Lauf startet Themenjahr für Denkmäler
Industriemuseum eröffnet Sonderausstellungen zu Denkmalschutz und Denkmalpflege – mit Blick auf regionale Denkmäler und ehrenamtliches Engagement.

Das Industriemuseum Lauf hat mit der feierlichen Eröffnung der Sonderausstellungen „Moment - Denkmal!“ und „Schau - denk mal!“ am Freitag, 10. April 2026 ein Themenjahr rund um Denkmalschutz und Denkmalpflege gestartet. Die Eröffnung markiert den Auftakt zu einem Programm, das den Blick auf Denkmäler in der Region und ihre Bedeutung für Gegenwart und Zukunft lenkt.
Eröffnung mit Gästen aus Politik, Verwaltung und Denkmalpflege
Durch die Veranstaltung führte Museumsleiterin Dr. Christiane Müller. Zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung waren zur Eröffnung gekommen, darunter Landrat Armin Kroder, mehrere Bürgermeister aus den umliegenden Gemeinden sowie Stadtratsmitglieder. Auch Vertreterinnen des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege nahmen teil, unter ihnen Birgit Neuhäuser und Sabine Seebauer-Schönleben.
Grußworte sprachen Armin Kroder, Thomas Lang, Dr. Christoph Lobinger vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Robert Giersch als Kreisheimatpfleger sowie Monika Pöhlmann, Vorsitzende der Laufer Altstadtfreunde. In den Beiträgen wurde deutlich, dass Denkmäler nicht nur Zeugnisse der Vergangenheit sind, sondern als lebendige Orte für die Zukunft verstanden werden sollen.
Würdigung des ehrenamtlichen Engagements
Großen Zuspruch gab es für die beteiligten Vereine aus dem Landkreis Nürnberger Land. Genannt wurden insbesondere die Laufer Altstadtfreunde und der Historische Verein Lauf. Ihr ehrenamtliches Engagement und die Zusammenarbeit untereinander sowie mit dem Industriemuseum wurden von den Anwesenden ausdrücklich gelobt und mit Applaus bedacht.
Kooperation im Mittelpunkt
Die Eröffnung zeigte, dass das Projekt auf einem breiten Zusammenspiel verschiedener Akteure beruht. Die Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Museum und Denkmalpflege wurde als zentraler Bestandteil des Themenjahres sichtbar gemacht. Damit rückt nicht nur das einzelne Denkmal in den Fokus, sondern auch die Frage, wie regionales Engagement den Umgang mit historischem Erbe prägt.
„Schau - denk mal!“: Blick auf Denkmäler in der Region
Die Ausstellung „Schau - denk mal!“ ist eine Kooperationsausstellung der Heimat- und Geschichtsvereine im Nürnberger Land sowie des Industriemuseums. Sie zeigt verschiedene Arten von Denkmälern in der Region und stellt Fragen nach ihrer Vielfalt und Bedeutung.
Die Ausstellung ist bis 18. Oktober 2026 zu sehen und bietet einen leicht verständlichen Einstieg in das Thema Denkmalpflege. Begleitet wird sie von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen, Führungen und Exkursionen.
„Moment mal - Denkmal!“ ergänzt die Schau
Ergänzt wird die Präsentation durch die Wanderausstellung „Moment mal - Denkmal!“ des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, die vom 12. April bis 23. August 2026 im Industriemuseum Lauf gezeigt wird. Sie beleuchtet unter anderem, was ein Denkmal ausmacht, welche Rolle Heimat und Identität spielen und wie archäologische Denkmalpflege funktioniert.
Darüber hinaus thematisiert die Ausstellung Hürden, Chancen und Möglichkeiten der Denkmalpflege und stellt Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen her. Damit erweitert sie den Blick auf das Thema über die reine Bestandsaufnahme hinaus.
Denkmalpflege als gesellschaftliche Aufgabe
In der Zusammenschau machen beide Ausstellungen deutlich, dass Denkmalschutz nicht als abstraktes Verwaltungsthema verstanden werden soll. Vielmehr laden sie dazu ein, Kulturgeschichte unmittelbar vor der eigenen Haustür neu zu entdecken und die Bedeutung von Denkmälern für das regionale Selbstverständnis zu betrachten.
Ein Themenjahr mit klarer Botschaft
Mit dem Start der Sonderausstellungen setzt das Industriemuseum Lauf auf einen offenen Zugang zu einem vielschichtigen Themenbereich. Die Verbindung von regionalen Denkmälern, fachlicher Perspektive und ehrenamtlichem Engagement verleiht dem Denkmaljahr ein klares Profil.
Das Ergebnis ist ein Angebot, das sowohl informiert als auch zum Weiterdenken anregt. Es richtet sich an alle, die sich für Geschichte, regionale Identität und den Umgang mit dem baulichen Erbe interessieren.
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