Aschaffenburg startet digitale Kunstgalerie

Neue Plattform macht Stadtkunst mit interaktiver Karte und Beschreibungen zugänglich

Die Stadt Aschaffenburg baut ihr kulturelles Angebot weiter aus: Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger sowie Besucher die Stadtkunst im öffentlichen Raum auch digital erkunden. Das neue Feature ist Teil des digitalen Stadtlabors „Aschaffenburg 2.0“ und präsentiert ausgewählte Kunstwerke im Aschaffenburger Stadtbild.

Digitale Galerie für Kunst im öffentlichen Raum

Im Jahr 2023 wurden zahlreiche Denkmale, Brunnen und markante Fassadengestaltungen in einem grundlegenden Buch mit dem Titel „Stadtkunst Aschaffenburg“ (Autoren/Bearbeiter: Bruno Geißel, Bernd Keßler, Thomas Ratzka) zusammengefasst. Das Werk versteht sich als „Galerie im öffentlichen Raum“. Aufbauend darauf hat das Stadt- und Stiftsarchiv jetzt unter der Leitung von Bürgermeister Eric eine digitale Erweiterung geschaffen: Im Stadtlabor „Aschaffenburg 2.0“ werden Abbildungen und Beschreibungen der Kunstobjekte bereitgestellt.

Stadtkunst im digitalen Stadtlabor Aschaffenburg 2.0https://aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de/projekt/stadtkunst/

Wie Bürgermeister Eric betont, ist damit „eine überall greifbare und nachlesbare digitale Erweiterung des Buches“ entstanden. Die digitale Plattform stellt Kunst außerhalb von Museen oder Ausstellungshallen vor – und macht sie durch die integrierte Kartenfunktion für alle leicht auffindbar.

Interaktive Karten und umfassende Informationen

Ein besonderes Merkmal des digitalen Angebots ist die Kartenfunktion. Kunstwerke sind dort durch ein eigenes grafisches Symbol gekennzeichnet. Nutzerinnen und Nutzer können gezielt nach Objekten in ihrer Umgebung suchen und erhalten je Eintrag eine Abbildung, den Titel des Kunstwerks, Angaben zu den Künstlerinnen oder Künstlern, eine Beschreibung, Angaben zum Ort und zum Jahr der Entstehung.

Die Navigation auf der Seite wird in nächster Zeit noch optimiert, ermöglicht jedoch bereits ein umfangreiches Entdecken und Stöbern. Damit wird der Zugang zu Aschaffenburgs Stadtkunst für ein breites Publikum nachhaltig erleichtert.

Förderung und Umsetzung

Die Kurt Gerd Kunkel-Stiftung unterstützte die Umsetzung des digitalen Angebots. Die eigentliche Bearbeitung und Dateneingabe erfolgte durch Justyna Baumgart in Zusammenarbeit mit Eva Jedlitschka, Angelina Focht und Melissa Schuck.

Buch und Download-Materialien

Das Buch „Stadtkunst Aschaffenburg“ ist weiterhin im Buchhandel und im Stadt- und Stiftsarchiv, Wermbachstraße 15, erhältlich.

Buch 'Stadtkunst Aschaffenburg' im Stadtarchivhttps://stadtarchiv-aschaffenburg.de/produkt/stadtkunst

Bilder von Kunstwerken stehen zudem zum Download bereit.

Bilder zum Downloadhttps://aschaffenburg.imageplant.de/quickshare/collection/FD49-C8CC-8B8E

Ausgewählte Stadtkunst-Beispiele

  • Wandverwandlung „Zuversicht“ (2016, Marc Robitzky):


    Ein großflächiges Fassadenportrait im Streetart-Stil, das im Rahmen der Museumsnacht 2016 entstand. Es zeigt eine junge Frau, die inmitten eines visuellen Trubels von phantasievollen Motiven und Graffiti-Figuren Ruhe ausstrahlt.

  • Landschaftsbild mit Bach und Bäumen (1963, Siegfried Rischar, Schweinheim):


    Klassische Fassadenkunst, die Naturmotive im Stadtbild verewigt.

  • Rockband Hanauer Straße (Fa. Hinz & Kunst, München, 1997):


    Eine Metallplastik, gefertigt aus Schrauben, Muttern und Bolzen, beleuchtet mit Schläuchen – ein kreatives Beispiel für Kunst aus Alltagsmaterialien.

    Blick auf die Zukunft

    Mit dem digitalen Zugang zu Stadtkunst setzt Aschaffenburg einen weiteren Schritt in Richtung Teilhabe und moderner Kulturvermittlung. Interessierte sind eingeladen, sowohl das Buch als auch das digitale Angebot zu nutzen und auf Entdeckungstour in der eigenen Stadt zu gehen.

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