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Betreff: PM Stadt - Veranstaltungsreihe "80 Jahre Frieden" - Auftakt am So. mit Intervention
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
2025 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal. Unter dem
Titel "80 Jahre Frieden - Perspektiven auf das Jahr 1945 in Landshut"
wurde eine Veranstaltungsreihe konzipiert, die eine lebendige
Erinnerungskultur fördern soll.
Zahlreiche Partner haben zusammen mit der städtischen Kulturabteilung
ein vielfältiges Programm koordiniert. Der erste Teil beginnt bereits im
Januar - die offizielle Auftaktveranstaltung findet am kommenden Sonntag
statt.
Mehr dazu in folgender und beigefügter Pressemitteilung, um deren
Veröffentlichung wir herzlich bitten.
Zudem finden Sie im Anhang den Programmflyer mit allen Terminen im
Januar und Februar im Überblick.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Schöne Grüße,
Yvonne Schmid
Stadt Landshut
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unbedingt notwendig.
PRESSEMITTEILUNG
Veranstaltungsreihe „80 Jahre Frieden“ beginnt
Impuls für demokratisches Miteinander: Erster Programmteil im Januar
und Februar
Die Stadt Landshut lädt mit der neuen Veranstaltungsreihe „80 Jahre
Frieden – Perspektiven auf das Jahr 1945 in Landshut“ dazu ein, acht
Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs innezuhalten, zu
erinnern und den Blick auf Gegenwart und Zukunft zu richten. Unter
Schirmherrschaft von Staatsminister Joachim Herrmann widmet sich die
Reihe den historischen Ereignissen des Jahres 1945 und deren Bedeutung
für die heutige Gesellschaft.
Die Veranstaltungsreihe wurde von der städtischen Abteilung Kultur in
Kooperation mit zahlreichen Partnern initiiert und umfasst ein breit
gefächertes Programm aus Vorträgen, Lesungen, Ausstellungen und
Workshops. „Angesichts der anstehenden Jahrestage rund um das
Kriegsende, aber auch der derzeitigen politischen Entwicklungen mit
zunehmenden Spaltungstendenzen in unserer Gesellschaft gilt es, in
gemeinsamer Verantwortung alles dafür zu tun, um aus den Erfahrungen der
Vergangenheit die richtigen Lehren für unser Handeln in der Gegenwart zu
ziehen“, betont Oberbürgermeister Alexander Putz. „80 Jahre Frieden“
möchte somit nicht nur an die Geschehnisse erinnern, sondern auch
einen Bogen zur Gegenwart spannen. Die Reihe soll dazu beitragen,
gesellschaftlicher Spaltung aktiv entgegenzuwirken. Mit Blick auf
aktuelle Herausforderungen soll ein zentraler Impuls für ein friedliches
und demokratisches Miteinander gesetzt werden. Der erste Programmteil
findet im Januar und Februar statt. Ein zweiter Teil mit Veranstaltungen
für die Monate März bis Mai wird im Februar veröffentlicht.
„Herzog & Koenig“
Zeitgleich mit der Veranstaltungsreihe „80 Jahre Frieden“ beginnt eine
Intervention im KOENIGmuseum. Ein Leuchter aus Yad Vashem aus dem Archiv
von Bundespräsident Roman Herzog wird in Dialog gesetzt mit dem Modell
des Holocaust-Mahnmals von Fritz Koenig. Die gemeinsame
Auftaktveranstaltung findet am Sonntag, 26. Januar, um 11 Uhr im
KOENIGmuseum statt. Es sprechen Oberbürgermeister Alexander Putz,
Kulturabteilungsleiter Benedikt Schramm sowie Daniel J. Schreiber,
Leiter der städtischen Museen. Richard Hillinger, Besitzer des
Roman-Herzog-Archivs und Initiator der Intervention, wird ein Grußwort
sprechen. Darüber hinaus wird eine Videobotschaft von Innenminister
Joachim Herrmann gezeigt, dem Schirmherrn der Veranstaltungsreihe. Für
die Begleitung mit von den Nationalsozialisten verfolgter Musik sorgt
das Duo Beham Goldstein.
Der Auftakttermin findet im Vorgriff auf den Tag des Gedenkens an die
Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar statt. Die Intervention in
die Jubiläumsausstellung „Fritz Koenig – Lebe
nsstationen“ mit dem Titel
„Herzog & Koenig“ lässt erkennen, worum es geht: Zwei Landshuter, die
auf das Engste mit dem Thema einer kritischen Erinnerungskultur
verbunden sind, treten in Dialog miteinander.
Roman Herzog (1934 bis 2017) wuchs als Sohn von Karl Theodor Herzog,
Leiter der Museen und des Archivs der Stadt Landshut, sowie Helene
Herzog, einer Bankkauffrau, in Landshut auf. Das NS-Unrecht hatte er als
Kind miterlebt. Als Bundespräsident war es dem Juristen ein Anliegen,
die Erinnerung an Brutalität und Unmenschlichkeit, Verfolgung und
Unterdrückung sowie das massenhafte Morden wach zu halten. Aus der
Geschichte sollten Lehren gezogen werden, um damit künftigen
Generationen Orientierung zu bieten. 1996 proklamierte er den Tag des
Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
Herzog war der Festredner, als am 20. Juni 1998 das Skulpturenmuseum
(heute KOENIGmuseum) eröffnet wurde. In seine Amtszeit fiel 1994 die
Ausschreibung des künstlerischen Wettbewerbs für ein „Denkmal für die
ermordeten Juden Europas“ in Berlin. Fritz Koenig beteiligte sich mit
einem monumentalen Entwurf daran: einem riesigen, stilisierten
Knochenfeld, das von hohen Metallwänden abgeriegelt ist. Ein Modell
davon ist in der Jubiläumsausstellung „Lebensstationen“ ausgestellt, die
noch bis 31. Juli zu sehen ist.
Für die Intervention „Herzog & Koenig“ hat Leihgeber Richard Hillinger
dem Entwurf Koenigs einen Dialogpartner aus dem Archiv des
Bundespräsidenten an die Seite gestellt: einen silbernen Leuchter,
den Herzog von einem Staatsbesuch 1998 mitbrachte. Der Direktor der
Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem hatte ihn Herzog in
Anerkennung seines Engagements für das Gedenken an die Opfer überreicht.
Der Leuchter ist eine Miniatur der von David Palombo gestalteten
Großplastik, die vor der Halle der Erinnerung in Yad Vashem steht.
Charakteristisch für den Kerzenhalter sind seine sechs Arme – eine
bewusste Abwandlung der Menora, des siebenarmigen Leuchters im Judentum.
Das Werk des israelischen Künstlers symbolisiert die sechs Millionen
jüdischen Opfer des Holocaust – und die Hoffnung, dass diese nie
vergessen und der Antisemitismus überwunden werde.
Weitere Informationen und das vollständige Programm von „80 Jahre
Frieden“ sind unter www.landshut.de/erinnerungskultur
( https://www.landshut.de/erinnerungskultur) abrufbar. Für bestimmte
Termine ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.
Foto:
Stadt Landshut/ Abteilung Kultur (Verwendung mit Quellenangabe
honorarfrei möglich)
Bildtext:
Die Auftaktveranstaltung ist zugleich Beginn der Intervention „Herzog &
Koenig“, die anlässlich des Gedenktages an die Opfer des
Nationalsozialismus am 27. Januar gezeigt wird: Fritz Koenigs Modell
eines Holocaust-Mahnmals bekommt mit einem Leuchter aus Yad Vashem einen
„Dialogpartner“.