50 Jahre Freundschaft zwischen Aschaffenburg und Saint Germain en Laye
Jubiläumsfeier unterstreicht den Wert persönlicher Begegnungen und europäischer Zusammenarbeit seit 1975

Die Städtepartnerschaft zwischen Aschaffenburg und Saint Germain en Laye feiert in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum. Im Rahmen eines Besuchs in der französischen Partnerstadt haben Oberbürgermeister Jürgen Herzing und Bürgermeister Arnaud Péricard die Urkunde zur Jubiläumsstadtpartnerschaft unterzeichnet. Damit setzen beide Städte ein Zeichen für Freundschaft, Verständigung und Zusammenhalt in Europa, gerade in Zeiten globaler Herausforderungen.
Historische Entwicklung und Bedeutung der Partnerschaft
Die Städtepartnerschaft wurde 1975 begründet, in einer Phase, in der die europäische Idee nach dem Zweiten Weltkrieg neuen Auftrieb erhielt. Initiativen wie diese sollten nicht nur Symbolcharakter haben, sondern aktiv zur Entwicklung zwischenmenschlicher Beziehungen beitragen. Oberbürgermeister Herzing betont dazu: „Unsere Städtepartnerschaft wurde nicht nur symbolisch gegründet, sondern mit dem Ziel, eine dauerhafte und konstruktive Freundschaft zu entwickeln.“
Vielfältige Aktivitäten in fünf Jahrzehnten
Seit der Gründung konnten sich die Bürgerinnen und Bürger beider Städte bei Schüleraustauschen, kulturellen Projekten sowie Vereins- und Bürgerbegegnungen persönlich kennenlernen. Diese Initiativen haben das Verständnis füreinander gestärkt und die Wertschätzung der jeweiligen Kulturen gefördert.
Delegation aus Aschaffenburg in Saint Germain en Laye
Die diesjährige Jubiläumsfeier wurde durch die Teilnahme einer städtischen Delegation aus Aschaffenburg besonders gewürdigt. Neben Oberbürgermeister Herzing nahmen unter anderem Stadtrat Tobias Wü, Stadträtin Dr. Nicole Holzheu, Stadtwerke-Werksleiter Stefan Maunz, Ulrike Ader von der Steinmetzschule, Helmut Maier vom Amt für Sport und Gesundheit sowie Mitglieder von Karnevalsvereinen teil.
Kulturelle Höhepunkte und festliche Programmpunkte
Im Rahmen des Europamarkts präsentierten sich die Aschaffenburger mit verschiedenen Aktivitäten:
Ein besonderer Programmpunkt war das Galadinner, zu dem Vertreter aus Politik, Schulen und kulturellen Vereinen eingeladen waren. Bürgermeister Péricard wurde dort ein von den Meisterschülern der Steinmetzschule gestaltetes Ambigramm als Gastgeschenk überreicht – ein Symbol für die enge Verbundenheit beider Städte.
Ein Zeichen für gelebtes Europa
Oberbürgermeister Herzing hob hervor, dass sich Europa durch solche Partnerschaften nicht nur als politische Institution, sondern als gelebte Gemeinschaft erweist. Gerade angesichts aktueller globaler Herausforderungen rücken lokale Partnerschaften und das persönliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger noch stärker in den Fokus.
Die Jubiläumsfeierlichkeiten und die Unterzeichnung der Urkunde verdeutlichen exemplarisch, dass gelebte Städtepartnerschaften in Europa weit mehr als eine Formalität sind. Sie sind ein Motor für Verständigung, Freundschaft und einen offenen Austausch über Grenzen hinweg – und bleiben wichtiger denn je.
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