„Kunst & Kaserne“: Einblicke in Geschichte, Kultur und Erdgeschichte

Zehn Kinder und Jugendliche auf dem Hainberg-Areal mit Stationen wie Dokumentationszentrum, Atombunker und Fossilien-Exkurs

Die erste Station führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der KinderUni ins Dokumentationszentrum auf dem Gelände der ehemaligen Hainbergkaserne. (Fotos: Julia Dauer / Landkreis Rhön-Grabfeld).
Die erste Station führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der KinderUni ins Dokumentationszentrum auf dem Gelände der ehemaligen Hainbergkaserne. (Fotos: Julia Dauer / Landkreis Rhön-Grabfeld).Foto: Juliadauer

Bei der KinderUni Bad Neustadt und dem Landkreis Rhön-Grabfeld stand bei der Veranstaltung „Kunst & Kaserne“ die Entdeckung von Geschichte, Kultur und Erdgeschichte auf dem Hainberg-Areal im Mittelpunkt. Zehn Kinder und Jugendliche erhielten dabei Einblicke in Bereiche, die sonst nicht ohne Weiteres zugänglich sind.

Einblicke in das ehemalige Hainberg-Areal

Erste Station war das Dokumentationszentrum auf dem Gelände der ehemaligen Hainbergkaserne. Dort ging es um die Zeit des Kalten Krieges. Besonders eindrucksvoll war der Besuch eines original erhaltenen Atombunkers. Die jungen Besucherinnen und Besucher erfuhren, welche Bedeutung der Kalte Krieg für die Menschen, die Bundeswehr und die Region hatte.

Das Dokumentationszentrum wird ehrenamtlich von den Freunden der Garnison Mellrichstadt betrieben. Im ehemaligen Stabsgebäude des Panzergrenadierbataillons 352 ist die Geschichte der früheren Kaserne in besonderer Weise erhalten geblieben. Räume, Ausstattungsgegenstände und originale Möbel vermitteln einen authentischen Eindruck vom militärischen Alltag vergangener Jahrzehnte.

Arbeit im Zentraldepot des Landkreises

Anschließend öffnete der Landkreis Rhön-Grabfeld für die KinderUni die Türen seines Zentraldepots. Dr. Astrid Hedrich-Scherpf, Leiterin der Kulturagentur des Landkreises Rhön-Grabfeld, erläuterte, warum ein solches Depot notwendig ist und wie professionelle Sammlungsarbeit funktioniert.

Im Depot befinden sich zahlreiche unterschiedliche Zeugnisse der regionalen Kulturgeschichte. Die Sammlung reicht von Skulpturen und Gemälden über Möbel und historische Alltagsgegenstände bis hin zu Glocken und weiteren besonderen Exponaten. Dabei wurde deutlich: Museums- und Sammlungsarbeit bedeutet nicht, möglichst viel aufzubewahren. Vielmehr werden gezielt diejenigen Objekte ausgewählt, die für die Geschichte und Identität der Region von besonderer Bedeutung sind. Diese Exponate müssen anschließend fachgerecht inventarisiert, dokumentiert, archiviert und dauerhaft geschützt werden.

Blick in die Erdgeschichte der Rhön

Auch die Erdgeschichte der Rhön kam bei der KinderUni nicht zu kurz. Zu den im Zentraldepot gelagerten Exponaten gehört eine Sammlung von Fossilien, die Dr. Jörg Geier für einen kurzen Exkurs nutzte. Vor rund 200 Millionen Jahren befand sich in der Region ein flaches, warmes Meer. Ein besonders anschaulicher Beleg dafür sind Ammoniten. Die fossilen Überreste der ausgestorbenen Meerestiere erzählen von einer Zeit, in der die heutigen Mittelgebirgslandschaften noch unter Wasser lagen.

Zum Abschluss durften sich die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils einen kleinen Ammoniten als Andenken an die Exkursion mitnehmen.

Ausblick auf das Wintersemester

Die Veranstaltung zeigte, wie vielfältig regionale Geschichte und Kultur vermittelt werden können. Die Kinder lernten nicht nur die Geschichte der ehemaligen Hainbergkaserne kennen, sondern erhielten auch Einblicke in die Arbeit des Landkreises mit seinen kulturellen Sammlungen und in die Erdgeschichte der Region.

Auch im Wintersemester wird die KinderUni Bad Neustadt wieder ein abwechslungsreiches Programm anbieten. Das neue Programm wird voraussichtlich Ende September auf der Homepage der KinderUni Bad Neustadt sowie über den Newsletter und Aushänge in den Schulen veröffentlicht.

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