Smartphone-Pause für mehr Fokus in Ansbach

Neue Regelung an der Wirtschaftsschule fördert Konzentration und Gemeinschaft durch bewusste Mediennutzung

Von Redaktion Ansbach

Die städtische Wirtschaftsschule Ansbach setzt seit den Herbstferien auf ein neues Handykonzept, das gezielt den bewussten Umgang mit digitalen Medien in den Mittelpunkt stellt. Mit dem Leitsatz „Fokus, Gemeinschaft, digitale Selbstkontrolle“ will die Schule die Medienkompetenz ihrer Schülerinnen und Schüler stärken und einen modernen Beitrag zur Bildungslandschaft leisten.

Ein zeitgemäßes Konzept für den Schulalltag

Im Gegensatz zu einem kompletten Smartphone-Verbot verfolgt die Schule einen reflektierten und pädagogisch begleiteten Ansatz. „Wir wollen keine Verbote, sondern Bewusstsein“, so Susanne Britz, Schulleiterin der städtischen Wirtschaftsschule. Das Konzept setzt darauf, Jugendlichen aufzuzeigen, dass ein Leben mit digitalen Medien auch Phasen des bewussten Verzichts beinhalten kann – ohne auf Nachteile zu stoßen.

Studien verweisen darauf, dass die ständige Erreichbarkeit und Nutzung digitaler Geräte Konzentration und Lernbereitschaft beeinträchtigen. Die Schulleitung sieht daher vor allem im Schulalltag einen besonderen Handlungsbedarf. Günter Gaiser, stellvertretender Schulleiter, unterstreicht die Bedeutung von bewussten, störungsfreien Lernzeiten: „Gerade im Schulalltag ist es wichtig, Räume zu schaffen, in denen Jugendliche frei von permanenter Ablenkung sind.“

Regelungen für die Nutzung von Smartphones

Das neue Konzept sieht vor, dass Smartphones zu Beginn des Unterrichts von der Lehrkraft eingesammelt und sicher in einem abschließbaren Handykoffer verwahrt werden. Erst mit Unterrichtsende erhalten die Schülerinnen und Schüler ihre Geräte zurück. In der Mittagspause dürfen die Geräte genutzt werden, während für den Nachmittagsunterricht oder modulare Angebote vergleichbare Regelungen gelten.

  • Vor Unterrichtsbeginn: Abgabe des Smartphones an die Lehrkraft
  • Verwahrung: Sicherung im abschließbaren Handykoffer
  • Mittagspause: Freigabe der Geräte zur Nutzung
  • Unterrichtsende: Rückgabe der Smartphones
  • Einheitliche Regelungen auch für Nachmittagsunterricht/Module
  • Ziel ist es, einen klaren Rhythmus zwischen digitalen und analogen Zeiten zu schaffen und so die Fokussierung auf den Unterricht sowie Gemeinschaftserlebnisse abseits des Bildschirms zu stärken.

    Gemeinsamer Entscheidungsprozess

    Das Handykonzept entstand in enger Zusammenarbeit des gesamten Kollegiums. Nachdem es gemeinsam erarbeitet wurde, beschloss das schulinterne Forum – bestehend aus Lehrkräften, Eltern- sowie Schülervertretenden – das Konzept einstimmig. Dies unterstreicht die breite Akzeptanz des Ansatzes und die Verankerung der Regelungen im Schulalltag.

    Die Wirtschaftsschule sieht darin einen wichtigen Schritt zu einer zeitgemäßen Bildung, bei der die Vorteile digitaler Medien sinnvoll genutzt und mit analogen Lernformen kombiniert werden. Unterstützt wird dieser Ansatz durch aktuelle Erkenntnisse der Bildungsforschung.

    Kontakt für weitere Informationen

    title="Stadt Ansbach, Geschäftsbereich Oberbürgermeister"

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    title="Schulleitung der städtischen Wirtschaftsschule Ansbach"

    subtitle="Susanne Britz (Schulleiterin), Günter Gaiser (stellv. Schulleiter)"

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    Mit dem neuen Handykonzept setzt die Wirtschaftsschule Ansbach ein deutliches Zeichen für bewusste Mediennutzung und fördert damit nicht nur die Konzentration im Klassenraum, sondern auch die persönliche Entwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich das Modell im Schulalltag bewährt und welche Impulse es für weitere Schulen setzen kann.

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