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Betreff: PM Stadt - Handwerkskunst trifft Naturschutz
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Schülerinnen der Keramikschule Landshut waren zu Besuch im
Naturschutzgebiet „Ehemaliger Standortübungsplatz Landshut“, begleitet
von Gebietsbetreuer Fabian Hertrich. Die Exkursion diente den
Schülerinnen als Informations- und Inspirationsquelle für ihren
klasseninternen Wettbewerb zum Thema „Rote Liste“. Die fertigen Arbeiten
des Wettbewerbes werden Anfang Dezember im Rahmen der
Weihnachtsausstellung der Keramikschule präsentiert. Mehr dazu in
untenstehender Pressemitteilung, um deren Veröffentlichung wir herzlich
bitten.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Stefanie Platzek
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PRESSEMITTEILUNG
Handwerkskunst trifft Naturschutz
Schülerinnen der Keramikschule Landshut zu Besuch im Naturschutzgebiet
Das Naturschutzgebiet „Ehemaliger Standortübungsplatz Landshut“ zeigt
sich auch im Winter von einer ganz eigenen, stillen Schönheit: In dieser
besonderen Atmosphäre machten sich 14 Schülerinnen der ersten
Meisterklasse der Staatlichen Meisterschule für Keramik und Design
Landshut mit ihrem Lehrer für Gestaltung Martin Köver und der
Schulsozialarbeiterin Stefanie Damböck auf den Weg zu einer Exkursion.
Begleitet wurden sie von dem Gebietsbetreuer Fabian Hertrich.
Die Exkursion diente den Schülerinnen als Informations- und
Inspirationsquelle für ihren klasseninternen Wettbewerb zum Thema „Rote
Liste“, der von der Danner-Stiftung München gefördert wird. Das Thema
hatte sich die Klasse bewusst gewählt und knüpft zugleich an das
Jahresthema der Keramikschule „Natur- und Umweltschutz“ an. Aus diesem
Grund stand bei der Exkursion der Schutz seltener Arten und ihrer
Lebensräume im Mittelpunkt. Die Rote Liste erfasst Tier- und
Pflanzenarten, die selten geworden, gefährdet oder sogar vom Aussterben
bedroht sind. Der ehemalige Standortübungsplatz beherbergt zahlreiche
dieser Arten.
„Gerade im Winter wird oft unterschätzt, wie lebendig so ein
Naturschutzgebiet ist“, erklärt der Gebietsbetreuer Hertrich. „Auch wenn
viele Arten gerade nicht zu sehen sind, ist der Lebensraum da.“ Hertrich
berichtete über seltene Arten, die im Gebiet vorkommen, darunter die
Gelbbauchunke, der Kammmolch, die Heidelerche, der Wendehals sowie
heimische Orchideenarten. Viele dieser Arten stehen auf der Roten Liste
und sind auf ganz bestimmte Lebensräume angewiesen. Im Winter befinden
sich viele von ihnen in ihren Winterrevieren oder Rückzugsorten:
Zugvögel überwintern in Südeuropa, während Amphibien geschützt unter
Wurzelstöcken, Asthaufen oder im Boden ruhen.
Bereits im Januar sind Spechte zu hören und Wintervögel wie die
Schwanzmeise lassen sich im Gebiet beobachten. Am Boden findet man
Spuren von Füchsen, Rehen und Hasen. Hertrich stellte auch die
praktische Naturschutzarbeit vor: von der Besucherlenkung, über den
Schutz bodenbrütender Vogelarten, bis hin zu technischen Maßnahmen:
„Naturschutz bedeutet nicht nur Schützen, sondern auch Gestalten.“ So
gehören auch der Einsatz von Baggern und Rückewagen zur
Landschaftspflege, etwa bei der Anlage und Pflege von Kleingewässern für
Amphibien. „Diese gezielten Eingriffe sind notwendig, um die Lebensräume
gefährdeter Arten dauerhaft zu erhalten.“
Natur als Inspiration für Kunst und Gesellschaft
Ziel der Exkursion war es, den Schülerinnen einen direkten Zugang zur
Natur zu ermöglichen. Organisiert wurde der Ausflug von Lehrer Martin
Köver in Zusammenarbeit mit dem Gebietsbetreuer Fabian Hertrich. Die
Verbindung von Naturschutz und kreativer Ausbildung war dabei bewusst
gewählt. „Natur ist eine der ältesten In
spirationsquellen der
Menschheit“, erklärt Hertrich. „Ob in der Malerei, in der Bildhauerei
oder im Handwerk – Formen, Farben und Strukturen der Natur finden sich
überall wieder.“ Ein Blick in die Kunstgeschichte bestätigt das:
Künstler wie Claude Monet, Vincent van Gogh oder Caspar David
Friedrich ließen sich intensiv von der Natur inspirieren.
Am Ende der Exkursion stand nicht nur fachliches Wissen, sondern auch
eine zentrale Botschaft: Naturschutz ist eine gemeinsame Aufgabe. „Jeder
kann etwas tun – durch achtsames Verhalten, durch Wertschätzung der
Natur und durch bewusste Entscheidungen im Alltag“, betont Hertrich.
Mensch und Natur stehen dabei nicht im Widerspruch, sondern in einer
Beziehung, von der beide Seiten profitieren. Die fertigen Arbeiten des
Wettbewerbes werden Anfang Dezember im Rahmen der Weihnachtsausstellung
der Keramikschule präsentiert.
Foto:
Vera Knüpfer (Verwendung mit Quellenangabe honorarfrei möglich)
Bildtext:
Die Schülerinnen der Keramikschule Landshut mit ihrem Lehrer Martin
Köver und Gebietsbetreuer Fabian Hertrich (links).