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E-Scooter in Fußgängerzonen? OB warnt vor Risiken

Oberbürgermeister Deffner fordert Bundesrat auf, geplante Novelle der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung abzulehnen

Von Redaktion Ansbach09.12.25, 14:37

In diesem Artikel

TD
Thomas Deffner
CB
Christian Bernreiter

Die aktuelle Diskussion um die Novelle der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung sorgt in vielen Kommunen für Gesprächsstoff. Besonders im Fokus stehen die geplanten Änderungen zur Nutzung von E-Scootern im öffentlichen Raum, die nun im Bundesrat beraten werden. Der Oberbürgermeister Thomas Deffner hat sich mit Nachdruck an den Bayerischen Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, gewandt, um seine Bedenken zu den geplanten Regelungen zu äußern.

Hintergrund: Beratungen zur Neuregelung der Verordnung

Der Anlass für das Schreiben von Oberbürgermeister Thomas Deffner sind die aktuellen Beratungen im Bundesrat zur Novellierung der

Kurz erklärtElektrokleinstfahrzeuge-Verordnung

Die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung regelt die Zulassung und Nutzung von kleinen, meist elektrisch betriebenen Fahrzeugen wie E-Scootern auf öffentlichen Straßen.

. Im Mittelpunkt steht der Vorschlag, E-Scooter mit Fahrrädern gleichzustellen und ihnen überall dort die Nutzung zu gestatten, wo heute auch Fahrräder fahren dürfen.

Deffner äußerte in seinem Schreiben seine persönliche Sorge um die Auswirkungen dieser Gleichstellung: „Große Sorge bereitet mir persönlich die vorgesehene Gleichbehandlung dieser Fahrzeuge mit anderen – hierbei insbesondere der Aspekt, dass E-Scooter überall dort sein sollen, wo bisher Fahrräder erlaubt sind“, erklärte das Stadtoberhaupt. „Die Gleichstellung würde eine massive Beeinträchtigung der Aufenthaltsqualität und des Sicherheitsempfindens in den städtischen Fußgängerzonen bedeuten!“

Kritische Punkte: Aufenthaltsqualität und Sicherheit

Die Hauptkritik richtet sich gegen die mögliche Freigabe für E-Scooter in städtischen Fußgängerzonen. Oberbürgermeister Deffner befürchtet, dass eine solche Regelung das Sicherheitsgefühl und die Lebensqualität im öffentlichen Raum deutlich beeinträchtigen könnte. Diese Sorge teilen derzeit viele Städte, in denen sich bereits heute die Nutzungskonflikte zwischen Fußgängern, Radfahrern und E-Scooter-Fahrern häufen.

Appell an den Bundesrat

Mit seinem Appell setzt sich Deffner dafür ein, die geplanten Änderungen zu überdenken und spricht sich klar gegen eine Gleichstellung von E-Scootern und Fahrrädern in allen Bereichen aus. Seine Forderung richtet sich direkt an Christian Bernreiter als Mitglied des Deutschen Bundesrats, die Novelle der Verordnung abzulehnen und im Sinne der Kommunen zu handeln.

Bedeutung für Städte und Gemeinden

Die Entscheidung über die Novellierung der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung könnte weitreichende Folgen für das Miteinander im öffentlichen Raum haben. Kommunen stehen vor der Herausforderung, einerseits die Mobilitätswende voranzutreiben und alternative Verkehrsmittel zu integrieren, andererseits jedoch die Sicherheit und Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.

Mit dem Schreiben an den Bayerischen Verkehrsminister machen Vertreter der Städte deutlich, dass sich die Bedürfnisse und Erfahrungen aus den Kommunen künftig stärker in der Gesetzgebung wiederfinden müssen.

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