamberg
Kaufungen, eine Gemeinde im Landkreis Kassel, verbindet eine bemerkenswerte Geschichte mit Bamberg. Diese Beziehung geht auf die berühmte Kaiserin Kunigunde zurück – die Ehefrau von Kaiser Heinrich II. Bamberg war ihr ursprüngliches Heiratsgut. Nach dem Verzicht auf Bamberg ermöglichte sie die Gründung des Bistums und erhielt im Gegenzug die Region um Kaufungen, die später zu ihrem Witwensitz wurde. Die Grundsteinlegung der Stiftskirche im Jahr 1025 ist ein zentrales Ereignis in dieser gemeinsamen Geschichte.
Das 1.000-jährige Weihejubiläum der Stiftskirche wurde am 13. Juli 2025 mit einem Festgottesdienst begangen und würdigte die fortwährende Verbindung zwischen den beiden Gemeinden.
Feierlichkeiten mit prominenter Beteiligung
Bürgermeister Jonas Glüsenkamp reiste stellvertretend für die Stadt Bamberg zu den Jubiläumsfeierlichkeiten nach Kaufungen. In seiner Ansprache stellte er die besondere Verbundenheit der beiden Städte heraus und erinnerte an die Rolle der ökumenischen Gemeinschaft „Kaufunger Konvent“ sowie die anhaltende Bedeutung von Heinrich und Kunigunde. Symbolisch entzündete Glüsenkamp eine Kerze mit dem Konterfei des Kaiserpaares.
Auch der Domkapitular Dr. Josef Zerndl war als Vertreter der Erzdiözese und zahlreiche weitere Ehrengäste vor Ort. Die Anwesenheit prominenter Gäste wie Hessens Minister für Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur, Timon Gremels, unterstrich die gesellschaftliche und politische Wertschätzung des Jubiläums.
Freundschaft über Jahrhunderte
Während des Festaktes, zu dem Bürgermeister Arnim Roß am Vorabend geladen hatte, erinnerte Glüsenkamp an zahlreiche freundschaftliche Kontakte zwischen Bamberg und Kaufungen. Dazu zählen unter anderem der Besuch des damaligen Bamberger Oberbürgermeisters Paul Weller 1986 oder der Beitrag des ehemaligen Erzbischofs Prof. Dr. Ludwig Schick anlässlich der 1000-Jahr-Feier 2011.
Die Feiern bewiesen, dass die heilige Kunigunde auch heute noch als Symbol für Verständnis und Verbindung zwischen Menschen und Gemeinden steht. Glüsenkamp betonte: „Wie man an dem Festwochenende sehen kann, sorgt die heilige Kunigunde auch heute noch für Verständigung und Verbindung unter den Menschen, was zeitlebens ihr Ziel war.“
Bilder zur Veranstaltung
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Das Jubiläum der Stiftskirche von Kaufungen hat den Blick auf alte Bande gelenkt und historische Verbindungen neu belebt. Die gemeinsame Geschichte, die auf Kaiserin Kunigunde zurückgeht, bleibt ein bedeutender Teil der Identität beider Gemeinden und wird durch solche Veranstaltungen weitergetragen.
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