Sanierter Mainradweg startet ins Stadtradeln 2023

Oberbürgermeister Herzing eröffnet 8,3 km lange, moderne Radstrecke mit Bundesförderung für nachhaltige Mobilität

Mit einer gemeinsamen Radtour am Mainwiesenweg in Nilkheim hat Oberbürgermeister Jürgen Herzing am 23. Juni den offiziellen Auftakt für das diesjährige Stadtradeln in Aschaffenburg gegeben. Zugleich wurde die Eröffnung sowie der Abschluss des Ausbaus und der Sanierung des Mainradwegs – Teil der bundesweit bedeutenden D-Route 5 – gefeiert. Rund 30 Gäste folgten der Einladung des Oberbürgermeisters, unter ihnen Vertreterinnen und Vertreter des Fahrradforums, Mitglieder des Stadtrats, Fachleute von Verkehrsverbänden sowie Mitarbeitende beteiligter Firmen und der Stadtverwaltung.

Stadtradeln: Gemeinschaftsaktion für nachhaltige Mobilität

Das bundesweite Stadtradeln wird gemeinsam vom Klimabündnis und den teilnehmenden Kommunen organisiert. In Aschaffenburg ist die Resonanz hoch: Im vergangenen Jahr radelten 1.418 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 66 Teams insgesamt 285.555 Kilometer und sparten damit rund 47 Tonnen CO2 ein. Die Bedeutung des Wettbewerbs für den Klimaschutz ist damit klar zu erkennen.

Einweihung des ausgebauten Mainradwegs

Mit der formalen Eröffnung des modernisierten Mainradwegs wird Radfahrenden nun eine noch attraktivere Verbindung durch Aschaffenburg und das Umland geboten. Die Route führt vom Mainwiesenweg über Niedernberg, Großostheim, Mainaschaff, Stockstadt bis nach Kleinostheim. Damit werden zusätzlich mehr als 25.000 Einwohnerinnen und Einwohner in der Region optimal an die Aschaffenburger Innenstadt angebunden.

Auf einer Länge von 8,3 Kilometern durchquert der Mainradweg landschaftlich reizvolle Bereiche abseits des Autoverkehrs. Die komfortable und direkte Streckenführung ermöglicht es Radfahrerinnen und Radfahrern, ohne Kreuzungen, Ampeln oder Stress das Stadtzentrum zu erreichen.

Mehr Komfort und Sicherheit für den Radverkehr

Insgesamt 6,1 Kilometer des Radwegs wurden in Bauabschnitten ausgebaut und verfügen nun über eine durchgängige Breite von 3,5 bis 4 Metern sowie eine neu asphaltierte Oberfläche. Die Wegeführung wurde durch eine klare Vorfahrtsregelung an Einmündungen weiter verbessert. Dadurch können Radfahrende komfortabel und sicher unterwegs sein. Drei Personen können sich problemlos begegnen oder überholen.

Besonders hervorzuheben ist die Beseitigung von Gefahrenstellen, insbesondere am Parkplatz Mainwiesenweg, was das Risiko von Konflikten zwischen Rad- und Kraftfahrzeugen deutlich reduziert.

Landschaftsschutz und nachhaltige Planung

Zum Schutz der Natur wurde eine artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt und ein landschaftspflegerischer Begleitplan entwickelt, der in den kommenden Jahren mit gezielten Pflegemaßnahmen umgesetzt wird. Die abschließenden Bauarbeiten im Bereich des Pompejanums sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein.

Finanzierung und Förderung

Für die Sanierung und den Ausbau des Mainradwegs werden rund 3,3 Millionen Euro investiert. Der Großteil der Fördersumme – knapp 2 Millionen Euro – stammt aus Bundesmitteln. Zuwendungsgeber ist das Bundesministerium für Verkehr (BMV) im Rahmen des Förderprogramms „Ausbau und Erweiterung des Radnetzes Deutschland“.

Oberbürgermeister Herzing nutzte die Gelegenheit, sich für diese Förderung zu bedanken und wünschte allen Radfahrenden in Aschaffenburg „Gute Fahrt“ und viel Vergnügen auf der sanierten Strecke.

Das Radnetz Deutschland und internationale Vernetzung

Der Mainradweg ist ein wichtiger Teil des Radnetz Deutschland, das insgesamt 13 als D-Routen ausgewiesene Fernradwege umfasst – darunter den „Iron Curtain Trail“ und den „Radweg Deutsche Einheit“. Insgesamt ist das Netz etwa 11.700 Kilometer lang und gehört zum europäischen Fernradwegnetz

.

Mit gezielten Förderprogrammen stärkt der Bund nicht nur den Aus- und Umbau, sondern trägt auch zur größeren Bekanntheit und Attraktivität des Radnetzes bei.

Blick voraus: Weiterer Ausbau und Nutzen für die Region

Der Mainradweg bietet eine der wichtigsten Alltagsradverbindungen in Aschaffenburg und Umgebung – attraktiv für Berufspendler, Freizeitradlerinnen und -radler sowie Familien. Mit dem Ausbau leistet die Stadt einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität, zum Umweltschutz und zur Steigerung der Lebensqualität.

Die Wiedereröffnung des noch in Bau befindlichen Teilbereichs am Pompejanum bleibt mit Spannung erwartet, um das Gesamtprojekt Mainradweg baldmöglichst abzuschließen.

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