Aschaffenburg erweitert Brentanoachse für mehr Radkomfort
Neue Fahrradstraße mit 3,8 Kilometern Länge sorgt für mehr Sicherheit und weniger Autoverkehr
Die Stadt Aschaffenburg treibt den Ausbau ihres Radverkehrsnetzes weiter entschlossen voran: Die sogenannte „Brentanoachse“, eine der zentralen Radverbindungen, ist nun durch die Hock- und Rhönstraße verlängert und als Fahrradstraße ausgewiesen worden. Damit gewinnt das innerstädtische Radnetz nicht nur an Länge, sondern auch an Sichtbarkeit und Attraktivität für den Radverkehr.
Neues Teilstück stärkt die Brentanoachse
Die Brentanoachse verläuft inzwischen ab der Berliner Allee, über den Auweg der Lamprechtstraße, durch den Rosenseepark und nun weiter über die Hock- und Rhönstraße bis tief in die Rotwasserstraße hinein. Das frisch markierte Teilstück orientiert sich am bayerischen Musterblatt für Fahrradstraßen und ist ein weiterer Baustein im stetig wachsenden Radnetz der Stadt.
Fahrradfreundliche Gestaltung und Sicherheit im Fokus
Besonders auffällig sind die roten Flächenmarkierungen an Knotenpunkten und Einmündungen. Sie verbessern die Übersichtlichkeit, insbesondere an sensiblen Stellen wie bei der Kindertagesstätte und der Johannes-de-la-Salle-Schule. Das erhöht die Verkehrssicherheit vor allem für Schülerinnen und Schüler beim Queren der Straße.
Geänderte Vorfahrtsregeln und Verkehrsführung
Im Zuge der Verlängerung wurden an den Knotenpunkten der östlichen Hockstraße und östlichen Rotwasserstraße die Vorfahrtsregeln zugunsten der Fahrradstraße angepasst. Früher galt hier „rechts vor links“ – jetzt hat die Fahrradstraße Vorrang, um eine durchgehende und komfortable Fahrt für Radfahrende zu ermöglichen.
Zusätzlich wird die Durchfahrt für Kraftfahrzeuge erschwert und somit weniger attraktiv gestaltet. Ziel ist, dass sich der motorisierte Verkehr auf andere Straßen verlagert, während die Schweinheimer Straße vom Durchgangsverkehr entlastet wird. Optimierungen an der Würzburger Straße hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Ampelschaltungen sollen den Verkehrsfluss unterstützen.
Vorteile für Umwelt und Anwohnende
Die Maßnahmen sind ein Beitrag zur Förderung des Radverkehrs als umweltfreundliche Alternative zum Auto. Gerade die Bewohnerinnen und Bewohner der Rhönstraße dürften profitieren: Durch die Umgestaltung werden Verkehrsbelastung, Lärm und Emissionen spürbar reduziert.
Die Brentanoachse – Rückgrat fahrradfreundlicher Infrastruktur
Mit einer Gesamtlänge von 3,8 Kilometern bildet die Brentanoachse eine zentrale Verbindung parallel zu den Hauptstraßen für den Kfz-Verkehr. Sie beginnt am Main, führt über die Lamprechtstraße, Brentano- und Grünbrücke, Ringstraße und Mattstraße, durch den Rosenseepark, weiter zur Hock- und Rhönstraße sowie bis in die Rotwasserstraße nach Schweinheim. Damit entsteht eine attraktive Alternative zu den vielbefahrenen Straßen Löherstraße, Wermbachstraße und Würzburger Straße.
Anknüpfung an städtische Planungen
Die Verlängerung der Brentanoachse ist Teil des Radverkehrskonzepts und wurde bereits 2015 konzipiert. Das Amt für Stadtplanung und Klimamanagement betont die Bedeutung attraktiver Radverbindungen abseits der klassifizierten Kfz-Hauptstraßen.
Bilder zur Pressemitteilunghttps://aschaffenburg.imageplant.de/quickshare/collection/F0AC-A6FD-9A8B
Mit diesen vielfältigen Maßnahmen positioniert sich Aschaffenburg weiterhin als Vorreiterin in Sachen nachhaltiger Mobilität und bietet Radfahrenden zunehmend komfortable Routen durch das Stadtgebiet.
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