Ansbach erinnert an 80 Jahre Luftangriffe und Befreiung
Kunst, Gedenken und gesellschaftlicher Dialog am 15. Juli 2025 verbinden Kultur und Zusammenhalt
Am 15. Juli 2025 erinnern Stadt Ansbach und zahlreiche Partner im Rahmen der Veranstaltungsreihe „80 Jahre danach“ an bedeutende Ereignisse der Stadt- und Zeitgeschichte. Anlass sind das 80. Jubiläum sowohl der Luftangriffe auf Ansbach als auch der Befreiung Deutschlands vom NS-Regime. Das bunte und zugleich nachdenkliche Programm verbindet Kultur, Bildung und Gedenken.
Vielfältiges Programm: Kunst, Andacht und Begegnung
Insbesondere am Dienstag, den 15. Juli 2025, finden zahlreiche Veranstaltungen auf dem Martin-Luther-Platz, im Stadtfriedhof und in der Kirche St. Gumbertus statt.
Abschlussveranstaltung Kunstprojekt „Verkehrsschilder Gerechtigkeit“:
Der Künstler Johannes Volkmann präsentiert das „Europäische Tischtuch“, ein großflächiges, rund 30 Meter langes Kunstwerk mit 11 Tafeln. Bei der Ausstellung werden sämtliche Projektbeteiligte und Standorte vorgestellt.
Gemeinsames Essen ab 19:00 Uhr am Europäischen Tischtuch:
Der Integrationsbeirat lädt die Besucher zu kulinarischen Spezialitäten aus verschiedenen Ländern ein. Alle sind eingeladen, auch eigene Speisen beizusteuern, um die Vielfalt zu unterstreichen.
Gedenken am Stadtfriedhof:
Eine Kranzniederlegung mit Oberbürgermeister Thomas Deffner und der Bürgerbewegung für Menschenwürde am Grab Nr. 17 erinnert an den 100. Geburtstag einer bedeutenden Persönlichkeit.
Ökumenische Andacht zum Gumbertustag:
Mit Erzbischof Herwig Gössl (Bamberg) und Regionalbischöfin Gisela Bornowski am 15. Juli um 18:00 Uhr in St. Gumbertus.
Kunstprojekt und gesellschaftlicher Dialog
Das Papiertheater feiert an diesem Tag Jubiläum. Johannes Volkmanns „Europäisches Tischtuch“ ist inzwischen über 35 Meter lang und symbolisiert ein genähtes Band aus europäischen Geschichten und Begegnungen. Das groß angelegte Kunstprojekt entstand in drei Jahren gemeinsamer Arbeit quer durch Europa und wird diesmal als Begegnungsort auf dem Martin-Luther-Platz erlebbar.
Das Wertebündnis-Projekt „Hoffnung macht. Wertebündnis Bayern“ blickt auf zwölf Jahre Engagement zurück und präsentiert seine Aktivitäten für ein demokratisches und offenes Miteinander. Das Europäische Tischtuch steht dabei als Symbol für Dialog und Zusammenhalt.
Zeichen gegen Ausgrenzung und für eine vielfältige Stadtgesellschaft
Mit den „Verkehrsschildern Gerechtigkeit“ wird auch ein künstlerisches Zeichen für gesellschaftliche Verankerung und gegenseitigen Respekt gesetzt. Die Projekte stehen dabei im Kontext des Gedenkjahres an die Bombenangriffe und das Kriegsende und bieten neue Impulse für das Zusammenleben.
Der Integrationsbeirat hebt die Bedeutung eines diskriminierungsfreien Miteinanders hervor und ruft dazu auf, keine Unterschiede aufgrund von Herkunft, Sprache, Religion oder politischer Überzeugung zu machen.
Programmübersicht am 15. Juli 2025
Einladung an alle Interessierten
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich an diesem Tag gemeinsam zu erinnern, sich auszutauschen und zu feiern. Die Veranstaltungen bieten Gelegenheiten, Geschichte zu reflektieren, neue Perspektiven kennenzulernen und das Miteinander in Ansbach zu stärken.
Der 15. Juli markiert so einen besonderen Höhepunkt im Jahresprogramm und schafft Raum für Kunst, Austausch und bewusstes Erinnern an die bewegte Vergangenheit der Stadt.
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