31 Schildkröten am Grenztunnel Füssen sichergestellt
Am Sonntag, den 9. November, kontrollierte die Bundespolizei ein Fahrzeug am Grenztunnel Füssen (BAB 7) und stieß dabei auf einen außergewöhnlichen Tiertransport. Insgesamt 31 griechische Landschildkröten, darunter auch seltene Albinos, befanden sich in dem Auto – allerdings entsprachen die Transportpapiere nicht den gesetzlichen Vorgaben.
Unstimmige Dokumente und ungewöhnliche Reiseroute
Das Fahrzeug, das eine belgische Zulassung trug, wurde am Morgen einer Kontrolle unterzogen. Der französische Fahrer erklärte, im Auftrag eines Freundes Tiere zwischen Tschechien und Belgien für einen Zoo transportieren zu wollen. Die von ihm angegebene Reiseroute weckte jedoch Zweifel, sodass die Einfuhrdokumente der Schildkröten von den Beamten einer genaueren Überprüfung unterzogen wurden.
Die Tiere waren in Schuhkartons mit italienischer Aufschrift untergebracht. Besonders auffällig für die Beamten: Es lagen mehr tschechische Zertifikate vor als erforderlich. Außerdem stellte ein Sachverständiger für Reptilienzoos fest, dass die Kennzeichnung der Tiere nicht vorschriftsmäßig war und die Transportbedingungen nicht den Tierschutzrichtlinien entsprachen. Auch der Zeitpunkt des Transports – im Spätherbst – wurde als ungewöhnlich bewertet.
Maßnahmen der Bundespolizei
Wegen des Verdachts auf illegale Einfuhr sowie eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz wurden die 31 Landschildkröten beschlagnahmt. Bis zur endgültigen Klärung des Falls sind sie nun im Reptilienzoo Füssen untergebracht. Über den weiteren Verbleib der Tiere entscheidet das zuständige Veterinäramt.
Für den Fahrer hatte der Vorfall ebenfalls Konsequenzen. Es wurde festgestellt, dass ihm bereits zuvor die Fahrerlaubnis entzogen worden war. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet und er musste auf eine Mitfahrgelegenheit warten.
Bundespolizei: Schutz an der Grenze und im Bahnverkehr
Die Bundespolizeiinspektion ist in einer Vielzahl von Landkreisen zwischen Bodensee und Ammergebirge sowie an der Schengen-Binnengrenze zu Österreich im Einsatz, um grenzüberschreitende Kriminalität und irreguläre Migration zu verhindern. Zudem sorgen Bundespolizisten für Sicherheit auf 560 Streckenkilometern und an 91 Bahnhöfen in der Region.
Weitere Informationen
Wer weiterführende Details zur Arbeit der Bundespolizei erhalten möchte, kann sich auf der offiziellen Website informieren:
Die Entwicklungen rund um den kuriosen Schildkrötenfund werden mit Spannung erwartet. Wie es mit den beschlagnahmten Tieren weitergeht, liegt nun in den Händen des Veterinäramts.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.