Erasmus+ ermöglicht Reise nach Finnland
Nur neun bayerische Einrichtungen wurden ausgewählt – im Fokus standen Inklusion, Beteiligung und neue Impulse für das Kinderhaus.

Die städtische Einrichtung ist erfolgreich in das europäische Förderprogramm Erasmus+ aufgenommen worden. Die Teilnahme ging mit einem anspruchsvollen Bewerbungsprozess einher und setzte unter anderem die Empfehlung von Fachaufsichtsbehörden sowie den Nachweis hoher pädagogischer Qualität voraus. Insgesamt wurden nur neun bayerische Einrichtungen für eine einwöchige Fortbildungsreise ausgewählt.
Fortbildungsreise nach Finnland
Gemeinsam mit einer Delegation des Staatsinstituts für Frühpädagogik sowie weiteren externen Kolleginnen reisten die Einrichtungsleiterin und eine Erzieherin nach Finnland. Das Land gilt europaweit als bekannt für seine Frühpädagogik. Vor Ort hospitierten die städtischen Mitarbeiterinnen in mehreren Kindertageseinrichtungen und erhielten Einblicke in unterschiedliche pädagogische Ansätze.
Der Austausch diente nicht nur dem Beobachten einzelner Arbeitsweisen, sondern auch dem Vergleich von Strukturen und Haltungen. Die Reise eröffnete den Beteiligten damit einen direkten Blick auf Praxisbeispiele, die sich in der alltäglichen Arbeit mit Kindern bewähren.
Inklusion und Beteiligung im Mittelpunkt
Besonders hervorgehoben wurde von den Teilnehmerinnen die Selbstverständlichkeit, mit der jedes Kind einbezogen wird – unabhängig von Herkunft, Sprache oder Entwicklungsstand. Diese Haltung wurde als besonders relevant und als nah an der eigenen pädagogischen Überzeugung wahrgenommen.
Dazu passte auch die Rückmeldung, dass eine qualitativ besonders hochwertige Arbeit durch Kleingruppen, eine Vielzahl an Personal und deren hohes, akademisches Qualifikationsniveau erreicht werde. Diese Beobachtung rückte vor allem die Rahmenbedingungen in den Blick, unter denen frühpädagogische Arbeit stattfindet.
Visuelle Kommunikation als Praxisimpuls
Beeindruckt zeigte sich die Delegation zudem vom Einsatz visueller Kommunikationsmittel. In vielen Einrichtungen werden durchgängig Bildkarten genutzt, um Kindern Orientierung zu geben und ihre Beteiligung zu fördern. Diese Form der Verständigung soll künftig auch im Kinderhaus umgesetzt werden.
Das Fazit der Teilnehmerinnen fiel klar aus: Visuelle Hilfsmittel fördern Selbstständigkeit und erleichtern die Teilhabe aller. Für die pädagogische Arbeit eröffnet dieser Ansatz konkrete Möglichkeiten, Kinder im Alltag besser zu unterstützen.
Impulse für Team, Organisation und Konzept
Die Reise lieferte darüber hinaus wertvolle Anregungen für die Weiterentwicklung der Team- und Organisationskultur. Die finnischen Beispiele unterstreichen aus Sicht der Beteiligten den Weg, demokratische Bildung und Partizipation im Alltag fest zu verankern.
Die gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in das pädagogische Konzept des Kinderhauses ein. Von der europäischen Zusammenarbeit profitieren nach Angaben der Mitteilung vor allem die Kinder, die vielfältige Impulse erhalten und wichtige Kompetenzen für ihren weiteren Bildungsweg entwickeln.
18. Mai 2026
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